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Pax Romana 24.08.2011 19:03:31 --- 9 Monate her
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So sah er sie also wieder, Verona, die alte, die schöne Hauptstadt Etruriens.
Sie lag vor ihm in voller Pracht, doch eines war anders, diesmal war sie schutzlos, kein einziger Krieger war zu sehen und die Wachen glichen auch mehr ein paar alten Bauern mit Mistgabeln als einer Truppe die bereit ist ihre Heimat zu schützen.
Dies konnte so nicht weitergehen, schon vor vielen Jahrzehnten wussten Etrusker als auch Römer, dass beide einander brauchen, die Römer die Etrusker im Norden als starkes Bollwerk gegen die Barbaren, und umgedreht wurden die Römer gebraucht um den Etruskern den Rücken frei zu halten.
So war die italische Halbinsel sicher vor Angriffen für viele Jahre, doch nun sowas.
In Segimer wuchs der Entschluß dies zu ändern, er musste diese Provinz schützen oder sie vielmehr unter seinen Schutz zwingen, wenn sie sich sträuben sollten.
Doch er war zuversichtlich, dass sich kein wild johlender Mob erheben wird um ihn aus der Stadt zu werfen die er einst mit erbaut hat.
Im Schutz der Dunkelheit, hieß er seine Legionäre die Mauern der Befestigung zu überwinden und alle wichtigen Positionen der Stadt zu bewachen, Würdenträger, hohe Beamte sowie Hochadel und Berater sollten in ihren Häusern unter Sicherheitsarest gestellt werden, natürlich diente dies der Sicherheit der hohen Ämter und nicht der seiner Legion.
So erlangten sie dann tatsächlich auch Zutritt in die Befestigung, Segimer nahm sich eine Hand voll Legionäre und stürmte auf das Gebäude des Hohen Rates zu, dass er noch sehr gut kannte...
"Ihr zwei wartet draußen, die restlichen drei folgen mir und durchkämmen jeden Amtsraum, wer mich sucht der findet mich im Arbeitszimmer des Kriegsstrategos, dort werde ich eine Proklamation an das Volk verfassen"
"Jawohl! " schallte es wie aus einem Munde und Segimer begab sich auf den Weg in seine alte Amtsstube wo er sich in den Schemel sinken ließ und mit Papyrus und Feder, sie lagen doch tatsächlich noch am selben Platz wie damals, eine Nachricht ans Volk zusammenkritzelte.
QUOTE:
Proklamation
Alte und neue Bürger Etruriens, Herren und Damen Ratsmitglieder, sowie Lucuma und ihre Strategen,
Etrurien schwebte in hoher Gefahr daher hat sich Rom in seiner Güte und Weisheit, hier vertreten durch Segimer dem Konsul der Legionen, dazu entschlossen Eurem Reich den nötigen Schutz anzutragen und euch den Pax Romana zu bringen.
Dies sichert Euch die dauerhafte Freundschaft der Römer und stellt Euch offiziell unter Roms Schutz.
So bietet Euch Rom in seiner mildtätigen und freundlichen Art seine Hände und seine Schwerter, auf dass Etrurien auf ewig sicher ist vor dem wilden Ansturm des Barbaricum und mit Roms Hilfe schnell zu einer erneuten Blüte aufgebaut werden kann.
Euer Leben wird fortlaufen wie gehabt und Ihr braucht keine Bedenken oder Sorgen gegenüber den römischen Entsatztruppen in Verona zu haben, denn sie sind Eure Freunde.
Vorübergehend sehen wir uns jedoch gezwungen Eure Beamten sowie anwesende Mitglieder der Oberschicht in ihren Häusern unter Bewachung zu stellen, was ihrem Schutz vor den feindlichen Barbaren dienen soll.
Desweiteren teile ich hiermit mit dass Aufstände, die zum Sturz der Etrurischen Oberschicht und ihrer Beamten führen, sowie solche Barbarischen Ursprungs, Plünderungen und Proteste von nun an direkt vom römischen Militär mit aller Härte beantwortet und deren Redelsführer umgehend exekutiert werden.
Alle weiteren Details dieses neuen freundschaftlichen Verhältnisses zwischen Rom und Etrurien werdet Ihr in nächster Zeit von der örtlichen Zivil-Verwaltung erfahren.
Auf die Götter Tinia und Voltumna,
sowie auf einen ewigen Frieden zwischen den Völkern Etruriens und Roms.
gez. Segimer,
Konsul des Miltärs von Rom,
sowie ehemaliger Kriegsstrategos Etruriens und ehemaliges Mitglied des etrurischen hohen Rates
"Legionär, zu mir!"
"Jawohl, Herr Konsul!"
"Suche einen Schreiber lass dies hier vervielfältigen, verteile es in der gesamten Stadt und schicke Boten die es auf jedem Marktplatz, in jeder Taverne und in jedem Pferdestall Etruriens laut vorlesen!"
"Jawohl!"
"Ach Legionär, noch etwas ... Ich habe gehört Tarja Sabinaris verweilt in der Stadt, lasst sie suchen und bringt sie zu mir, hier her!"
Der Legionär eilte hinaus und Segimer lehnte sich in dem alten Schemel sitzend, der seinem Hintern immer noch wie angegossen passte, an die Wand hinter ihm, ...
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Re:Pax Romana 24.08.2011 21:09:39 --- 9 Monate her
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Cirion verließ das Weiße Gebäude des Hohen Rates und wandte sich mit schnellen schritten gen Osten, entlang nobeler Villen und ausgedehnten Gärten. Er wandte sich an einen dicklichen Etrusker mit einer rot-grünen Tebenna, der mit einem großen Etrusker eine eifrige diskussion führte. "Wo ist hier ein Schreiber?" fragte er sie barsch, doch die Etrusker antworteten mit verwirrten schweigen "Ein Schreiber. Wo?" fragte er genervt. Der große Etrusker zeigte auf ein kleines Haus, weiter entfernt auf der anderen Straßenseite. Cirion wandte sich von den zwei Etrusker ab und ging in Richtung des kleinen Hauses, das früher einmal weiß war, aber jetzt eher in einem schmutziges und ungepflegtes weiß-grau zwischen den Prachtvillen anderer Etrusker lag. Beim öffnen der Tür schlug Cirion ein muffiger geruch nach altem Pergament und verschimmelten Essen entgegen.
"Wer da?" rief Cirion in die dunkele stille des Hauses. Er ging ein paar vorsichtige schritte nach vorne, in den schwache schimmer der Kerzen, die teilweise auf Büchern lagen. Mit einem quietschen öffnete sich eine Tür zu seiner linken, und ein kleiner, alter Mann mit einem Buckelansatz kam heraus. "Ah!" sagte er erstaunt "Besuch wie nett, setzt euch, setzt euch. Ihr seid Römer nicht wahr?" fragte er. "Ist nicht wichtig. Wichtig ist, das ihr dieses Pergament kopiert." sagte er und reichte ihn das stück Pergament, das er vom Consul Propugnationis erhalten hatte. Der Schreiber nahm es mit zitternden Händen entgegen. "Ah. Römer ich dachte es schon. Wie oft soll ich es kopieren und wann soll es fertig sein?" "Kopieren sie es so oft sie können und so schnell sie können als bezahlung sollte dies genügen." antwortete Cirion und gab dem Schreiber ein Paar römische Silbermünzen."Sehr, sehr schön" sagte der Schreiber "ich liebe euch Römer, ihr bezahlt immer gut" und ließ bei einem grinsen seine Schwarzen, vergammelten Zähne sehen. Nehmen sie Platz es wird vielleicht ein wenig dauern....
"Es herrscht krieg!" sprach der Tod. Er warf die Sense weg und stieg auf den Mähdrescher. Ut desint vires, tamen est laudanda voluntas.
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Re:Pax Romana 25.08.2011 09:48:24 --- 9 Monate her
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Ein Stoßtrupp überaschte Tarja, welche gerade nackt auf ihrem Nachtlager lag. Die Männer dachten auf Grund ihrs jungen Alters offensichtlich dass es sich bei ihr um eine Sklavin handelte. Zwei der Legionäre nahmen sie in ihre Mitte, da sie sich heftig wehrte und um sich schlug und kratzte. Ihre Arme wurden nun unsanft mit eisernem Griff festgehalten und die schweren Füße der Männer standen auf ihren zarten Füßchen. Der Truppenführer kam auf sie zu. Sie spuckte ihn an, was mit einem Schlag ins Gesicht beantwortet wurde. Es begann augenblicklich Blut aus ihrer Nase zu laufen.
"Wo ist Deine Herrin?" herrschte der Truppführer sie an. Tarja blieb stumm. "Soll ich es aus dir rausprügeln Sklavin?" Er erhob die Hand als ein ranghöherer Legionär die Tür mit zwei Sklavinnen aufstieß und die Räume betrat. "Lasst sie los!" befahl er. Tarja riß sich los und die beiden Sklavinnen kümmerten sich sofort um ihre Herrin, brachten ihr sogleich etwas zum anziehen. "Was geht hier vor?" fragte der Offizier.
"Diese Frage steht wohl eher mir zu." sagte Tarja in einem herausfordernden Ton. "Was macht die halbe römische Streitmacht in meinem Schlafzimmer hier in Etrurien und um diese Zeit?" Der angesprochene glotzte sie nur an während die sich anzog. "Ich äh ich habe meine Befehle." stammelte er. Eine Sklavin wischte Tarja das Blut von ihrer Nase, welche ungeheuer schmerzte. "Dann bringt mich zu dem, der hier die Befehle gibt. Das wird noch ein bitteres Nachspiel haben," versicherte Tarja den Anwesenden, insbesondere der Zweien die auf ihren Füßen gestanden hatten. Sie wischte sich die Nase weiter selbst ab und drückte das getränkte Tuch dann mit finsterer Mine dem Truppführer in die Hand bevor sie dem Offizier folgte.
Sabinerin
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Re:Pax Romana 25.08.2011 12:58:09 --- 9 Monate her
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Die Sicherung des etrurischen Zentralorts war schneller gegangen, als ich erwartet hatte. Dabei war Fortuna nicht ganz unbeteiligt: Ein Gros der etrurischen Streitkräfte hatte sich in den Po-Ebenen befunden und einen blutigen Zwischenfall mit ligurischen Kräften erleiden müssen, wie der Nachrichtendienst mitzuteilen wußte. So Verona war, bar jeder ordentlichen Truppe, ohne einen einzigen Schwertstreich führen zu müssen in unsere Hand gefallen.
Während die Zenturien zur Sicherung der verschiedenen Stadtteile, Tore und Mauerabshcnitte eingeteilt wurden, richtete ich mich zusammen mit dem restlichen Heeresstab im Gebäude des Hohen Rates ein, das der Konsul Segimer bereits mit ausgewählten Männern gesichert hatte. Die Tage, an denen ich selbst das Schwert erhob, neigten sich zusehends dem Ende zu, weswegen ich eine andere Aufgabe gefunden hatte, derer ich mich auf Heereszügen maßgeblich widmete: Stabsarbeit, was nichts anderes hieß als... Papierkram, so weit das Auge reichte. Segimer, welcher diese Operation leitete, sollte sich mit voller Aufmerksamkeit um die Durchführung der Befriedung Etruriens kümmern - den Abläufen im Hintergrund würde ich mich annehmen.
Als kaum eine halbe Stunde später der Legionsstab eingerichtet war, machte ich mich ans Werk:
Zuallererst wurden Einheiten der Auxiliar-Kräfte dazu eingeteilt, sämtliche Kornvorräte der Stadt zu sichten und unter Bewachung zu stellen; solange die Befriedung Etruriens nicht vollendet war, hieß es, die Versorgung der Truppen und der Bevölkerung gleichermaßen sicherzustellen. Und das hieß, die Nahrungsmittelvorräte zu kontrollieren, damit sie sicher wären vor Korruption, Plünderung oder Völlerei.
Fürderhin sollten sich weitere aus den Auxiliar-Truppen rekrutierte Kontingente in den bäuerlichen Siedlungen des veronischen Umlands einquartieren; das hatte zweierlei Gründe. Erstens wurde der Nachschub unter unsere Kontrolle gebracht, zweitens wurden die veronischen Silos durch die Ausquartierung eines Teils der Truppe entlastet. Indem durch diese Maßnahmen der gesamte Großraum Veronas in fester römischer Hand sein würde, wäre die Befriedung in spätestens einem Monat allumfassend - die erst jüngst unter etrurische Herrschaft gelangten Gebiete waren in dieser Überlegung unbdeutend, ein paar wenige Auxiliar-Einheiten würden dort genügen.
Nachdem diese Weisungen durch Stabsoffiziere an die jewieligen Truppenteile weitergegeben worden waren, sammelte ich den Stab erneut um den Beratungstisch. Nun, da der Nachschub organisiert war, musste man sich der eigentlichen Befriedung zuwenden. Der Befehlshaber Segimer hatte bereits die gesellschaftliche Elite und die Führungsebene der Etrurer festsetzen lassen, zur Stunde dürfte die Führungsspitze, die kurioserweise aus zwei Frauen bestand, zu ihm gebracht werden. Dieser Stufe der Befriedung war soweit erledigt, also galt es, die nächste einzuleiten; Ausgewählte Einheiten der Legionstruppen erhielten die Weisung, Verona zu durchkämmen und jede gegen die Romania gewandte Strömung mit Feuer und Schwert im Keim zu ersticken. Befriedung hieß nun einmal auch, keine Gnade mit Dissidenten zu zeigen. Wie üblich sollten die Opfer dieser politischen Säuberungen in ordentlichen Brandgräbern bestattet werden - denn Barbaren waren wir Römer schließlich nicht. Letztlich hegte ich jedoch meine Zweifel, dass meinem Säuberungsbefehl allzu viele Leben zum Opfer fielen, denn Etrurien war schon seit Generationen unter latinischen Einfluss geraten - der Romania wirklich feindlich gesindte würde man wie die Nadel im Heuhaufen suchen müssen. Da Nadelnbekanntlich stachen und genug davon wahren Schmerz verursachen konnten, dürften sie indes natürlich nicht im Heu bleiben... um bildlich zu sprechen.
Eine weitere Stufe der Befriedung ließ ich im Zuge einer Weisung an die das Heer begleitenden Priester beginnen. Sämtliche Tempel innerhalb Veronas und, wenn es hier abgeshclossen war, des übrigen Etruriens, mussten auf Herz und Nieren geprüft werden. Heiligtümer etrurischer Götter, die sich in Form der Interpretatio romana mit unseren Göttern verbinden ließen, sollten bestehen bleiben - alle anderen jedoch würden umgeweiht und deren Priesterschaft verjagt werden. Wie bei den Säuberungen, so hegte ich auch hier die Ahnung, dass es nur wenige Zwischenfälle geben würde, da die etrurische Glaubenswelt der unseren nahezu homogen war. Doch der Hund lag im Detail.
Der letzte Tagesordnungspunkt, dne ich mir vorgneommen hatte, nahm einige Stunden in Anspruch, ehe er vollendet und die Weisung des Heeresstabs an die Truppe gehen konnte. Die Sicherung der Nachschubwege hin zu römischem Gebiet - eine Aufgabe, die hauptsächlich von Auxiliar-Einheiten wahrgenommen werden sollte, insbesondere germanischen und gallischen Reiter-Alae. Schnelle, wendige und flexible Truppen, ideal für diese Verwendung im Felde.
Der Abend war schon lange hereingebrochen, als ich den Besprechungsraum des Stabs endlich verlassen konnte. Mein Tagwerk war getan... nun wollte ich mich zum Konsul Segimer begeben, um ihm von der Tätigkeit des Heeresstabs zu berichten. Außerdme müsste sich die Führungsspitze bei ihm befinden: Was die beiden Frauen darunteranging, so hatten sie italischen Hintergrund, so stammte die Außenministeirn etwa von den Sabinern ab - ein italisches Volk, das schon seit vielen Generationen Teil der Republik war, ja sogar einen Tribus erhalten hatte. Das dürfte die Befriedung von oben leichter machen, während jene von unten schon heute mit voller Kraft angelaufen war. Nichtsdestotrotz wollte ich den Gesprächen lieber beiwohnen.
Schließlich sollte alles im Sinne Roms vonstatten gehen - allein zu diesem Zweck war ich hier.
Appius Claudius Marcellus Oberhaupt der Gens Claudia im Exil Lucumo Etruriens Optimat || Ehemaliger SPQR Konsul Ehemaliger Prokonsul von Samnium, Umbria, Aemilia (Ravenna) & Castagniccia Legat a. D.
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Letzte Änderung: 2011/08/25 13:05 von Appius Marcellus.
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Re:Pax Romana 25.08.2011 17:30:08 --- 9 Monate her
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Es donnerte an der Tür zum Amtsraum des Kriegsstrategos, in dem sich Segimer vorübergehend einquartiert hatte, denn immerhin war dies für lange Zeit wie ein zu Hause für ihn...
"Wer da?"
"Antonius Sempronius, Herr... Ich bringe Euch Tarja Sabinaris"
klang es durch die noch immer geschlossene Tür...
"Dann nur herein, die Tür ist nicht verriegelt"
Die Tür öffnete sich abrupt und ein Legionsoffizier aus vermeintlich gutem Hause begab sich mit der etrurischen Außenstratega im Schlepptau in den Raum.
"Salve Tarja, Ihr seid schöner als mir zugetragen wurde, will ich nur mal am Rande bemerken. Mein Name ist Segimer ich bin der Consul Propugnationis, sprich der Oberbefehlshaber, nach dem Senat versteht sich, der römischen Legionen."
ein breites Lächeln huschte über seine Lippen...
"Wie Ihr sicherlich schon gehört habt, habe ich nach Euch schicken lassen, ich hoffe doch diese ungehobelten Spatzenhirne von einfachen Legionären haben sich dabei nicht aufgeführt wie die Axt im Wald, immerhin sind wir in absolut friedlicher Absicht hier, auch wenn es bei einigen bereits durchgeführten Aktionen eher einen anderen Anschein macht."
Segimer deutete auf dem Platz ihm gegenüber auf der anderen Seite des großen Schreibtisches
"Ach wo bleiben meine Manieren, nehmt ruhig Platz, wenn ich mich recht erinner ist der Sitz dort bequemer als der auf dem ich gerade sitze."
Er stand auf und zog den gut gepolsterten Sitz etwas zurück dass sich Tarja setzen konnte und deutete seinem Sklaven an ihnen von dem Wein und Obst aus Segimers persönlichem Vorat zu holen....
"Ich denke jetzt ist der Zeitpunkt da, an dem es zu verhandeln gilt, ich halte es für besser Ihr erzählt mir gleich wenn Euch an den Umgangsformen der Legionäre etwas nicht zusprach, dann werde ich umgehend über eine angemessene Strafe für die Vergehen nachdenken.
Ich für meinen Teil befinde mich auf jedenfall hier, weil Etrurien den Anschein macht als sei es mit römischen Truppen zur Verteidigung besser beraten, in welchem Ausmaß dies erfolgt sollte nun Thema unserer Unterredung werden, auch jedwede andere Hilfe die vielleicht benötigt wird, wird vom Senat und den Bürgern Roms gerne getragen. Was denkt Ihr darüber, ist das nicht ein Angebot über dass es sich zu reden lohnt? Ein Aufbau Etruriens auf Kosten Roms und wir verlangen fast keine Gegenleistungen."
Der Sklave kam herein und stellte eine große silberne Schale voll Obst und zwei Kelche mit dem besten Wein aus Segimers Keller vor ihnen ab
"Herr, es ist der etrurische Wein geworden, ich hielt ihn für angemessen"
"Besten Dank, doch nun geh, dies ist eine wichtige Unterredung, die ich so glaube ich am besten unter vier Augen fortsetze..."
Der Sklave machte einen Diener, ging wieder hinaus und schloß die Tür leise hinter sich...
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Re:Pax Romana 25.08.2011 18:13:58 --- 9 Monate her
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Morgan tobte.
Das fing ja gut an hier in Etrurien. Sein Blut kochte, wahrscheinlich war das sein nordisches Erbe. Bei den Amazonen hatte er eine hervorragende Ausbildung genoßen und hatte an unzähligen Schlachten teil genommen. Er war ein hervorragender Krieger mit excellenten militärischen Kenntnissen und nun musste er sich ergeben. Einem fremden Volke gegen das sie noch nicht einmal gekämpft hatten!
Als er von der Auferstehung Etruriens hörte, kam er nach Verona um sich anzuschließen. Er konnte das Vertrauen der Lucuma erringen und sich in kürzester Zeit zum Kriegsstrategos aufschwingen. Doch so reibungslos die ersten Eroberungen verliefen, so unrühmlich waren die letzten Vorkommnisse.
Die verdammten Ligurer griffen die Etrusker in Appeninno an, obwohl man dachte dass bereits alles geklärt worden sei. Und als Morgan mit seinen geschlagenen, müden Kämpfern in die Hauptstadt zurück kam, mussten sie sehen dass die Römer inzwischen im Handstreich ganz Etrurien besetzt hatten.
Wütend und machtlos mussten sie sich ergeben und wurden unter Arrest gestellt. Welche Schande! Sie ergaben sich einem Gegner, gegen die sie nicht einmal das Schwert erhoben hatten, der selber nicht ein mal das Schwert erheben musste um Etrurien zu unterwerfen. Die Arbeit hatten die ligurer ihnen abgenommen. Zuerst die Niederlage in Appeninno, dann die unsägliche Schmach dass praktisch das ganze Land unterjocht wurde. Als Kriegsstrategos sah Morgan dies fast schon als persönliche Niederlagen.
Morgan konnte die Legionäre noch überzeugen ihn in seine Villa zu bringen, dort stampfte er nun vor Wut brodelnd durch die Gänge, während draußen Legionäre wache standen. Er hatte gehört dass der römische Befehlshaber die Außenministerin Tarja zu sich hatte rufen lassen. Morgan war gespannt wie das ganze ausging. Sie konnten nur auf ein gutes Ergebnis hoffen. Sie waren ein junges und schwaches Volk und wurden gleich von zwei stärkeren Nachbarn in die Mangel genommen. Eine junge Pflanze die zwischen zwei großen Bäumen heran wuchs. Die Ligurer hatten sich im Vergleich noch zurück gehalten und nur einen Ast gestutzt, doch die Römer haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt und gleich die ganze Pflanze raus gerissen...
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Re:Pax Romana 25.08.2011 18:18:41 --- 9 Monate her
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Lucilla saß auf ihrem Pferd und dachte über den verlorenen Kampf bei Appennino nach, wo sich feige ligurische Truppen den Barbaren zur Verteidigung ihrer Hauptstadt angeschlossen hatten und somit diese Schlacht erstmals verloren wurde.
Von weitem tauchten die Burgmauern Veronas auf und Lucilla verspürte wieder etwas Freude in sich aufsteigen, als sie an die schöne Hauptstadt dachte wo der Aubau wunderbar voran ging.
Doch als sie näher kamen erkannte sie, dass etwas nicht stimmte. Römische Legionäre waren auf den Burgmauern zu sehen.
"Was wollen denn die Römer hier?"
Sie wartete keine Antwort auf ihre Frage ab, sondern spornte das Perd an und galoppierte auf die Stadt zu. Ihre Truppen hatten Mühe ihr zu folgen.
Am Stadttor angekommen wurde sie von einem römischen Legionär aufgehalten, der sich ihr in den Weg stellte und seinen Speer drohend senkte.
"Halt keinen Schritt weiter, Weib! Wer sind diese Krieger hier, was wollt ihr?"
Lucilla musste sich beherrschen um ihren Ärger zu unterdrücken.
"Ich bin Lucilla Domitia, Lucuma und ehemalige Volkstribuna von Rom! Was geht hier vor? Warum sehe ich überall römische Legionäre in meiner Stadt?"
Der Legionär zuckte zusammen als er den Namen hörte und seinen Fehler erkannte.
"Verzeiht Herrin" stammelte er. "Wir sind hier auf Befehl Segimers. Er meinte, wir sollen die Stadt Verona vor den Barbaren schützen!"
"Siehst du hier irgendwo irgendwelche Barbaren, Legionär?" Lucilla breitete ihre Hand aus und gab dem Legionär das Zeichen, dass er sich umsehen möge.
"N..Nein, Herrin - Ihr solltet mit unserem Befehlshaber reden! Soweit ich gehört habe unterhält er sich gerade mit einer Tarja!"
Also Lucilla den Namen ihrer teuren Freundin hörte, die sie so lange nicht gesehen hatte da sie in Verhandlungen mit diesem hinterhältigen ligurischen Anführer stand, machte sie sich sofort Sorgen.
"Bring mich sofort zu den beiden! Rasch!"
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Re:Pax Romana 25.08.2011 20:58:25 --- 9 Monate her
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Es klopfte abermals an der Tür...
"Herr Konsul, die Lucuma der Etrusker ist hier, sie verlangt mit Euch zu sprechen"
Segimer konnte es nicht fassen, in so wenigen Stunden hatten sich gleich die wichtigen Würdenträger bei ihm eingefunden, er hätte vielleicht garnicht nach Tarja schicken müssen, vielleicht wäre sie auch von selbst gekommen, wenn er ihr nur genug Zeit gegeben hätte.
"Lass sie gewähren, schicke aber bitte nach Appius Marcellus ich glaube hier ist etwas Unterstützung von einem Senator von Nöten... Achja, sage meinem Sklaven er möge doch noch bitte etwas Wein und mehr Speisen servieren, dass auch die Lucuma etwas bekommt, sie wird sicher sehr erschöpft sein."
Kurze Zeit später öffnete sich die Tür und Lucilla Domitia, eine der angesehensten Frauen Roms, wenn jetzt auch Etruskerin, stand vor ihm.
Segimer stand diesmal gleich aus Höflichkeit auf, nicht dass ihm wieder so ein Faux Pas passierte wie bei der Begrüßung von Tarja, und verbeugte sich leicht.
"Welch angenehme Überraschung, Lucuma, da sitzt man hier und überlegt sich wie man in dieser Situationverfahren sollte und schon stehen zwei der schönsten Frauen der Welt vor einem, nehmt doch Platz am besten dort auf der Liege gleich neben Eurer Stratega...
Dieses Zimmer ist zwar nicht groß aber ich denke es wird keinem von uns an Bequemlichkeit mangeln."
Er machte mit dem Arm eine einladende Geste hin zu einer sehr gut gepolsterten Liege nach römischem Vorbild, die eher dem Sitzen bei Tisch als dem Nickerschen zwischendurch vorbehalten war...
"Ich hoffe doch Ihr verzeiht mir, dass ich noch nach Appius Marcellus schicken lasse, aber ich glaube hier ist nun mehr politisches Geschick gefragt als ich es alleine aufbringen könnte. Darf ich aber vorweg in Erfahrung bringen was Euch dazu bewog, den Weg zu mir zu suchen? Ich dachte eigentlich mehr daran, dass ich aus Höflichkleit Euch aufsuche anstatt umgedreht..."
Segimer begab sich zu dem alten Schemel zurück und lächelte der Lucuma freundlich zu, um ihr zu zeigen dass er keinen Streit im Sinn hat.
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Re:Pax Romana 25.08.2011 21:03:08 --- 9 Monate her
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Tarja griff sich eine Traube und saugte diese mit einen Plop-Geräusch in ihren Mund. Ihren Bruder hatte sie damit immer wahnsinnig gemacht. So passierte dies noch mit einigen anderen Trauben. "Ich kann mich nicht erinnern nach irgendwelcher Hilfe geschickt zu haben." antwortete sie frech. Ihr Puls kochte so sehr, dass ihre Nase erneut zu bluten anfing. "Achja, die Legionäre ..." Sie ließ das Blut laufen. "Ihr solltet diese besser schulen, um Barbaren von Etruskern zu unterscheiden." Erneut verschwanden einige Trauben in besagter Weise in ihrem Mund.
"Solche Nachlässigkeiten fallen auch immer wieder auf den Truppenführer zurück. Ihre versteht sicherlich genau, dass mir da euer Angebot in keinem besonderes gutem Licht erscheint. Ich war kürzlich erst in Verhandlungen mit einem unserer Nachbarn um ein gutes Miteinander bemüht. Seine Worte beschrieben aber nicht so sehr die Realität, die mir dann ein Bote brachte, dass es zu einem Gefecht mit eben besagten Nachbarn gekommen sei." Eine Kunstpause mit weiteren Trauben folgte. "Ich fürchte, wenn ihr hier noch eine Weile verweilt werden unser Nachbarn Euer Problem sein. Deshalb möchte ich euch ganz freundlich wieder nach hause schicken, sonst brauchen die Helfer vielleicht weitere Hilfe."
Ein Luftholen Segimers um eine Antwort zu formulieren schnitt Tarja ab. "Kommt mir jetzt nicht mit meinen jungen Jahren und meiner vermeintlichen Unerfahrenheit. Als Sabinerin habe ich eine ausgezeichnete und umfangreiche Erziehung genossen." Sie wischte sich mit ihrem Arm das Blut von ihre Nase um ihn ein wenig zu provozieren, seine Maske fallen zu lassen. Oh wie sie dieses Schauspiel hasste. "Und ich weiß auch wo ich Euren Namen hinstecken muss mein verehrter Segimer ... Etrusker des vergangenen Reiches. Wenn es euch gelüstet hat nach hause zu kommen, so ist hier meine Hand. Aber eine so untermauerte Hilfe wie da draussen vor sich geht duldet keiner der neuen Etrusker." Tarja wurde still und ihre Adern pulsierten leise, aber sichtbar vor sich hin. Dann klopfte es an der Tür.
Sabinerin
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Letzte Änderung: 2011/08/25 21:06 von Tarja Sabinaris.
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Re:Pax Romana 25.08.2011 21:46:07 --- 9 Monate her
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Segimer verfolgte erstaunt das Schauspiel was ihm Tarja bot, sie wirkte irgendwie etwas kratzbürstig und so vollkommen frei von Manieren...
Doch das Eintreten der Lucuma verschaffte ihm eine kurze Pause.
Nachdem er Lucilla heringebten hatte beschäftigte er sich aber wieder mit diesem ketschenden Ungeheuer..."Werte Stratega, wenn Ihr eine solch gute Erziehung genossen habt, so frage ich mich doch was dieses Benehmen eben sollte. Zudem seid Ihr nicht in der Position mir gegenüber zu treten als wäret Ihr besser als ich. Ich sage Euch ganz klar was ich von Eurem Schauspiel halte, es ist unangemessen, kein Wunder dass sich die Barbaren anschickten das Etrurische Heer aufzureiben wenn ihr bei Verhandlungen solche Weintrauben-ketschenden, Rotz am Ärmel abwischenden Manieren an den Tag legt, da kann sogar einem Barbaren schlecht werden, und vergesst nicht, ich bin zwar Konsul doch bin ich auch gebürtiger Germane und damit weiß ich genau wie sich Barbaren verhalten, doch das ist ein Scheiß gegen Euer Benehmen. Wenn ich Euch so anschaue sehe ich dass Roms Hilfe dringend notwendig ist.
Ich weiß ehrlich nicht in welchem Schweinestall Euch die Sabinerinnen vor der Außenwelt versteckt hatten, doch sie wären gut daran beraten gewesen, hätten sie Euch dort gelassen.
Also seid Ihr bereit jetzt ernsthaft zu verhandeln oder wollt Ihr weiter meinen Brechreiz nähren? Vergesst dabei nicht, ich bin nicht als Euer Feind hier ich bin hier zu eurer Hilfe!"
Er sah Tarja noch einmal streng an und wartete darauf was sie wohl erwidern wird und umso länger er wartete umso mehr Leid tat es ihm, dass er sein aufbrausendes germanisches Temperament mal wieder nicht unter Kontrolle hatte, doch rückgängig machen konnte er es nun nicht mehr...
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Letzte Änderung: 2011/08/25 21:50 von Ildica Patricia Ronii.
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