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THEMA: Schatten im Blut
 
Feodor

Briten
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graphgraph
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Schatten im Blut      25.06.2011 20:55:41 --- 11 Monate her  
Twer

Feodor stand unschlüssig vor der Taverne. Schummrig floss das Licht durch schlecht geputzte Fenster auf die dunkle Straße. Er fasste sich ein Herz und öffnete die Tür. Fast das ganze Volk war anwesend und wollte den Abend gemütlich ausklingen lassen. Der junge Krieger schlüpfte flink in den Schankraum und schlich mit gesenktem Blick zum Tresen. Die begrüßenden Zurufe einiger Krieger tat er mit einem Wink in deren Richtung ab. Die Bedienung hinter dem Schanktisch schenkte ihm ein vielsagendes Lächeln. Halbherzig erwiderte er dieses. Nein, ihm war nicht nach der lustigen Gesellschaft. Er bestellte sich einen Krug Met, zwinkerte der jungen Frau noch einmal zu und schlenderte wieder in sein Quartier.

Was war nur mit ihm los? Seit einigen Tagen ging es ihm schlecht und er konnte die Ursache nicht bestimmen. Feodor nahm sich einen Becher und füllte ihn mit Met. Den Krug stellte er auf die Kiste hinter seinem Bett und setzte sich an die Wand. Mit einem Zug schüttete er den Honigwein seine dürstende Kehle hinunter. Wann hatte das noch gleich angefangen? Es konnte nur an jenem Tag gewesen sein. Er hatte mit Dardanos, seinem Mentor, trainiert, als eine junge Frau dazu kam und sie beobachtete. Feodor hatte damals schon ein mulmiges Gefühl. Seit diesem Tag fühlte er sich von ihr verfolgt. In der Taverne von Twer suchte sie rege seine Aufmerksamkeit. Auch noch nachdem er verdeutlicht hatte, dass er kein Interesse hatte. Nun hatte Dardanos sie geehelicht und das mulmige Gefühl wollte und wollte nicht weichen. War er eifersüchtig? Er grübelte kurz. Nein, sie wollte, dass er ihr Geschenke machte und sich für sie schlug…mit Cabiros. Feodor verstand nicht, warum er den armen alten Mann verprügeln sollte. Sie wusste doch wie gut er war, sie hatte ihn oft genug beobachtet…egal. Gierig stürzte er einen weiteren Becher Met hinunter.

Aber was sollte er machen? Nun auch diese Frage stellte sich nicht mehr. Er wusste was er tun musste. Aber er wusste auch, dass Dardanos das nicht gutheißen würde. Darauf konnte er nun aber keine Rücksicht mehr nehmen. Feodor wollte dabei nicht länger zusehen.

Schließlich klopfte es an der Tür. Misstrauisch öffnete er. Sorja, die Bedienung aus der Taverne stand vor ihm und grinste ihn frech an. Müde entgegnete Feodor den Blick. Sie legte ihm eine Hand auf die Brust und schob ihn ins Innere seiner Stube. Krachend viel die Tür ins Schloss.


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Feodor

Briten
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Re:Schatten im Blut      05.07.2011 23:56:22 --- 10 Monate, 3 Wochen her  
Kymen

Erleichtert lehnte Feodor an der Tür zum Arbeitszimmer seines Clanoberhauptes und atmete befreit aus. Das war leichter als erwartet. Nun galt es die nächsten Tage und Wochen die letzten Vorbereitungen zu treffen und er konnte seinen Plan in die Tat umsetzen. Aber für heute war es erst Mal genug. Übers Knie durfte er jetzt nichts brechen. Beruhigt schlenderte er zur Taverne. In dieser frühabendlichen Stunde war die Gesellschaft nicht sonderlich groß. Die hübsche Wirtstochter war nicht hinter dem Tresen, so bestellte er seinen Krug Met beim alten Wirt persönlich.

Zurück in seinem Quartier, versetzte Feodor den Honigwein mit einigen Kräutern. Rasch legte er ein Leinentuch zusammen, packte es über der Öffnung des Kruges und beschwerte es mit einem Brett. Schließlich setzte er sich müde auf sein Lager und lehnte sich an die Wand. Mit geschlossenen Augen legte er den Kopf in den Nacken. Augenblicklich döste er ein.

Nebel. Vorsichtig tastete er sich in den Nebel. Nichts. „Hab acht“, flüsterte eine geschmeidige Frauenstimme. Doch der Ruf des Kriegers verhallte stumm. Plötzlich trat Pharaisa an seine Seite. Grimmig zog Feodor die Augenbrauen zusammen und…

…öffnete die Augen. Ein mulmiges Gefühl breitete sich in seinem Bauch aus. „Bitte nicht“, murmelte er. Schwerfällig erhob er sich und nahm sich von dem Met, goss sich den Becher in einem Schwung in die Kehle und füllte den Becher erneut. Nach kurzem Grübeln leerte er auch den zweiten Becher. Er würde heute früher zu Bett gehen. In den nächsten Tagen konnte er seinen Plan in die Tat umsetzen. Zufrieden legte er sich nieder und schlief ein.

Feodor stand auf einer Lichtung einem Wald mit riesigen Nadelbäumen. Gedämpft konnte er das Rasseln von Waffen und Gebrumme von tiefen Männerstimmen vernehmen. Vor ihm schimmerte ein unnatürliches Licht durch die Bäume. Vorsichtig schritt er darauf zu. Auf einem Baumstumpf saß eine wunderschöne Frau. In Händen hielt sie einen ledernen Beutel und fingerte darin herum. Ihr Kleid war strahlend blau. Feodor hatte das Gefühl, als ginge das Leuchten von jenem Kleid aus. Die langen blonden Haare waren zu einem Zopf geflochten, der auf ihrer Brust ruhte. Sie blickte ihm direkt in die Augen und mit zarter Stimme flüsterte sie: „Hab acht.“
Augenblicklich erschien Pharaisa neben ihm. Erneut zog er die Augenbrauen zusammen, schlief jedoch weiter, einen traumlosen Schlaf.

Einige Tage später, erwachte Feodor früher als sonst. Heute war der Tag. Eilig klaubte er die wichtigsten Sachen in einem Bündel zusammen und eilte aus der Tür. Er musste sich wenigstens von Artreju verabschieden.


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Artreju

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Re:Schatten im Blut      06.07.2011 01:31:25 --- 10 Monate, 3 Wochen her  
Artreju war nicht sonderlich erbaut über diesen Krieger der Mehr denn Weibern nachstellte als das es ihm gut wahr, vor allem der Kampf im Volke um die neue Schönheit welche geboren war aus denn Reihen der Fenni schien eine unbeschreibliche Anziehungskraft zu haben für denn Jungen Krieger, dennoch wussten alle Krieger und Kriegerinnen um die Ehre des Bandes in das sie sich eingelassen hatten, Ein Band des Stolzes und der Freiheit, Ein Band an dem wenn der Mann nicht mehr Zurückkam die Frau ihm folgen sollte noch am selben Tage.

„Feodor ....wird uns noch viel sorgen bereiten, eigentlich ...sollte ich denn Jungen Erfolgreichen Heerführer auf die Probe Schicken“

Die anderen Krieger lachten und genossen einen Schluck Wein ehe einer der Mannen sprach „Schick ihn Fort mit Dardanos Frau....“ Hämisches Gelächter unterbrach die stille für einen Augenblick als alle los brüllten „ Jaaaaa...Dann weiss er was es heisst mal einige Wochen alleine zu sein und doch das Angesicht einer Hübschen Frau zu geniessen

Artreju Schmunzelte und schalt seine Krieger in selben Atemzug „Ohh Ihrr Barbarennnnnnnnn" Prustent nahm er denn Wein ein als ein Krieger namens Feodor vor ihm Stand ......


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Feodor

Briten
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Re:Schatten im Blut      07.07.2011 10:25:24 --- 10 Monate, 3 Wochen her  
Grimmig schaute Feodor seinem Clanoberhaupt in die Augen.
„Ich soll Pharaisa mitnehmen?“ fragte er unsicher.
Artreju nickte knapp und konnte sich ein Schmunzeln kaum verkneifen.
„Willst du sie los werden?“ fragte er nun etwas ruhiger.
Artreju hob fragend eine Augenbraue.
„Ich werde sie verschwinden lassen, wenn sie mich provoziert.“
Wissend schüttelte der Häuptling den Kopf und kicherte in sich hinein.
„Verdammt“, in gespieltem Zorn senkte der junge Krieger den Kopf. Das Lachen der anderen wurde immer lauter und Feodor wurde sich deren Anwesenheit bewusst.
„Ich hoffe du weißt“, setzte er grimmig an. „Dass jemand mich verschwinden lässt, wenn Isa auch nur mit einem Kratzer wieder kommt.“
Artreju entblößte grinsend die Zähne und nickte überbetont. Einer der Krieger im Hintergrund fiel lachend von der Bank.
Unverständlich brummte Feodor etwas in seinen stoppeligen Bart. Schließlich nickte er und verließ die nun hemmungslos lachende Runde. Auch mit geschlossener Tür konnte er sie noch lange hören.

Für einen Moment war er versucht, die Beine in die Hand zu nehmen und zu verschwinden.
„Verdammt“, fluchte er. Wie aus dem Nichts stand Pharaisa vor ihm und grinste ihn schelmisch an. Ein kleines Bündel mit den wichtigsten Habseligkeiten hatte sie bereits geschultert. Mit einem Nicken wies er ihr die Richtung.


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Pharaisa

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Re:Schatten im Blut      07.07.2011 17:48:48 --- 10 Monate, 3 Wochen her  
Pharaisa ging durchs Lager und machte sich Gedanken über die bevorstehende Reise mit Feodor.
Atreju hatte dies angeordnet. Isa wusste nicht ob er sie nun mit der Reise belohnen wollte, bestrafen für ihre Aufmüpfigkeiten in letzter Zeit oder wollte er sie nur aus dem Weg haben, weil Dardanos sonst zu abgelenkt wirkte?

Pharaisa selbst glaubte ja eher, das sie eine Bereicherung für das Volk war. Gut, es mochte ja sein, das sie viel redete, aber es hatte auch keiner gesagt, dass sie still sein sollte.
Hmm, vielleicht lag es aber auch an Wirren um ihre Hochzeit. Damals hatten gleich zwei Krieger um sie geworben, der eine mit schönen Sachen und der andere mit Poesie. Wo sie so darüber nachdachte, die Sachen waren aber auch schön. Sie schmunzelte vor sich hin.
Andererseits waren die kleinen Aufmerksamkeiten von Feodor auch nicht so schlecht gewesen.’ Dachte sie mit den Schultern zuckend. Am Ende hatte sie sich ja für Dardanos entschieden, einen erfahren, aber auch impulsiven Krieger. Jetzt war Isa schwanger und wollte noch ein wenig von der kleinen Welt sehen in der sie lebte.
Und da war sie, die Gelegenheit. Wenn das Kleine erst auf der Welt war, hatte sie diese Gelegenheit vielleicht nicht mehr.
Aber mit Feodor ? Er machte sie wahnsinnig. Ständig provozierte er sie mit seinen spitzen Bemerkungen. Und wer war sie, das sie sich das gefallen ließ .

Sie ging zu ihrer Unterkunft und packte ein kleines Bündel mit dem Nötigsten zusammen. Kurz stellte sie sich an den Eingang und schaute ob sich jemand näherte. ‚Keiner in Sichtweite’ dachte sie erleichtert und ging zu der kleinen Nische mit Dardanos Waffen. Die zwei kleinen Messer mit dem Perlmuttknauf. ‚Das ist es’. Sie nahm eines und band es an ihrem Unterschenkel fest. Das andere versteckte sie an ihrem Rücken unter ihren Sachen.

Sie trat heraus und traf auf Feodor, der wutschnaubend den Weg entlang ging. Isa stellte sich grinsend in den Weg und ging dann immer noch grinsend in die Richtung, die Feodor ihr wies. ‚Das wird interessant’, dachte sie und schaute noch ein letztes Mal zum Lager zurück.


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Artreju

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Re:Schatten im Blut      09.07.2011 16:22:51 --- 10 Monate, 2 Wochen her  
Artreju stand an einem der Pferdelager als ein Mann Schnaubend das Lager verliess und Pharaisa ihm folgte. Innerlich grinste Artreju, Sie wahren schon ein Verrückter Haufen die Krieger die sich inzwischen versammelt hatten im Volk der Fenni doch auch Stolz waren sie allen Entbehrungen zum Trotz noch immer bei ihm geblieben welches sicherlich nicht nur ihn freute sondern auch die anderen Krieger und Kriegerischen Frauen, doch es gab noch viel Arbeit und Artreju wusste das er Dardanos nun brauchte als Heerführer, er hoffte der Weggang von Pharaisa für einige zeit würde ihn nicht zu sehr ablenkten, Schliesslich hatte Artreju andere Ziele inzwischen gefunden.

Und diese mussten geplant werden

„viel Glück und eine Gute Reise Wünsche ich euch“ reif noch Artreju als er sich auch schon wieder in denn Sattel schwang um ein kleines Heer entgegengesetzt der Richtung zu führen wohin die beiden reisten.

„einen Späher zu mir“ Schon war Artreju wieder der Anführer des Volkes „beobachtet die beiden, ich will nur wissen wenn sie ihn Gefahr geraten, vor allem hier in der Nähe unserer....“wie soll ich sagen dachte Artreju für einen Moment „....freundlichen Nachbarn, ist es wichtig. Halte dich nur so in der Nähe auf das du immer eine Tagesreise hinter ihnen bleibst. Das reicht.“ Damit entliess er denn Späher welcher somit zeit hatte noch sich bei seiner Familie zu verabschieden


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Pharaisa

Briten
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Re:Schatten im Blut      10.07.2011 19:09:51 --- 10 Monate, 2 Wochen her  
Irgendwo in Mikkelin

Als Feodor plötzlich stehen blieb, krachte Pharaisa von hinten in ihn rein.
„Pass doch auf, du Tolter“ fluchte er. Sie überlegte kurz was ein Tolter sein möge und beschloss das es was Nettes war.
Isa versuchte um ihn herum zu schauen um raus zu finden warum er stehen blieb. „Na hoppla, Wer sind die denn?“ Sie deutete in die Ferne zu den Rauchschwaden.
Feodor verdrehte die Augen und sagte gelangweilt.„Sami. Die leben jetzt hier.“
„Und woher soll ich das wissen, du redest ja nie mit mir“ piesackte sie weiter.
Sie wunderte sich, warum sich Feodor so aufmerksam umschaute „Was wollen wir hier? Bleiben wir hier? Haben die einen Markt? Hab ich Zeit mir etwas auf dem Markt zu kaufen?“ Die Fragen prasselten auf Feodor ein und sie konnte sehen wie diese eine Ader an seiner Stirn anfing zu pochen.
Grinsend ging sie einen Schritt zurück und beobachtete ob sie wohl platzen würde.
Lauernd folgte er ihr mit den Augen und Isa machte sich bereit, die Beine in die Hand zu nehmen.


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Zeus der Gerechte

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Re:Schatten im Blut      10.07.2011 20:15:04 --- 10 Monate, 2 Wochen her  
Im Heerlager der Sami auf Mikkelineus saß gedankenversunken am Feuer und schaute erst auf, als eine der Wachen ihn Ansprach.
Fremde?
Schon wieder?

"Aus welcher Richtung kommen sie oder tragen sie ein Banner, welches sie identifiziert?"

Die Wache schüttelte den Kopf.

"Nein, aber sie scheinen aus dem Osten zu kommen."

"Fenni" murmelte Zeus, doch die Wache verstand und nickte.

"Sollen wir sie aufhalten?"

"Nein! Du sagtest es sind zwei. Sie werden uns nicht schaden können, also lass sie kommen. Ich bin gespannt was sie wollen."

Die Wache nickte und bezog wieder Stellung.
Zeus jedoch stand auf und ging zu seinem Freund Apollon.
Wenn schon Fenni zu ihnen kommen, dann sollten sie auch direkt Artreju's Sohn mit sich nehmen, sollten sie wieder gehen.


... und wenn ihr dann in vielen Jahren sterbend in eurem Bett liegt, wärt ihr dann nicht bereit jede Stunde einzutauschen von heute bis auf jenen Tag, um einmal nur, ein einziges Mal nur wieder hier stehen zu dürfen, um unseren Feinden zuzurufen: "Ja sie mögen uns das Leben nehmen, aber niemals nehmen sie uns - UNSERE FREIHEIT!!!"
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Feodor

Briten
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Re:Schatten im Blut      11.07.2011 12:06:04 --- 10 Monate, 2 Wochen her  
Ein Wald irgendwo bei Mikkelin

„Wir haben uns verlaufen“, sagte Feodor wütend.
„Nein“, entgegnete Pharaisa trotzig. „Gleich hinter dem Hügel sind wir im Heerlager der Sami. Du hast den Jäger doch gehört.“
„Ja, und er sagte wir sollen durch den kleinen Birkenhain und uns südlich halten.“
„Wir sollten nördlich daran vorbei.“
Feodor umfasste den Griff seines Jagddolches.
„Das hier ist deine Reise“, sagte sie unschuldig. „Du hättest nicht auf mich hören müssen.“
„Du bist doch einfach losgelaufen“, protestierte der junge Krieger. „Artreju sagte ich soll dich nicht verlieren.“
„Dann starr mir nicht auf den Hintern und pass auf mich auf.“
Lautlos glitt das Messer aus der ledernen Scheide. Er steckte den hölzernen Griff in den Mund und biss so kräftig er nur konnte zu.
„Der Birkenhain liegt bereits seit vielen Schritten hinter uns“, presste er mühsam hervor.
In der Nähe konnte er einen kleinen Bach plätschern hören. „Wir rasten“, sagte er knapp und wieder etwas ruhiger.
Wortlos ließ Pharaisa ihr Bündel fallen und bereitete eine Feuerstelle vor. Feodor sammelte schnell einige Zweige um das Feuer zu entfachen. Schichtete es neben dem Erdloch und durchstreifte das Unterholz nach größeren Zweigen und Ästen. Auch diese lagerte er an der Brandstätte. Jetzt griff er sich die Wasserschläuche und suchte den Bach.

Vorsichtig beugte sich Feodor zum Wasser und füllte die lederne Blase. Als er den letzten verkorkte, spürte er, dass er nicht allein war. Lauernd sah er sich um. An einem umgestürzten Baum kauerte eine blonde Frau und wühlte im Unterholz eines Busches.
„Brauchst du Hilfe? Kann ich dir helfen?“ fragte er vorsichtig. Erschrocken fuhr die junge Frau herum und starrte ihn verwundert an. Abwehrend hob Feodor die Hände, da sie noch immer ihr Kräutermesser in der Faust hielt. Die Samin ließ ihr Messer schnell in die Lederhülle gleiten und lächelte ihn aufmunternd an. In ihrer Linken sah er einen Beutel. Dies musste die Schamanin aus seinem Traum sein. Er schätzte, dass sie von den Sami war. Vorsichtig legte er die Wasserbehälter ab und nestelte unter den aufmerksamen Augen der Kräuterfrau an seinem Gürtel herum. Schließlich löste er seinen Kräuterbeutel, zeigte ihn seiner Gegenüber und warf ihn ihr hin. Der junge Krieger nahm die Hände herunter und ging langsam auf sie zu. Mit ihren tiefblauen Augen blickte sie in seine eisblauen.

Wild und ungestüm bahnten sich ihre Körper einen Weg durch das Unterholz. Die Berührungen waren zärtlich bis hart, ja sogar schmerzhaft. Die samische Schamanin, stöhnte leise auf. Ein Ast hatte ihr Schmerzen verursacht und trieb ihr Tränen in die Augen. Sanft strich Feodor über die schmerzende Stelle. Schwer und geräuschvoll atmend drangen sie weiter vor. Schweiß perlte von ihren bebenden Körpern. Und endlich, endlich hatten sie das Ende des Dickichts erreicht. Beide strichen ihre Kleider glatt, klopften den Staub ab und sammelten Hölzer aus Stoff und Haaren. Mit roten Wangen lächelte sie ihn schüchtern an, bedankte sich und zog ihrer Wege.

Feodor wusste nicht, wie viele Stunden er verloren hatte. Blutrot schimmerte die Abendsonne durch die engstehenden Bäume. Eilig griff er nach seinen Wasserschläuchen und hastete zum Lager und Pharaisa zurück. Ihre Frage wo er die Zeit über war ließ er unbeantwortet. Ihre kesse Bemerkung über seine Kleidung und sein Aussehen ebenfalls unkommentiert.
Wortlos gab er ihr zwei Wasserschläuche und kramte sein Proviant hervor. Mürrisch in Gedanken verloren kaute er auf einem Stück getrocknetem Fisch herum. Pharaisa plapperte in einem Fluss. Der fennische Krieger lauschte ihr nicht. Blickte nur ab und an zu ihr auf.

Das Feuer in dem Erdloch prasselte munter und tauchte die nahe Umgebung in ein tanzendes Zwielicht. Feodor lag auf seinem Lager und versuchte die Sterne durch die Baumkronen zu sehen. Obwohl es langsam kälter wurde, hatte er keine Decke über sich geworfen. Er hatte sie nicht kommen hören und unvermittelt setzte sich Pharaisa auf seinen Schoß. Der junge Krieger wollte sich aufrichten und etwas erwidern, doch die blonde Schöne legte eine Hand auf seine Brust, drückte ihn auf sein Lager und einen Finger der anderen auf seinen trockenen Mund. Unvermittelt presste sie ihre zarten Lippen auf die seinen. Nachdem sie sich von ihm gelöst hatte, zog sie ihr Hemd mit einer fließenden Bewegung aus. Tanzende Schatten liebkosten ihre weiße Haut.

Plötzlich schrak Feodor auf. Nichts. Pharaisa lag noch immer auf ihrem Lager, den Rücken zu ihm gewandt, die blonden Haare zusammengebunden. Ärgerlich zog er die Augenbrauen zusammen und stieß ein missmutiges Knurren aus.
„Gullveig“, flüsterte er mit merkwürdigem Unterton, der mehr Respekt als Abneigung widerspiegelte.


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Letzte Änderung: 2011/07/12 22:16 von Mordecai Empe Ben Dajag. Grund: asu Spielerin einen NSC gemacht
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Pharaisa

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Re:Schatten im Blut      15.07.2011 23:59:59 --- 10 Monate, 1 Woche her  
„Bist du von allen guten Geistern verlassen?“ Pharaisa grinste in sich hinein, als sie Feodor fluchen hörte. ‚Mal sehen, ob ich ihn nicht doch noch zum platzen bekommen’ dachte sie sich.
„Ich konnte doch nicht ahnen, dass du die Felle zum Handeln wolltest. Mir war eben kalt und ich brauchte was zum anziehen. Rede einfach mit mir, wirst mich doch eh nicht los. Nun sag schon, ich sehe doch gut aus, oder?“ Sie drehte sich vor ihm hin und her und ihre langen blonden Haare peitschten durch den aufkommenden Wind.
Pharaisa konnte sehen, wie sein Unterkiefer immer angespannter wurde und die Ader an seiner Stirn wieder anschwoll. Sie trat vorsichtig ein paar Schritte zurück und legte unauffällig eine Hand unter ihren Fellumhang auf den Messerknauf an ihrem Rücken.

In den letzten Tagen schien er eigentlich nur noch vor sich hin zu brüten oder mit ihr zu schimpfen. Sie konnte ihn immer noch nicht so richtig einschätzen. Aber es reizte sie enorm, ihn zu provozieren. Über das warum weigerte sie sich aber beharrlich nachzudenken.


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