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THEMA: Ein bewegtes Leben.
 
Evan

Belger
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Ein bewegtes Leben.      29.08.2011 00:11:49 --- 8 Monate, 4 Wochen her  
Evan hatte ihre Geschwister beobachtet. Einer nach dem anderen hatte sich von ihrer Mutter verabschiedet und auch ihr Vater hätte es sicher nur zu gern getan, doch zu schnell war der Verlauf ihrer Krankheit. Tag um Tag ging es ihr schlechter und zum Schluss waren es nur noch wenige Stunden in denen sie wach und ansprechbar war. Im Schlaf wirkte sie stets gehetzt: Sie warf den Kopf hin und her, schlug mit den Armen um sich und ein stöhnen oder wimmern war stets zu vernehmen. Sie selbst aber hatte die wenigen klaren Momente nicht genutzt um mit ihrer Mutter ins Reine zu kommen, zu viele Fragen hatte sie und wusste nie welche sie stellen konnte und wollte.

Die Sonne fiel zum Fenster hinein und schien ihrer Mutter direkt ins Gesicht, als sie die Augen für immer schloss. Auf einmal wirkte sie so friedlich, so ruhig und ein kleines Lächeln umspielte ihre Lippen.

Nun lag ihre Mutter aufgebahrt in den Zimmer ihrer Eltern und wartete auf ihre Beisetzung. Morgen würde man ihren Leichnam abholen und ihn mit einem Totenzug zu ihrer letzten Ruhestätte begleiten. Schon vor Tagen hatte Evan einen Boten zu ihrem Vater geschickt, doch bis jetzt hatte sie noch keine Antwort erhalten und so hatte sie versucht alles so gut wie möglich nach den Wünschen ihrer Mutter umzusetzen.
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VetiS

Belger
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Re:Ein bewegtes Leben.      29.08.2011 15:02:34 --- 8 Monate, 4 Wochen her  
Er war einige Tage auswärts gewesen. Bald würden die Etrusker aus allen Teilen Belgiens und Liguriens zusammenkommen, um gemeinsam nach Etrurien zu ziehen. AmadeuS wollte noch ein wenig den Kopf frei kriegen, damit er, sollte es hitzig werden, einen kühlen Kopf behalten konnte. Er war hier und dort und genoss die Ruhe, doch es war Zeit heimzukehren. Nach einer Weile machte er Rast und bemerkte jemanden in der Ferne:

Völlig abgehetzt kam AmadeuS ein Mann entgegen. AmadeuS selbst saß gerade an einem kleinen Feuer und erfreute sich am schönen Tag, während er ein gefangenes Federvieh darüber garte. erst als der Mann sehr nahe bei ihm war erkannte er an der Kleidung, dass es sich um einen Boten handelte. Allerdings nicht irgendeinem Boten, sondern vielmehr einem belgischen Boten.

"Sei mir gegrüßt junger Bursche, warum so eilig des Weges ? Möchtest du dich nicht kurz zu mir setzen ? Mir wäre sehr nach einem kleinen Gespräch. Mein Name ist AmadeuS", sagte er und streckte ihm die Hand entgegen.

Der Bote erwiederte völlig außer Atem "A-AmadeuS? Gemahl der Thalia und Vater der liebreizenden Evan ?!"

"Sehr wohl, was ist ?"

"Es geht um Deine Frau, Thalia. Sie liegt im Sterben. Eine schwere Krankheit hat sich breit gemacht und sie wird immer..."

AmadeuS stand geschwind auf und holte sein Pferd. Dabei sprach er zum Boten "Hab Dank für deine Eile, bedien dich am Essen und Trinken, packe dann bitte alles zusammen und komme Heim, du wirst verstehen, dass ich los muss."

Er stieg auf und ritt los. Zum Glück war er nichtmal eine Tagesreise entfernt und wenn er sich beeilte, was er gewiss tun würde, so wär er im nu daheim. Sein armes Pferd, EoS III. hetzte sich nach Leibeskräften ab und AmadeuS war schneller noch, als er dachte in Loire et Cher zurückgekehrt. Er ritt durch die Straßen und stieß dabei hier und da ein paar Dinge um, die nun aber von keiner nennenswerten Bedeutung waren.

An seinem Haus angekommen, stieg er ab und er sprintete zurTür, riss sie auf, ging hinein und rief:

"Thalia? Evan ? Seid ihr hier?"


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Evan

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Re:Ein bewegtes Leben.      29.08.2011 15:45:50 --- 8 Monate, 4 Wochen her  
Schon den ganzen Tag hatte Evan ihre Geschwister getröstet, gerade ihre kleine Schwester hatte sehr an ihrer Mutter gehangen, was Evan nie nachvollziehen konnte. War ihre Mutter nie besonders herzlich, sondern eher zurückhaltend und kühl ihnen gegenüber gewesen. Der einzigen Person, der ihre Mutter so etwas wie Liebe gezeigt hatte war ihr Vater gewesen. Er war auch der einzige mit dem sie über ihr Leben, ihre Vergangenheit gesprochen hatte. Einmal war es Evan gelungen ein solches Gespräch zwischen ihren Eltern zu belauschen, es ging um ein Kind namens Ulrik, doch eh sie mehr mitbekommen konnte wurde sie von ihrer Mutter erwischt und davon gejagt.


Als Evan hörte wie draußen ein Pferd vor ihrem Haus hielt und eine Tür auf flog wollte sie sich gerade von ihrem Hocker erheben als sie schon ihren Vater rufen hörte. Ihre Knie zitterten und ihr wurde flau im Magen als ihr klar wurde was jetzt auf sie zukam. Ihr Vater hatte seine große Liebe verloren und sie hoffte das er daran nicht zerbrach.

"Wir sind hier."

War das einzige was sie hervorbrachte.
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VetiS

Belger
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Re:Ein bewegtes Leben.      29.08.2011 16:59:57 --- 8 Monate, 4 Wochen her  
AmadeuS wollte gerade das gesamt Haus auf der Suche nach seiner Familie umkrämpeln, als er Evans Stimme hörte. Sofort folgte er dieser und Fand seine kleine Evan auf ihrem Hocker sitztend vor. Er ging auf sie zu und und bemerkte, dass sie blass war.

"Ich habe deinen Boten getroffen.", sagte AmadeuS und nahm Evan in den Arm.

"Was hat sie? Wie geht es ihr ?", sprudelte es aus ihm heraus. Dann löste er sich von Evan und ging in die Knie, bis er auf Augenhöhe war.

"Und wie geht es dir, Liebes?"


Er zog sich einen anderen Hocker heran und setzte sich dicht neben seine Tochter. Einen Arm um sie gelegt. Auch wenn noch nichts gesagt wurde, hatte er doch eine finstre Ahnung. So bleich wie Thalia sah man nicht aus, wenn man nur krank war....


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Letzte Änderung: 2011/08/29 17:02 von VetiS.
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VetiS

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Re:Ein bewegtes Leben.      03.09.2011 14:09:29 --- 8 Monate, 3 Wochen her  
Und dann kam die Gewissheit. AmadeuS' Frau war tot. Er kämpfte mit den Tränen, die er kaum zurückhalten konnte, er stand auf und ging im Zimmer auf und ab. Es kamen immer mehr Erinnerungen auf ihn zu. Damals, als er sie zum ersten mal in Etrurien sah. Wie sie plötzlich für viele lange Jahre weg war und dann, als wäre nichts gewesen, als erwachsene gestandene Frau zurückkehrte.

Die vielen Gespräche, die sie führten und was sie ihm nicht alles für grausige Geschichten erzählt hatte aus Ägypten. Und da kamen die Tränen. Er war einmal so kurz davor sie zu finden und zu retten, wenn nicht Nilaihah, die Verräterin der Etrusker, gewesen wäre. Dafür, dass er es nicht geschafft hat, hat AmadeuS sich immer gehasst.

Dann erinnerte er sich daran, wie Thalia ja sagte zu seinem Antrag. Und wie sie ihm wunderbare Kinder gebar.

Zurück im hier und jetzt, ging er zu Thalia, setze sich an ihr Bett und küsste ihre Stirn. Er beugte sich runter und flüsterte in ihr Ohr:

Ich hoffe dir geht es gut, da wo du nun bist. Ich werde immer an dich denken!


Er schluckte

Du fehlst mir....... ich liebe Dich!

Er küsste ihre Lippen und wischte sich dann die Tränen weg. Er musste stark sein, für seine Kinder.

Lass uns nach nebenan gehen, Kleines.

Er wollte Evan aus diesem Beklemmendem Gefühl holen. Offenbar war sie hier die letzten Tage für alles verantwortlich gewesen. Das war genug Bürde.


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