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THEMA: Der Stier wütet...
 
VetiS

Belger
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Re:Die Etrusker und die Etrömer      11.09.2011 21:06:42 --- 8 Monate, 2 Wochen her  
Während er auf die Antwort der einzigen Person wartete, die er neben sich selbst, ernst nehmen konnte, betrachtete er das junge Ding und er ließ seine Gedanken kreisen:

Woher nimmt dieses dumme Kind nur das Selbstbewusstsein? Aus ihrem Aussehen konnte sie es nicht ziehen, meiner Meinung nach. Die Beine für meinen Geschmack zu kurz, die Haare zu ungepflegt und überhaupt hatte ich noch nie eine so übelriechende Frau in meiner Nähe gehabt. Jede Kriegerin, mit der ich in die Schlacht gezogen bin verstand es mehr als sich reinlich zu halten. Also woher nimmt dieses Gör nur ihr Selbstbewusstsein und ihre Dreistigkeit? Liegt es vielleicht am Alter, sie ist kaum älter als VetiS. Dieser verstand es nur besser sich zu benehmen. Und überhaupt, was soll das: Ein Kind mit so einer gewaltigen Aufgabe ? Ist denn in Etrurien wirklich jede Relation dahin?

Er schaute sie weiter an und musste dann, da sich ihm der Magen wegen ihres Geruchs umzudrehen drohte, sich angewidert wegdrehen. Wie sollte er diese Unterredung nur überstehen mit ihr in diesem Raum ?


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Lucilla Domitia

Barbaren
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Re:Die Etrusker und die Etrömer      12.09.2011 13:20:32 --- 8 Monate, 2 Wochen her  
"Nun AmadeuS, da wir uns ja anscheinend schon duzen will ich es auch so handhaben.
Segimer oder aber irgendein Römer hatte zu keiner Zeit eine Befehlsgewalt über unser Land. Auch wenn es Verhandlungen mit Rom gibt oder besser gesagt gegeben hat über die Zukunft der Zusammenarbeit beider Völker, so ist und war Etrurien zu jederzeit ein selbstständiges Land mit eigener Entscheidungsgewalt."


Mit diesen Worten nahm Lucilla das Schreiben welches AmadeuS ihr überreichte und begann es durchzulesen als Tarja hereinplatzte. Wie immer war die liebe Freundin voller jugendlicher Energie und konnte ihre Gefühle nicht im Zaum halten. Schmunzelnd beobachtete Lucilla das aufeinandertreffen beider Charaktere wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

"Achja AmadeuS - wen ich als Stratega einsetze bleibt mir überlassen. Und nun zurück zu diesem...Schreiben...wenn du es so bezeichnen möchtest. Bevor ich darauf näher eingehen möchte, habe ich jedoch noch etwas anzumerken. Wie kommst du dazu dich als Lucumo Etruriens zu bezeichnen? Als ich hier mit ein paar Leuten eingetroffen bin herrschte Chaos und Verwüstung. Die Hauptstadt war verlassen. Keine Spur von einer Führung oder irgendeiner Form der Verwaltung. Es mag sein, dass du früher einmal der Lucumo hier warst - jedoch hast du deinen Rang mit dem Zeitpunkt verloren als du deinem Land den Rücken gekehrt hast und davongelaufen bist..."

Hier machte sie eine kurze Pause um die Worte wirken zu lassen und warf einen Blick auf Tarja, die gespannt der Konversation lauschte.

"Dein Schreiben ist lachhaft - wieso sollte ich einer Zustimmung eines alternden Mannes bedürfen, der mittlerweile in einer anderen Realität zu leben scheint? Sub-Lucumo... was soll das sein? Ich sehe hier nur einen derzeit rechtmäßigen Anführer Etruriens in diesem Raum - und das, lieber AmadeuS, bist mit Sicherheit nicht du. Dieses Papier werde weder ich, noch sonst jemand hier in diesem neuen Etrurien unterzeichnen. Und wenn das alles war was du mir zu sagen hast, so sind wir hier fertig. Du bist nach wie vor eingeladen dich in deiner alten Heimat umzuschauen und unsere Gastfreundschaft noch eine Weile zu genießen. Dies soll dir nicht verwehrt werden..."

Lucilla reichte AmadeuS sein Papier und ging anschließend zu ihrer Stratega, legte Tarja eine Hand auf die Schultern und wartete auf die Reaktion AmadeuS'.
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Letzte Änderung: 2011/09/12 13:22 von Lucilla Domitia.
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VetiS

Belger
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Re:Die Etrusker und die Etrömer      13.09.2011 11:19:56 --- 8 Monate, 2 Wochen her  
Also, werte Lucilla Domitia, ich weiß ja nicht aus welchem Erdloch doch gekrochen kommst, doch ist es mir gänzlich unbekannt, dass man in Rom oder in sonst einer Provinz in der man meine Sprache spricht jemanden so anredet wie du. Wo liegt das Loch noch gleich ?

Er dachte jedoch eher daran, dass in Etrurien einiges nicht so läuft, wie es soll. Etrurien und Rom führen Verhandlungen ? Seit wann verhandelt man mit dem Pack aus dem Süden. Ausschließlich wegen Ronius Primus und dessen gutem Verhältnis zu AmadeuS war Rom noch nicht dem Erdboden gleich gemacht.
Und wieso hat sie geschmunzelt? Ist ihr der ernst der Lage denn nicht klar ?, dachte AmadeuS, während die Frechheiten Lucillas nicht mehr durch ihre Mimik, sondern vielmehr durch ihre Worte neue Dimensionen erreichte.

Man merkt, dass deine Stratega einen schlechten Einfluss auf deinen Verstand hat. Ich habe Verona verlassen, geordnet und aufgeräumt. Die Gründe dafür sind ebenso vielfältig, wie für deine Ohren unbestimmt. Vielleicht erreichst du irgendwann die Achtung, dass du es erfährst, doch bis dahin wirst du dich in Geduld üben, Lucilla. Außerdem wäre es angebracht, wenn du über das, was du sagen willst nachdenkst, denn in Jahren der Abwesenheit und der Tatsache, dass rings rum die Wilden hausten, kann ich weder ausschließen, noch verantworten, dass versucht wurde Verona zu plündern. Mit ein wenig Vorstellungsvermögen, sollte dir dies eigentlich in den Sinn gekommen zu sein.

Er bereute schon zu tiefst, dass er sich so euphorisch nach Verona begeben hatte. Die Zustände hier sind für ihn inakzeptabel: Eine Anführerin, wo man sich fragt, was sie dazu befähigt. Eine Stratega, die seine Tochter sein könnte und ein Benehmen hat, wie es nicht mal unter den als Barbaren verschrieenen Belgern üblich war. Und eine geheuchelte Freundlichkeit, die in ihm purern Brechreiz hervorrufen würde, wäre da nicht dieses Gör, das schneller war.

Den Rest der unwichtigen Worte hörte AmadeuS schon gar nicht mehr zu.

Nun denn, dann sei es so, Lucilla.

Er weigerte sich sie auch nur mit irgendeinem Titel anzusprechen, da sie für ihn nichts weiter war, als eine Ratte, aus einem Erdloch kommend, ohne Verstand.

Ich finde raus, danke.

Er verließ das Zimmer und trommelte die einzig wahren Etrusker zusammen. Es dauerte eine Zeit, doch dann kamen alle zum Übungsplatz, wo sie genug Platz fanden. Er erzählte was vorgefallen war und wie stur und unfähig die Besatzer Veronas waren.


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VetiS

Belger
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Re:Der Stier wütet...      16.09.2011 08:56:16 --- 8 Monate, 1 Woche her  
Die Menge lauschte und konnte ihren Ohren kaum trauen. Warum tat man etwas derartiges ihrer Stadt an? Aus Traurigkeit und Unverständnis erwuchs Wut. Wut auf die Besatzer Veronas und vor allem Wut über das, was sie taten.

DAS BEDEUTET KRIEG!, schrie ein alter Mann, der sich kaum auf den Beinen halten konnte, doch mit seiner Frame umherfuchtelte.

Erst war es danach still. Niemand sagte etwas und jeder dachte über ein Wort nach: Krieg.

Dann ging alles ganz schnell, ein leises Murmeln: Krieg, Krieg, Krieg, Krieg. Wurde zu einem tosenden Schwall aus Stimmen: KRIEG, KRIEG, KRIEG, KRIEG!

~+~+~+~+~+~+ 2 Schlachten in aller Kürze ~+~+~+~+~+~+

AmadeuS ließ sich mitreißen und machte sich mit den engsten Vertrauten über das Vorgehen Gedanken. Auch VetiS durfte dabei sein, denn er sollte alles lernen, was es gab.

Am Ende stand der Plan fest und man teilte die Massen in 2 Gruppen auf, bevor man sich gen Süden bewegte.

Die Gebiete Appenino und Ravenna waren schnell unter AmadeuS' Kontrolle. Die elitären Einheiten der selbsternannten Etrusker glichen eher Belgischen Bauern, ohne diesen zu nahe treten zu wollen.

~+~+~+~+~+~+ Appennino ~+~+~+~+~+~+

Nach vollrichteter Arbeit zog AmadeuS mit seinem Trupp nach Appennino, da Boiorix dort auf ihn wartete. Auf dem Weg dorthin bekam er die Proklamation zu Gesicht und verfiel dem Lachen-minutenlang! Danach drehte er sich um und suchte na bestimmten Leuten.

Hier, lies das. Angeblich seid ihr alle ermordet worden! So kann man auch sein unfähiges Regime am Leben erhalten. Propaganda der allerfeinsten Sorte. Wer es braucht!

Und sie zogen weiter. Als sie ankamen, wurden sie fast schon hektisch begrüßt und AmadeuS wurde in ein Zelt geführt

Er wurde auf dem neusten Stand gebracht und er speicherte es als kurze Stichpunkte in sein Gedächtnis ab:

Ligurer sind auch hier, Römer an der Grenze im Süden. Etrusker im Norden.

Er holte seine Karte und seine Heeresfiguren heraus und stellte sie so hin, wie sie momentan zu sein schienen. Er überlegte kurz und schob sie dann ein wenig hin und her.

So machen wir das!, sagte er und ließ damit kaum Zweifel aufkommen. Alle nickten und stimmten ihm zu.

Nein!, sprach eine jüngliche Stimme. VetiS trat aus seinem Versteck und ging zielstrebig auf die Karte zu. Er zeigte auf eines der Heere und sagte weiter: Wenn du das so machst, ist hier eine Lücke, die die Römer erkennen und nutzen werden. Mach es lieber so , und er schob nochmal ein bisschen hin und her und sagte dann: So machen wir das!

AmadeuS war beschämt und stolz zugleich. Sein Sohn hatte Recht und diesmal war es AmadeuS der zustimmend nickte. So machen wir das! VetiS geh und bereite die Bauern vor. Du sollst sie in die Schlacht führen und dafür sorgen, dass sie in der Formation bleiben.

VetiS war erstaunt. Das war das erste Mal, dass sein Vater ihm so eine Aufgabe gab und er war stolz darauf: Werde ich, Vater.

Und ihr bereitet alle eure Mannen vor. Die Römer sind zwar nicht wirklich eine Bedrohung, waren sie nie, aber deswegen dulden wir dennoch keine Nachsicht mit dem Feind!


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