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Re:Ligurien an seine "neuen" Nachbarn 19.08.2011 11:01:07 --- 9 Monate, 1 Woche her
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Segimer erhielt das Antwortschreiben von Camulos und war stutzig ... "geflüchtet? ich? wie kann er nur so etwas behaupten?"
So begann er einen erneuten Brief an den ligurischen Machthaber zu schreiben...
QUOTE:
Werter Camulos,
Es enttäuscht mich dass ihr mich und damit mein Haus mit diesen harten Worten angreift.
Ihr habt anscheinend nie in Erfahrung bringen können was mich einst davon abhielt in Etrurien zu bleiben.
Ich segelte damals mit Ronius Primus nach Süden um seine Position in Rom zu stärken vor der italischen Küste und bis nach Karthago.
Dieser Zug hatte den Sinn dass die garstige selbsternannte Königin Roms, Helena, nicht an Macht gewinnt. Hätten wir Erfolg gehabt wäre es auch nie zu einem Angriff auf Euer Reich gekommen, da das Gens Ronii seine Prioritäten im süden und Osten Roms sah.
Ich war nie Euer Feind, was mich zu der Frage bringt, warum Ihr mich als Flüchtling tituliert was mich glauben lässt ihr haltet mich für einen Feigling.
Die Etrusker erhielten damals meine Zusage dass ich zurückkehre sowie die Situation zu
Gunsten der Ronii umschlägt und Helena gestürzt ist.
Aber als ich wieder italischen Boden betrat zogen Etrusker zu tausenden mit Handkarren und Wagen in alle Himmelsrichtungen, was hätte ich für eine Zukunft in einem Volk gehabt, dessen Bürger davonlaufen, sollte ich nach Etrurien gehen und feststellen dass ich alleine bin? So habe ich dem damaligen Lucumo geschrieben und ihm mitgeteilt, dass ich in Rom versuchen werde das Gens Ronii als Ronius' Adoptivsohn zu vertreten und damit seine Politik auch in seiner Abwesenheit zu führen.
Fragt die ehemaligen Etrusker in Eurem Volk warum sie Etrurien verließen, in Scharen, dies nahm mir die Möglichkeit in Etrurien einen Neuanfang zu machen, nicht der Unwillen zurückzukehren.
Mögen Euch die Götter gewogen sein,
Segimer,
Militärkonsul Roms
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Re:Ligurien an seine "neuen" Nachbarn 19.08.2011 11:28:00 --- 9 Monate, 1 Woche her
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Während Camulos sorgfältig den Hasen auf dem Feuer drehte, lauschte er der etruskischen Außenministerin. Es fiel ihm schwer keine Miene zu verziehen, bei dem, was er sich dort anhören musste.
Als Tarja geendet hatte, schwieg er ein Weilchen, kraulte sich den Bart und begann dann zu sprechen.
Werte Tarja, mir scheint hier liegt einiges im argen und scheint in einer Mischung aus Missverständnissen und eurem ungestümen Tatendrang im falschen Licht zu erstehen.
Ich komme nicht umhin zwischen eurem wortgewandten Mut und dem darin enthaltenen Wahnsinn nicht wenigstens respektvoll die Augenbrauen hoch zu ziehen. Doch guckt euch an, ihr, fast noch ein Kind, wollt mit eurem kleinen Volk unbedingt an unseren Grenzen siedeln, notfalls wie ihr sagt auch gegen unseren Willen, doch was könntet ihr dagegen unternehmen? Wollt ihr euer Volk wegen eures Starrsinns in den sicheren Untergang führen?
Gegen eine Besiedlung haben wir Ligurer generell keine Einwände, auch wenn wir noch bis vor kurzem mit den freien Stämmen dieser Region gemeinsam gegen die Legionen Roms kämpften, doch verrieten mir viele, dass sie sich die Zeiten der alten Etrusker zurückwünschen.
Doch eure Einstellung bezüglich der Reiseerlaubnis ist für uns nicht hinnehmbar und wenn ihr auf diesem Standpunkt beharrt, so wird es Krieg geben zwischen Ligurien und Etrurien, das kann ich euch versichern.
Ein letztes Mal drehte er den Hasen und nahm einen Schluck aus seinem Krug.
Um es deutlich zu sagen, die Ligurer würden der Besiedlung der ehemaligen Etruskergebiete unter folgender Bedingung zustimmen:
Sollte von etruskischem Boden ein Angriff auf Ligurien, ob durch fehlgeleitete Etrusker oder ein sonstiges Volk stattfinden, werden wir nicht eher ruhen, bis alle Spuren eurer Kultur und eures Schaffens vernichtet wurden. Wenn ihr sagt, ihr wollte eine „nette“ Nachbarschaft, so kann ich wohl von meinen Nachbarn erwarten, dass sie unsere Grenzen soweit achten, dass sie weder aus niederen Anlässen noch für Silber den Feind auf unser Gebiet lassen.
Unter diesen Bedingungen könnte ich den Metkrug auf unsere Nachbarschaft erheben, anderenfalls wird das Schwert das beste Mittel der Verständigung sein.
Nun Tarja Sabinaris, etruskische Außenministerin, es liegt an euch. Wollt ihr auf Biegen und Brechen eure Ansprüche durchsetzen oder liegt euch wirklich an einer guten Nachbarschaft?
Bevor Tarja antworten konnte, kam eine Botin aus Verona mit einem Schreiben für Camulos. Der erblickte schon von weitem das römische Siegel auf dem Brief und legte den Brief ungeöffnet zur Seite. Tarja blickte ihn fragend an.
Das ist ein Schreiben von geringer Wichtigkeit, es wäre unhöflich unser Gespräch dafür zu unterbrechen.
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Re:Ligurien an seine "neuen" Nachbarn 22.08.2011 23:00:25 --- 9 Monate her
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"Dann können wir ja den nachbarschaftlichen Krug erheben. Ich kann Euch zusichern, dass kein Angriff auf Ligurien von etruskischem Hoheitsgebiet erfolgen wird. Selbstverständlich gilt das nur, wenn es keine Provokation gab, die einen solchen Angriff herausfordert oder wir von eurer Seite her angegriffen wurden."
Tarja war sich nicht sicher, was er davon halten würde, ob er es als Zeichen von Schwäche interpretieren würden. Dehalb fügte sie noch etwas hinzu: "Alles was wir einen Angriff von welcher Seite auch immer entgegensetzen könnten wäre all unsere Kraft und der Mut der Verzweiflung." Aber Tarja kam ein noch viel vortrefflicherer Gedanke. "Was habt ihr denn zu verlieren, wenn ihr so stark seid und wir so schwach?"
Sabinerin
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Re:Ligurien an seine "neuen" Nachbarn 23.08.2011 22:59:23 --- 9 Monate her
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Die einzige Provokation kann ein Angriff darstellen und solltet ihr diese unsere eine Forderung erfüllen solltet ihr mit keinem Angriff unsererseits zu rechnen haben. Sollte sich eure Bindung zu Rom als stärker als bisher von euch dargestellt herausstellen, müssen wir an unseren Lagerfeuern über eine neue Auslegung dieses Gespräches ratschlagen. Doch soll der Beschluss vorerst die heute beginnende friedliche Nachbarschaft besiegeln.
Er erhob seinen Becher und stieß mit ihr an, ohne auf ihren letzten Einwurf zu reagieren.
So soll es sein, ich hoffe, wir werden nicht zu bald wieder aus einem solchen Anlass zusammenkommen müssen, raunte Camulos ihr zu.
Dann stand er auf, packte seine Sachen zusammen, sattelte sein Pferd und verabschiedete sich mit einem Gruß von der Etruskerin.
Kaum eine Stunde war er durch den Wald in Richtung Savoie geritten da kam ihm ein Bote aus südlicher Richtung entgegen. Es war ein Ligurer.
Camulos, gut dass ich dich treffe. Mephisto, den ihr mit den Kriegern in Liguri zurückgelassen habt schickt mich. Die Etrusker greifen an. Ein Heer von ihnen wurde in der Gegend von Appennino gesichtet, unweit der Dörfer, die uns im Kampf gegen die Legionen unterstützen und in unmittelbarer Nähe zu unseren Siedlungen.
Das kann nicht sein, ich habe erst vor einer Stunde mit der etruskischen Außenministerin verhandelt und dort die Bedingungen für eine Besiedlung dieser Gebiete in unserer Nähe besprochen. Bei deinem Reiseweg müssen die Truppen sich schon vorher in Bewegung gesetzt haben.
Ich soll euch ausrichten, dass unsere Krieger zum Angriff übergehen. Fast alle sind noch jung an Jahren, denn die Veteranen befinden sich für die kommenden Spiele in Savoie, doch sind sie begierig ihren Mut in der Schlacht zu zeigen.
Naja, aufhalte kann ich sie nun nicht mehr. Sollen sie sich ein wenig die Hörner abstoßen oder ein paar Etrusker zur Strecke bringen. Je weniger von diesem komischen Volk in unserer Nähe sind, desto besser für uns. Ich bin gespannt ob diese Tarja mit ihrer ungezogenen Art dafür wieder einen Brief schreibt.
Kehre nun zu den Truppen zurück und richte ihnen meinen Segen und mein Zuspruch aus. Mögen sie glorreich heimkehren.
Und so trennten sich die Wege der beiden Ligurer. Camulos musste doch ein wenig Grinsen. Der gute Mephisto hatte seine Befehle doch sehr deutlich verstanden. Solange sie keine andere Order oder Nachricht von den Besprechungen bekamen, war jeder Etrusker als Feind zu behandeln. Camulos war gespannt, wie sich die jungen Krieger um Mephisto schlagen würden, waren sie doch in letzter Zeit sehr strebsam. . .
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Re:Ligurien an seine "neuen" Nachbarn 24.08.2011 12:53:07 --- 9 Monate her
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Wie ein Geist war Camulos verschwunden. Den Hasen ließ er gebraten zurück. In Tarjas Augen eine weitere herabwürdigende impertinente Geste. Sie kam nicht darumherum zu denken, dass ihm ein Krieg unausweichlich schien. Tarja hatte alles getan und versucht um ihren Gast in allen Ehren zu empfangen, aber es blieb ein merkwürdiges Gespräch. Er hatte ganz offensichtlich eine vorgefertigte Meinung, oder aber eine Schweinerei war im Gange.
Tarja genoß erstmal den Hasenbraten und schleppte den Rest zurück nach Verona. Dort erhielt sie Kunde, dass Etrusker und Ligurer sich wohl in Appennino gegenüberstehen würden. "Genau das meinte ich mit Provokation", brüllte Tarja durch die Gänge der Festungsanlage. "Nimm das schnellste Pferd und ..." Tarja brach ab. "Nein. Bleib hier und ruh Dich aus. Nimm den Braten mit und teil ihn unter euch auf," trug sie ihrer Botin auf. "Es wäre jetzt sowieso zu spät und das hat dieser Hund doch mit Sicherheit schon in Kauf genommen bevor er herkam." Tarja ging an ein Fenster, welches Richtung Appennino zeigte. "Kommt ihr mir wohlbehalten Zurück meine Freunde! Die Götter mögen uns beistehen." Dann opferte sie einen goldenen Ring und einige Datteln in einem Schrein des Mars. "Bitte gib auf unsere Krieger acht." Anschließend machte sie sich auf um ihr Schwert schleifen zu lassen und ihre Rüstung zu reparieren.
Sabinerin
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Re:Ligurien an seine "neuen" Nachbarn 13.09.2011 17:23:29 --- 8 Monate, 2 Wochen her
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Über lange Umwege hatte Camulos erst kürzlich von Roms Schachzug erfahren, die Etrusker an die Leine zu nehmen.
Nun denn, dann sollen auch sie eine Chance bekommen, neu anfangen zu können. Dieses Mal frei von römischen Machtintrigen.
QUOTE: An das etruskische Herrscherhaus,
dieses Schreiben geht bewusst an den gesamten Führungsapperat des neuen etruskischen Reiches, in der Hoffnung, dass dort Einzelne zugegen seien mögen, deren Verstand hell sei.
Leider musste ich von den Machenschaften des Segimers stellvertretend für das römische Imperium erfahren. Wie mir zugetragen wurde, ereignete sich dieses fast zeitgleich zu meinen Gesprächen mit eurer jungen Außenministerin.
Stände ich vor euch, so würde mein Speichel vor Abscheu den Boden bedecken. Unser Hass gilt nicht in erster Linie eurem jungen Volke, sondern den machtversessenen Römern, was auch immer sie euch versprachen, all das dient nur ihrem eigenen Zweck. Ligurien wird euch, gewollt oder nicht gewollt von dieser Geißel befreien, aufdass ihr die souveräne Rolle in unserer Mitte einnehmen könnt, die ihr selbst von euch verlangt.
Die Anwesenheit ligurischer Krieger auf eurem Gebiet wird hoffentlich nicht von langer Dauer sein. Je eher sich Rom von euch oder ihr euch von Rom löst, desto eher habt ihr euren Frieden. Wir bitten euch nur, euch still zu verhalten und kein unschuldiges Blut zu vergießen. Wenn die Legionen Roms tot vor euch liegen, werdet ihr sehen, dass sie euch nicht beschützen können und wir euch, so wir es denn gewollt hätten, schon lange vernichtet hätten.
gezeichnet
Camulos, Herrscher der Ligurer
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