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Von blindem Eifer und anderen Tugenden (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Von blindem Eifer und anderen Tugenden
 
Cerdic

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Von blindem Eifer und anderen Tugenden      20.06.2011 15:20:33 --- 11 Monate, 1 Woche her  
Mitunter sind es Geschichten, die ein Leben prägen und ihm eine Form geben. Eine solche Geschichte änderte mein Leben und sie wurde erzählt an den Feuern, wenn der Winter hart war. Ich war ein Kind erst und mein kleines Herz schlug mit den tapferen Helden, weinte um die Verlorenen und verachtete mit Inbrunst die Feinde unseres Volkes.

Geboren wurde ich im Stamm der Brukterer, die sich den Friesen angeschlossen hatten. Bereits in frühen Jahren erzählten die Alten die Legende von dem Fremden, der sich als Sohn des Sohnes eines Friesen ausgab und diese verriet, kaum dass wir die Schlacht in seine ehemalige Heimat getragen hatten. Er hatte sich in das Herz unseres ehrwürdigen Inguz geschlichen, wurde von uns ernährt und ausgebildet. Doch eines Tages war er fort und ward erst wieder gesehen als "Herrscher der Briten", einem kleinen unbedeutenden Stamm, so erzählen die Alten, derer sich die Friesen zu dieser Zeit bedienten, um ihre Vorräte aufzufrischen und sich mit deren Weibern zu vergnügen, vor der langen Fahrt nach Hause.

Jenen, der sich Domnall of Tynwald nannte, hatte es mir von allen Niederträchtigen am meisten angetan. Über die Jahre steigerte sich meine Wut über diesen Verrat in blinden Hass, so dass meine Eltern begannen sich Sorgen zu machen. Jedoch brannte das Feuer so tief in mir, dass dass kein Versuch es zu löschen vermochte. Im Frühjahr vor meinem 15. Jahr schnürte ich heimlich ein Bündel und brach auf, jenem Verräter das Herz heraus zu schneiden.

Die Fahrt war lang, doch ohne große Aufregung. Ein friesischer Kauffahrer gewährte mir die Überfahrt, auch wenn er sich wunderte, was ein Junge in meinem Alter wohl auf der Insel zu suchen hätte. Die Geschichte, die ich ihm erzählte war abenteuerlich, doch sein Interesse glücklicherweise gering. So betrat ich einige Wochen später die britische Insel und machte mich auf den Weg ins Landesinnere.

Auch wenn die Wälder tief waren, so gelang es mir mit mehr Glück als Verstand, diese unbeschadet zu durchqueren. In kleinen Dörfer stahl ich mir, was ich zum Leben benötigte und hörte die Bauern erzählen, von der eisernen und zuweil blutigen Faust, mit der dieser Domnall zu regieren schien. Seltsamerweise war jedoch kaum Angst in den Stimmen der Landsknechte, sondern eine merkwürdige Ehrfurcht. Sicherlich, so hörte ich, waren die Abgaben hoch, doch traute sich kaum ein Diebesgesindel noch in den Herrschaftsbereich und der Barbaren Köpfe würden rund herum die Burg zieren. Wo auch immer ich hin kam, bot sich mir das gleiche Bild, eine vom Krieg zerstörte Landschaft wurde wieder aufgebaut und in den Gesichtern der Menschen, die mir begegneten, überwiegte die Hoffnung vor der Furcht.

Etwas unsicherer darüber, ob dieser Domnall das Monster meiner Vorstellung war, doch immer noch entschlossen genug, dem Verräter an meinem Volk die Stirn zu bieten, wanderte ich durch Wessex, bis ich eines Tages, es war kurz vor meinem 15. Jahrestag die Burg erreichte. Heimlich schlich ich mich durch die Wälder, fern ab von der Straße. Bis ich den ersten Kopf auf einem Pfahl sah, noch vom Blut triefend. Ich konnte nicht anders als in meinem Grauen einen erstickten Schrei von mir geben, der die pickenden Raben in ihrem Geschäft störte und sie kreischend aufscheuchte. Kaum ein Dutzend Schritte war ich gegangen, als ich plötzlich etwas Hartes in meinem Rücken spürte und eine gepresste und feindselige Stimme mir gebot auf die Knie zu gehen. Überrascht und ängstlich folgte ich dem unmissverständlichem Befehl. Der Hüne hinter mir durchsuchte mich, nahm mir das wenige, dass ich mein Habe nannte und hieß mich aufzustehen und voran zu gehen. Er trieb mich mit seinem Speer vor sich her, bis wir in die Burg traten.

Auf dem Burginnenhof angekommen, blieben wir stehen und ich nutzte die Zeit, um mich um zu sehen. Sicherlich hatte diese Burg schon bessere Tage erlebt, vor langer Zeit, aber überall waren Reparatur- und Erweiterungsarbeiten in Gange. Aus dem Gebäude wurde gerade ein großer Kessel mit verlockend duftenden Eintopf in Richtung eines Torbogen getragen, durch den man etwas außerhalb Krieger beim harten Training beobachten konnte. Die leckeren Fleischstücke ließen mir das Wasser im Munde zusammen laufen. "Etwas herunter gekommen, aber ansonsten fast wie zu Hause", dachte ich. "Nur die allgegenwärtigen Höflinge und Bücklinge fehlen und das ist wahrlich kein Verlust."

Mein Bewacher hatte einem Jungen etwas zugerufen, der sich schnellstmöglich auf den Weg in die Burg machte. Offenbar sollte mein Wunsch, Domnall gegenüber zu stehen, schon bald in Erfüllung gehen, wenn auch unter ganz anderen Umständen, als ich sie mir in meinen Träumen ausgemalt hatte. Innerlich schloss ich mit meinem Leben ab, als ich weitere Krieger den Burginnenhof betreten sah. Offenbar war das Training beendet worden und nun schienen sie neugierig, wer der junge Bursche auf der Burg war, der noch immer mit einen Speer an Dummheiten gehindert werden sollte. Vorsichtig tastete ich nach dem kleinen, aber scharfen Feuerstein, den ich im Bund meiner Hose am Tage, als ich Wessex betrat, versteckt hatte.

Aus dem Hauptgebäude trat ein Krieger mit mürrischem Gesicht, als Sei er gerade bei etwas interessantem gestört worden. Er machte auf mich einen herrischen, aber auch ehrfurchterregenden Eindruck. In seiner Begleitung war eine alter Mann, der an einem Stock ging. Alles spannte sich in mir an. Furcht und freudige Erwartung ließen mich erschaudern. Ich hatte nur noch einen Gedanken: "Bald ist es soweit - sehr bald!"
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Domnall of Tynwald

Briten
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Re:Von blindem Eifer und anderen Tugenden      25.06.2011 00:38:52 --- 11 Monate her  
Domnall war in seinem Zimmer und es hörte sich so an als würde er jemandem etwas erklären. Jedoch als der Junge, nachdem er geklopft und Domnall ihn herein bat, in das Zimmer kam, sah er nur den Regenten. Etwas erstaunt darüber sagte er das eine der Wachen einen Spion gefasst hätte. Domnall sah ihn an und dachte. Ein Spion? So früh? Jemand muss ziemlich ängstlich sein. Er schickte den Jungen fort, nahm seine Axt und ging in Richtung Burginnenhof. Als Domnall auf dem Hof ankam, schaute er sich um und sah einen jungen Mann. Er hatte wohl nicht einmal seine erste Frau gehabt, geschweige denn eine Schlacht erlebt. Was sollte so ein Spion nutzen? Er würde doch überall auffallen! Domnall legte seine Axt über seine Rechte Schulter und schritt gemächlich zu dem Kleinen!

Kurz vor ihm schaute er noch einmal genauer hin und musste lachen. Und das soll ein Spion sein? Dieser Junge könnte doch nicht mal bei ein paar Bauern Geheimnisse erfahren! Domnall wendete sich ab, aber kurz darauf drehte er sich dem Jungen wieder zu. Ich könnte dich spielend zu den Göttern schicken, doch was solltest du dort? Oder soll ich einem meiner Krieger den Vortritt lassen? Wieder drehte er sich um und schaute gen Himmel, als wolle er nun die Götter befragen.


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Re:Von blindem Eifer und anderen Tugenden      25.06.2011 01:31:39 --- 11 Monate her  
Dieser Krieger kam näher an mich heran, doch als er mich erblickte fing er an zu lachen und verspottete mich. Meine Wut war unbeschreiblich. Die um mich stehenden Krieger und mein Bewacher lachten aus vollem Halse mit ihm und dieser Mistkerl drehte mir einfach den Rücken zu, als hätte er lediglich zu beurteilen gehabt, ob ein Braten bereits durch sei. Ich hielt meinen Feuerstein nun in der Hand, niemand um mich herum schien noch wirkliches Interesse an mir zu haben, oder gar eine Gefahr in mir zu sehen. Gerade wollte ich mich auf meinen Feind stürzen, da drehte er sich erneut um, nur um mir zu drohen und mich erneut zu verhöhnen. Fasse dich in Geduld, warte den richtigen Augenblick ab. dachte ich mir. Ein weiteres Mal drehte mir Domnall den Rücken zu, den niemand anderes konnte es sein. Du wirst es sein, der heute bei Dagda zu Gast sein wird, elender Verräter! schrie ich aus und stürzte mich, die Hand mit dem Feuerstein zum tödlichen Schlag auf seinen Hals erhoben, auf meinen Feind. Jetzt wird sich dein Schicksal erfüllen! Mein Bewacher konnte mir nur noch verduzt hinterher starren. Noch zwei Schritte, noch ein Schritt, mein Herz pochte wie rasend in meiner Brust.

Jetzt!
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Domnall of Tynwald

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Re:Von blindem Eifer und anderen Tugenden      30.06.2011 09:44:23 --- 10 Monate, 4 Wochen her  
Du wirst es sein, der heute bei Dagda zu Gast sein wird, elender Verräter! Mit diesen Worten stürmte der Gefangene auf Domnall zu. Etwas in seiner erhobenen Hand, sah so aus wie eine Waffe. Domnall drehte sich schnell um und führte mit der stumpfen Seite seiner Axt einen Schlag gegen das rechte Bein des Angreifers aus. Dieser wurde, aufgrund der Wucht des Hiebes, seines festen Standes beraubt und fiel zu Boden. Domnall trat dann auf die Hand, in der sich ein Feuerstein, den er nun erkannte, befand. Er holte erneut mit der Axt aus und schlug neben seinen Fuß. In den Augen des jungen Angreifers sah er die Überraschung, der Schnelligkeit seines Angriffes. Er versenkte die Axt neben der Hand im Boden.

Er schaute zu einem der jungen Krieger, die alle noch von dem Angriff überrascht waren. Und dann schaute er zu dem Angreifer. Wie ist dein Name? Er sagte, nach einer ganzen Weile, aber dann mit viel Kraft in der Stimme und voller Überzeugung. Cerdic! Domnall sah wieder zu den jungen Kriegern. Führt den Kleinen in die Waffenkammer. Er soll sich eine Waffe aussuchen, mit der er gegen mich antreten kann. Ich denke er will mir gegenüber stehen! Die Krieger schauten etwas verwundert, doch sie eilten zu ihm und Domnall stieg von der Hand. Die Krieger nahmen ihn zu dritt in Gewahrsam und führten ihn in die Waffenkammer. Domnall ging zum Haupthaus und schaute auf seine Rüstung. Er schüttelte dann aber den Kopf und nahm sein Schild.


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Cerdic

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Re:Von blindem Eifer und anderen Tugenden      05.07.2011 01:55:50 --- 10 Monate, 3 Wochen her  
Der Schmerz brannte immer noch in meinem Bein, doch nicht so sehr, wie die Erniedrigung, die mir dieser Krieger beigebracht hatte. Wie ein ungezogenes Kind, dass man über das Knie legt, hatte er mich zu Fall gebracht. Dabei war ich so sicher gewesen, dass nichts meinen Angriff aufhalten könnte. Keiner seiner Krieger hatte sich auch nur rühren können, da war ich schon bei ihm, doch dieser ..., ich musste tief Luft holen, als ein weiterer Stoß mich nach vorne trieb, drehte sich mit einer Schnelligkeit und Leichtigkeit um, als wolle er lediglich eine Mücke tot schlagen. Immer noch hatte ich das Pfeifen der Axt im Ohr, die nur um Fingers Breite neben meiner Hand einschlug und es dauerte einen Moment, bis ich sicher war, dass meine Hand noch am Arm verblieben und das dies kein Zufall oder gar Missgeschick war.

Benommen und betroffen schaute ich diesen übermächtigen Gegner ungläubig an und es dauerte eine Weile, bis seine Frage nach meinem Namen, wie aus weiter Ferne zu mir drang. Doch dann packte mich die Wut erneut. Die Wut auf diesen Verräter, die Wut über mein Versagen vernebelte mir die Sinne auf seine ganz besondere Art und ließ mich zugleich wieder klar denken. Cerdic! entgegnete ich ihm mit allem Mut und Stolz, der mir noch verblieben war. Sollte mich dieses Monster auch foltern und verstümmeln mögen, mich brechen, sollte er nicht!

Doch statt dessen überraschte mich der selbsternannte Herrscher der Briten ein weiteres Mal und so befand ich mich wenig später humpelnd auf dem Weg zur Waffenkammer. Domnall sagt, du sollst wählen. Also wähle und zwar schnell! Unser Regent wartet nicht gern. donnerte mir einer meiner Bewacher entgegen, als wir den Raum betraten. Waffen, Schilde und Rüstungen jeder Art waren hier ordentlich und mit äußerster Sorgfalt aufbewahrt. Zunächst versuchte ich eine Rüstung, doch die ungewohnte Steifheit und Schwere der Kleidung ließ mich davon Abstand nehmen und lediglich den Armschutz anlegen. So wendete ich mich den Waffen zu. Eine Axt hatte ich bereits beim Holz spalten benutzt, doch die Erinnerung an die Kunstfertigkeit meines Gegners in dieser Waffe, war nicht dazu angetan, mich darin mit ihm messen zu wollen. Ich brauche etwas, dass ich kenne und dass mir eine größere Reichweite gibt. Ich darf ihn nicht an mich heran kommen lassen. Dann habe ich vielleicht eine Chance. waren meine Gedanken, die mich schließlich zum Speer greifen ließen. Sicherlich, dieser Speer war etwas länger und schwerer, als die für die Jagd gemachten Holzspeere, die ich kannte, doch er gab mir ein vertrautes Gefühl. Schlussendlich entschied ich mich noch für einen kleinen Rundschild und trat, nun deutlich argwöhnischer und entschlossener bewacht als zuvor, wieder hinaus in das Licht des Innenhofes.

Dort stand Domnall bereits, nachlässig auf seinen Schild gestützt, die Axt locker in der Hand haltend mit einem Grinsen, dass mir das Blut in den Adern gefrohr. Ich trat ihm auf 10 Ellen Abstand gegenüber und schlug mit meiner Waffe gegen meinen Schild, wie ich es bei unseren Kriegern gesehen hatte und nahm die selbe Haltung ein, die ich bei diesen beobachtet hatte, wenn ich wieder heimlich der mir auferlegten Arbeit fern blieb, um ihnen beim Training zu zu sehen, um es dann im Wald mit meiner Jagdwaffe nach zu ahmen. Meine Eltern waren immer sehr nachsichtig gewesen, dachte ich bei mir, als ich versuchte möglichst grimmig auszusehen, doch jetzt werde ich sie stolz machen.
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Domnall of Tynwald

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Re:Von blindem Eifer und anderen Tugenden      06.07.2011 01:21:01 --- 10 Monate, 3 Wochen her  
Während Cerdic in die Waffenkammer geführt wurde schaute Domnall zu seiner Rüstung. Er schüttelte den Kopf und wartete darauf das sein Gegner wieder kam. Er lehnte sich auf sein Schild und sah gelangweilt in die Runde. Die anderen Krieger kamen langsam alle näher, um zu sehen was als nächstes passieren würde. Dann trat Cerdic aus dem Gebäude. Domnall musste grinsen. Dieser kleine Cerdic mit dem Speer, der für ihn viel zu lang schien. Das bisschen Leder als Schutz, das er angelegt hatte. Und das Rundschild. Als ob dieses seiner Axt standhalten könnte.

Als Cerdic dann vor ihm stand, und versuchte ihn einzuschüchtern, sah Domnall ihn etwas ungläubig an. Er ging in einem weiten Bogen um ihn und nahm sich sein Schwert. Nun ging er nah an Cerdic vorbei und drehte sich zu ihm, legte das Schwert auf den Speer und drückte diesen etwas nach unten. Schön fest halten! Sonst kannst du dich nicht wehren! Er sagte dies und schaute Cerdic dabei entschlossen in die Augen. Cerdic schluckte scheinbar etwas. Domnall ließ das Schwert nun den Speer entlang fahren. Die Klinge hinterließ zwar keine Spur, doch das Gewicht des Schwertes, auf dem Speer, wurde immer größer. Domnall merkte das der Speer wohl zu lang war, da er sich immer weiter senkte. Er stellte sich Cerdic nun, in gebührendem Abstand zu ihm, gegenüber. Nur mit dem Schwert in der Hand.

Ich gebe dir drei Angriffe! Die Krieger applaudierten. Cerdic sah ihn erstaunt an, doch ergriff sofort die Initiative. Er rannte, mit dem Speer in der Hand, auf Domnall zu. Domnall wich dieser Attacke spielend aus. Er sagte, als er sich um Cerdic herum drehte. Zu langsam Kleiner! Er spürte das Cerdic dadurch noch wütender wurde. Genau das wollte er erreichen. Cerdic schlug den Speer wieder gegen sein Schild und rannte wieder auf ihn zu. Diesmal schlug Domnall den Speer nach oben, und als Cerdic nicht stoppen konnte, stoppte ihn Domnall. Er setze die Klinge an seinen Hals und flüsterte leise. Das war Nummer zwei! Mit einen selbstgefälligen Grinsen schob er den Kleinen von sich und erwartete den dritten Angriff.

Diesmal blieb Cerdic einen Moment stehen. Er begann scheinbar Domnall zu mustern. Domnall winkte mit dem Schwert, als ob er Cerdic dazu motivieren wollte ihn anzugreifen. Ein schneller Schritt und Cerdic stoppte wieder. Inzwischen sah Domnall etwas gelangweilt aus. Jetzt kam der Speer auf ihn zu. Immer schneller und Domnall stieß ihn in den Boden. Der Speer zog eine Furche durch den Boden und Domnall drehte sich wieder, so dass Cerdic an ihm vorbei lief. Aber dieses mal spürte Domnall einen Schlag in seiner Seite. Cerdic hatte das Schild als Waffe genutzt und ihm eine kleine, klaffende Wunde zugefügt. Unter den Rippen Domnalls war etwas Blut zu sehen und eine Handbreite Wunde war erkennbar. Domnall schaute etwas Überrascht. Nummer drei! Er sagte es in einem Ton der allen signalisierte das er nun etwas erbost war.

Der Griff um sein Schwert wurde nun fester und er stellte sich Cerdic gegenüber. Domnall ging in einem Kreis um Cerdic, um ihn zu verwirren. Der Speer wurde scheinbar immer schwerer! Er hatte geschafft auf was er abgezielt hatte. Cerdic war eigentlich mit seinen Kräften fast am Ende, noch bevor Domnall richtig angefangen hatte. Er schlug erneut auf den Speer und dieser sank sofort zu Boden. Wird er langsam zu schwer? Der Speer hob sich wieder. Wieder tippte das Schwert auf die Spitze. Dieses mal fiel der Speer aus Cerdics Hand und er hielt nun das Schild mit beiden Händen. Domnall ging zu Cerdic und setzte die Schwertspitze gegen sein Schild. Er drückte Cerdic nach hinten, bis er über etwas stolperte und zu Boden ging. Zu leicht, raunte er nur. Er rammte das Schwert neben Cerdics Kopf in den Boden. Trainiere etwas, lerne die Briten kennen und wenn du eine Waffe gut genug führen kannst stell dich mir noch einmal! Aber lass dir sagen, ich werde dich genau im Auge behalten! Wenn du auch nur einen Fehler machst werde ich diese Sache beenden die du hier und heute angefangen hast!


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Cerdic

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Re:Von blindem Eifer und anderen Tugenden      06.07.2011 03:01:20 --- 10 Monate, 3 Wochen her  
Erneut hatte mich dieser Krieger gedemütigt. Nicht nur, dass er mich mit Leichtigkeit kampfunfähig gemacht hatte, er badete sich nahezu in seiner Großzügigkeit und Selbstsicherheit. Aber es war mir gelungen ihm eine Wunde beizubringen und es würde nicht die letzte sein. Kurz überlegte ich, ob das Angebot, dass ich soeben erhalten hatte, meinen Plänen gerecht würde und ich erkannte, dass es der einzige Weg war. Ich erhob mich mit gesenktem Schild und Speer. Sie werden mir helfen, sie zu töten, dachte ich, wie töricht! Mit fester Stimme jedoch ließ ich ganz andere Worte vernehmen. Ich erkenne dich, Domnall of Tynwald, als meinen Herrscher an. Ich werde dir dienen und du wirst keinen Grund zum Tadel finden. Ich werde, bei den Göttern, trainieren und jede Aufgabe, die du mir stellst, zu mehr als deiner Zufriedenheit bewältigen. Mit diesen Worten kniete ich nieder und warf Schild und Speer zu Domnalls Füßen. Sollte er glauben, er hätte einen neuen Getreuen gefunden. Mein Tag der Rache wird kommen und es würde der letzte Tag seines Lebens in dieser Welt sein.

In den kommenden Tagen wurde ich Beschützer Axylles zugewiesen, einem der führenden Krieger der Briten. Die Prügel, die ich in den Übungen einstecken musste, waren schmerzhaft aber lehrreich und Axylles erwies sich als guter Lehrer. Unerbittlich nahm er meine Schwächen wahr und merzte sie Stück für Stück aus. Bisweilen empfand ich sogar Sympathie, wenn nicht sogar Freundschaft zu ihm. Langsam lernte ich die Krieger besser kennen und ihre offene und direkte Art zu schätzen. Wir schwatzten und tranken nach dem Training, als wären wir Brüder und es fiel mir immer schwerer in ihnen den Feind zu sehen, der sie für mich sein sollten.

Nur kurz darauf erhielt ich ein Botschaft von Domnall, die mich erneut in Erstaunen versetzte. Er hieß mich, über einen kleines, unbedeutendes Dorf in der Nähe der Feste zu wachen. Ich sollte Charford zu neuer Blüte verhelfen. Dort angekommen, sah ich, dass das Volk faul und ohne Interesse war. Er will mich prüfen, dachte ich bei mir, mir dieses wertlose Stück Land zu verantworten ist eine Beleidigung, doch ich werde ihn eines besseren belehren. Schnell trennte ich die Spreu vom Weizen und nach nur einem Winter zeigten sich die ersten Fortschritte. Neue Bauern kamen, begierig, das brach liegende Land sich Untertan zu machen und das Dorf wuchs und gedieh.

An einem sonnigen Tag, das Training war eben beendet worden und ich saß mit den Kriegern um ein Feuer herum, um mit den Taten des Tages zu prahlen, trat ein Mann an mich heran, verneigte sich und sprach: Beschützer Cerdic, begib dich auf deinen Besitz, um nach Recht und Ordnung zu sehen, so lautet der Befehl unseres Regenten. Beschützer? Besitz?, mir schwirrte der Kopf, doch die anwesenden Krieger johlten und wurden nicht müde mit mir anzustoßen. Nur langsam wurde mir bewusst, dass Domnall mir ein Besitztum übereignet hatte. Meine Gedanken wollten nicht klar werden in dieser Nacht und der in Strömen vergossene Whisky und das Met waren nicht allein Schuld daran. Doch am Tag darauf begab ich mich nach Kent, um meiner neuen Aufgabe zu widmen. Wie sich herausstellen sollte, würde es nicht die einzige sein, die Domnall für mich bereit hielt.
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Domnall of Tynwald

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Re:Von blindem Eifer und anderen Tugenden      29.07.2011 21:34:13 --- 10 Monate her  
Stück für Stück schien sich Cerdic in den Kreis der Briten einzugliedern. Die Duelle mit Axylles waren für ihn sehr lehrreich. Cerdic verbesserte sich sichtlich. Aber auch all die anderen Briten machten Fortschritte. Domnall sah nur zu gerne, dass sich alle weiter entwickelten. Eines Tages begab es sich das der Regent eines der Duelle, zwischen Cerdic und Axylles, miterleben durfte. Axylles machte Cerdic nach jedem Fehler auf diesen aufmerksam. Kaum hatte Cerdic diesen Fehler abgestellt, nutzte Axylles den nächsten. Der Regent musste sich ein Grinsen verkneifen. Er selbst war es, der Axylles seine eigenen Fehler gezeigt und sie ihm vorgehalten hatte. Nun musste Cerdic dafür bluten.

Als es dann daran war, einem kleinen Dorf einen Aufseher zuzuteilen, war Domnalls Entscheidung sehr einfach. Cerdic sollte es sein. Er hatte sich zwar sehr unschön zu den Briten begeben, doch er sollte auch Verantwortung übernehmen! Immerhin sollte sich dieser junge Bursche nicht auf den Lorbeeren ausruhen, die die anderen Briten, im Angesicht ihres Schweißes, verdienten. Mit den richtigen Mitteln, würde er das Dorf schon voran bringen. Es war zwar eines von denen, die am schlechtesten von den Voraussetzungen war, aber mit seiner Art würde er es sicher schaffen. Und wenn nicht, würde Domnall sich nur bestätigt fühlen.

Aber Cerdic war besser als der Regent gedacht hatte. Er hatte es schnell geschafft die Bauern zu motivieren. Wie, das war Domnall egal, es war ihm nur wichtig das er es schaffte. Die Bauern brachten ihren regelmäßigen Tribut und es schien ihnen auch gut zu gehen. Mit Wohlwollen betrachtete er weiter, wie sich Cerdic dem Training hingab. Er lernte schnell dazu und seine Gegner waren immer wieder vor neue Aufgaben gestellt. Domnall würde sich ihm bald erneut stellen. Wenn er es denn wollte! Aber vorerst ließ er Cerdic in Ruhe. Allerdings stets ein waches Auge über seine Entscheidungen.

Nun war es nötig einem Landstrich einen Beschützer zuzuteilen. Domnall sah die Krieger, die sich dafür, durch ihr Tun, empfohlen hatten, aber seine Wahl fiel anders aus, als es alle dachten. Er entschied sich, Cerdic diese Aufgabe zuteil werden zu lassen. Auf das er an seinen Aufgaben wachsen würde. Das Dorf hatte sich prächtig entwickelt und Domnall hoffte dasselbe würde mit dem Landstrich geschehen. Also lies er die frohe Botschaft eines Abends überbringen. Er hörte das Cerdic sehr überrascht war, aber der Regent hoffte, dass er ihn erneut mit seinen Taten verwundern würde.

Er hatte dem Verwalter, der Cerdic direkt unterstellt war, den Auftrag erteilt, ihm alle Weisungen Cerdics mitzuteilen. Im Falle eines groben Fehlers, würde er diese Konstellation auflösen! Genauso wie das Band das Cerdic inzwischen mit den Briten verband. Obwohl dieses Band inzwischen immer fester wurde, würde es ihm nicht allzu schwer fallen.


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Re:Von blindem Eifer und anderen Tugenden      31.07.2011 18:56:05 --- 9 Monate, 4 Wochen her  
Bereits sieben Tage reiste ich nun schon durch mein Besitztum und meine Wut wurde immer größer. Nichts als verfallene Dörfer, brach liegendes Ackerland, das einst vielleicht mal fruchtbar gewesen, doch schon längst von der Wildnis zurück erobert war. Ein paar Bauern kreuzten meinen Weg, doch sie waren ärmlich und unwillig, fast mutlos, denn zu lange hatte sich schon kein Beschützer mehr sehen lassen. Räuber trieben ihr Unwesen, denen ich mit meiner kleinen Schar unbarmherzig das Leben nahm, wo immer ich ihnen begegnete. Ein schönes Besitztum hast du mir gegeben, mein Regent. dachte ich bei mir. Wieder mal hast du mir das Beste anvertraut, was Britannien zu bieten hat. Die Gefährten erschraken, als ich scheinbar aus dem Nichts heraus sarkastisch auflachte und mit heiser Stimme in den Himmel schrie.

Am achten Tag kam ich in einem heruntergekommenen Dorf namens Canterbury an, hier sollte angeblich der Verwalter residieren. Hausen, wäre wohl passender ausgedrückt. Ein dicklicher Mann, der erste den ich in Kent gesehen hatte, kam mir aus seinem Haus entgegen, dass dringend einer Reparatur bedurft hätte; die Weidenzäune halb eingerissen, der Lehm bröckelte an den Außenwänden und das Riet war lieblos gelegt. Beschützer Cerdic, mein Name ist Vochkon, sprach er mit einem suffisanten Grinsen, während er sich die vor Fett triefenden Finger ableckte. Ich darf dich in meinem bescheidenen Heim willkommen heißen. Offenbar war er informiert worden. Skeptisch betrachtete ich zuerst die Hütte, dann ihren Besitzer. Ich will dich nicht von wichtigen Arbeiten abhalten, wir werden daher unweit des Dorfes lagern. entgegnete ich ihm angewidert. Du darfst mich heute Abend mit deiner Gastfreundschaft beehren. Nach einer üppigen Mahlzeit werden wir uns zu besprechen haben. Mir missfällt, was ich sehen musste in meinem Besitztum. Ich erwarte Erklärungen. Konnte sich Vochkon beim ersten Satz noch ein verstohlenes Grinsen nicht verkneifen, entglitten ihm nun zusehens die Gesichtszüge und er beeilte sich ein ergebenes Gebaren an den Tag zu legen. Ja, Herr. Natürlich, Herr. Wie du wünscht, Herr. Sätze, die ich noch öfter hören sollte.

Nachdem das Lager aufgeschlagen war und ich mich ein wenig erfrischt hatte, war es Zeit, dem unverschämten Verwalter den angekündigten Besuch abzustatten. Nach einem leidlich guten Mahl und saurem Wein setzte ich mich an das Feuer, doch obwohl mir noch alle Glieder schmerzten von der anstrengenden Reise der letzten Tage, vermied ich eine allzu entspannte Sitzhaltung, sondern behielt den herrischen Habitus bei, den ich den gesamten Abend über bereits gepflegt hatte. Die Wege sind in katastrophalem Zustand, man bekommt kaum eine Fuhre von den Äckern, oder was davon noch übrig ist. Meine nur mühsam unterdrückte Wut über die Nachlässigkeiten war, trotz meinem Vorhaben zunächst offen dem Verwalter anzuhören, nur allzu deutlich heraus zu hören. Nun, der Winter war streng gewesen, Herr. Und das Frühjahr brachte viel Regen. Zudem stehen nur wenige Bauern und keine Sklaven zur Verfügung. Vochkons neu entdeckte Unterwürfigkeit ließ mich an einen Hund erinnern mit eingekniffenen Schwanz, der jedoch bereit war, seine Zähne in den Hals zu schlagen, sobald man ihm den Rücken zuwand. Du wirst die bestehenden ausbessern und neue Wege anlegen lassen. Wenn nötig, schicke nach Wessex, um Sklaven zu kaufen. Ja, Herr. Aber woher nehmen wir die Mittel? Kent ist arm, wie du sicherlich bemerkt hast. War da ein niederträchtiges Glitzern in seinen Augen gewesen? Es ging noch einige Male hin und her, bis ich die Geduld verlor. Ich werde selbst nach Wessex reisen und den Regenten um die erforderlichen Mittel bitten. Wenn ich wiederkomme, will ich sehen, dass die Felder bestellt wurden. Habe ich mich klar und deutlich ausgedrückt? Ja, Herr.

Bei meiner Rückkehr musste ich jedoch feststellen, dass kaum etwas getan worden war. Ein mir Ergebener, den ich zurück gelassen hatte, berichtete mir, dass kurz nach mir ein berittener Bote Richtung Wessex aufgebrochen war, doch er musste mich umgangen haben, denn ich war ihm nicht begegnet. Erst als dieser wieder zu Vochkon zurück gekommen war, hätte der Verwalter angefangen, Anweisungen zu erteilen, so als hätte er auf etwas gewartet, erklärte er mir weiterhin.

Dies wiederholte sich bei nahezu jedem Befehl, den ich diesem feisten Mann für meine Abwesenheit gab. Denn immer wieder wurde ich nach Wessex zum Heer zurück beordert, oder unternahm blutige Züge gegen Räubergesindel. Eines Tages platzte mir der Kragen und ich packte ihn nach einem weiteren Ja, Herr. an der Gurgel und stellte ihn zur Rede. Nachdem er sich zunächst in Ausflüchte zu retten versuchte, verhalfen ihn einige Schläge und Tritte zur Ehrlichkeit und er räumte ein, dass er auf Geheiß Domnall's jeden seiner Befehle berichte und vom König bestätigt bekäme, bevor er tätig würde. Offenbar hatte ich ihn etwas zu viel malträtiert, denn in einem plötzlichen Wutausbruch setzte er noch hinzu: Und das ist bei einem ausländischen Bastard wie dir auch besser so. Britanniens Landschaften sollten den Briten gehören! Er spie vor mir aus. Ich hatte solches bereits vermutet und vorgesorgt. So entgegnete ich ihm scheinbar ruhig: Ich werde mein Dorf hierher verlegen, seine Bewohner werden in Kürze hier eintreffen. Sein Verwalter wird deine Aufgaben übernehmen, deine Dienste werden nicht mehr benötigt. Aber... der Rest ging in einem unverständlichen Gegurgel aus Blut unter, als mein Speer Herz und Lunge durchbohrte.

Endlich funktionierte alles, wie ich es mir wünschte. Meine Leute kannten mich und vertrauten mir, die Arbeiten gingen voran. Domnall stellte mir erstaunlicherweise alle Mittel, die ich erbat zur Verfügung, so dass die Räuber getötet werden konnten, oder flohen, die neue Pracht weitere Bauern anlockte und sich eine allgemeine fröhliche Geschäftigkeit breit machte. Doch erneut ich hatte nicht viel Zeit, mich an dem neuen Erblühen von Kent zu erfreuen, denn wieder einmal erschien ein Bote in Canterbury, dieses Mal jedoch in Begleitung eines weiteren, reiterlosen Pferdes. Beschützer Cerdic, du hast dich sofort nach Wessex zu begeben, du wirst dort das Kommando über das Heer "Pride of Albion" übernehmen. So lauten die Befehle unseres Regenten Domnall von Tynwald. Er übergab mir das Leder mit den Anweisungen. Der Regent erwartet, dass du mich umgehend begleitest. So überrascht, dass ich den Inhalt dieser Worte kaum erfassen konnte, besprach ich mich noch kurz mit meinem Verwalter, der jedoch auch so schon oft bewiesen hatte, dass er sein Handwerk verstand und dem ich blind vertrauen konnte, dann saß ich auf und kehrte Kent den Rücken. Es sollte für eine lange Zeit sein.

In Wessex angekommen, war das Heer bereits vollständig angetreten, Domnall begrüßte mich bereits vor dem Tor zur Feste mit ausgebreiteten Armen und diesem für ihn typischen Grinsen, das mir immer noch stets aufs neue einen kalten Schauer über den Rücken laufen und zugleich in mir den Wunsch aufkommen ließ, sein Gesicht mit dem scharfen Feuerstein, den ich seit jenen Tagen noch immer bei mir trug, in Stücke zu schneiden. Willkommen, Beschützer Cerdic, Heerführer der "Pride of Albion". Hier ist deine Truppe. Wir traten in den Burghof. Ich hatte den Abschaum Britanniens erwartet, doch Domnall hatte eine weitere Überraschung für mich parat. Als ich die Reihen abschritt, blickte in die Gesichter von erfahrenen und stolzen Kriegern ... und Freunden. Axylles begrüßte mich mit seinem offenen Lachen, Nefast, der ruhige Hüne, nickte mir anerkennend zu und wulff schlug respektvoll seine Waffe gegen den Schild. Sie alle waren erfahrener als ich, dennoch sollte ich sie nun führen. Was ging in Domnall vor? Welche Demütigung würde als nächstes kommen? Er kam auf direkt auf mich zu. So, genug Wiedersehensfreude. Ihr, er wandte sich an die Krieger, machte euch an die Arbeit und du, er drehte sich wieder zu mir um, kommst mit - Lagebesprechung. Stumm noch vor Verwunderung folge ich dem Regenten.
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Domnall of Tynwald

Briten
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graphgraph
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Re:Von blindem Eifer und anderen Tugenden      01.08.2011 00:51:43 --- 9 Monate, 3 Wochen her  
Cerdic hatte es also durchschaut. Der Domnall treue Adjutant, ließ sein Leben. Wie er starb wußte Domnall nicht, doch der Regent ahnte es. Cerdic war sicher recht ungestüm, als er erfahren hatte das die Aufgaben nicht so schnell erfüllt worden waren, wie er es sich vorgestellt hatte. Der britische Regent schickte einen Beobachter, der heraus finden sollte, auf welche Weise der Adjutant den Weg alles Irdischen gegangen war. Der Beobachter, ein ehemaliger Räuber aus Kent, der sich Domnall bei einem Angriff ergab und seine rechte Hand verlor, ob des Diebstahls, kannte sich gut aus und erfuhr schnell, wie der Adjutant sein Ende fand. Als er dies Domnall berichtet hatte, grinste dieser nun. Die Wut wird ihn wohl langsam in Fehler treiben! Er flüsterte leise. Dann sagte er lauter. Last mich allein.

Wie kann ich ihn noch weiter reizen? Er ging im Saal auf und ab. Wie nur, könnte ich ihn noch mehr prüfen? Dann sah er aus dem Fenster und sah seine Krieger. Heerführer! Dann muss er Kent verlassen! Und ist ganz in meiner Nähe! Dann brauche ich keine Boten oder Adjutanten! Die wachsen ja auch nicht auf den Bäumen! Er schickte sofort die Nachricht nach Kent. Und prompt folgte Cerdic seinem Befehl. Auf der Burg zeigte der Regent ihm SEIN Heer, und er schien alle freundlich begrüßen zu wollen. Nur Domnall selbst schien nicht dazu zugehören! Mit einem kurzen Befehl sollte Cerdic ihm folgen, was er auch tat. In einem Zelt vor der Burg hatte man Karten auf einem Tisch ausgebreitet. Domnall war sich der Lage bewusst. Inzwischen hatten sich die Vorzeichen geändert. Fremde Heere wurden angekündigt. Zwar nicht offiziell, doch sie waren da. Der Regent hatte es anders geplant, doch nun wurde aus der Probe Realität.

Domnall zeigte Cerdic auf der Karte, wo sich die Heere der Gegner befanden. Er erklärte ihm offen was er von ihm erwartete! Cerdic sollte die Gegner aufhalten. Domnall würde sie begleiten, doch er, der Heerführer, würde die Bürde der Entscheidungen tragen! Der junge Mann könnte sich einen Hauptmann wählen, mit dem er sich beraten könnte. Aber Domnall würde nur eingreifen wenn es absolut nötig wäre. Cerdic nickte. Auch ihm war klar, nachdem die Größe der Gegner klar war, das sie sie nur mit sehr viel Glück besiegen könnten. Cerdic begann sofort die ersten Befehle zu brüllen. Domnall begab sich zu seinem Pferd und ritt im Heer kurz hinter Cerdic her. Er beobachtete ihn genau. An dem Tag, an dem das Heer den ersten Feindkontakt haben würde, ließ der Heerführer sie noch einmal ausruhen. Er überlegte wohl wie es am besten war, sich dem Gegner zu stellen. Er entschied sich für eine gute Taktik. Das Heer stellte sich den Feinden in den Weg. Die Schlacht war kurz, aber das Ergebnis freute Domnall trotzdem. Sie hatten den Gegner aufgehalten. Die Heere der Gegner stoppten und schlugen ein Lager auf. Die Briten taten es ihnen gleich. Sie machten dreimal so viele Feuer wie sie benötigten. Das ließ sie größer erscheinen.

In den nächsten Tagen versuchten die Gegner den Briten ein Falle zu stellen, doch stets waren sie ihnen einen Schritt voraus. Ihre Kompaktheit war ihr Vorteil. Sie waren schneller und wendiger. Und vor allem kannten sie sich in der Gegend aus. Cerdic und SEIN Heer schafften es dadurch sie Wochenlang zu beschäftigen. Aber irgendwann trafen die Heere doch wieder aufeinander und Cerdic befahl den Rückzug zur Burg. Domnall war diese Entscheidung recht! Er hätte genauso gehandelt. Auf der Burg erhielten sie Botschaft von den Gälen. Ihre Ländereien seien geplündert worden, aber nicht von den Gegnern denen die Briten gegenüber standen. Es waren wohl andere Heere gewesen. Sie wollten die anderen Heere stellen. Eine Streitmacht der Inseln sollten sich vereinen und zum Gegenschlag ausholen. Eiligst wurden die Krieger versorgt und sie gingen wieder auf Reise.


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