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Waffenspiele und Wettkämpfe in Ägypten (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Waffenspiele und Wettkämpfe in Ägypten
 
Sokar Nachtmin

Ägypter
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Waffenspiele und Wettkämpfe in Ägypten      10.09.2011 22:23:43 --- 8 Monate, 2 Wochen her  
QUOTE:
An die Herrscher unserer Nachbarn und Freunde

Oleg, Regent Arabiens
Eirikson, Regent Libyens
Kronos, Malach Numidiens
Dimos Archegetes, Basileas Phöniziens

Ich, Sokar Nachtmin, Pharao Ägypten lade euch, eure Edlen und eure Krieger zum friedlichen Waffenspiel in Alexandria, beginnend per 24.09.(RL - Zeit).

Bewährt euch im Einzelkampf, im Reiterkampfe und im Melee. Für den Sieger eines jeden Bewerbes werden 100 Talente Silber als Siegespreis ausgesetzt. Für die Herrscher und ihre Edlen werden Quartiere im Palast bereit stehen, für die Krieger ein Areal um die Schmieden und Gestüte.

Zeitgleich wird für die jüngeren oder angehenden Krieger in Al-Alamein ebenfalls ein Wettkampf veranstaltet. Für die Sieger ist ein Preis von 50 Talenten Silber ausgesetzt.

Wir, Pharao Sokar Nachtmin und Lady Fineae die Große königliche Gemahlin würden uns über euer Kommen sehr freuen. Möget ihr unsere Gastfreundschaft erproben und eine gute Zeit mit uns verbringen.

Grüße

Sokar Nachtmin
Pharao von Ägypten



Nimm einige Gruppen von Personen, die sich gar nicht von dir oder mir zu unterscheiden scheinen, doch wenn du sie alle zusammen bringst, bekommst du plötzlich einen delirierenden Irren mit Staatsgrenzen und einer Nationalhymne.
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Lady Fineae vom Wolfsfels

Ägypter
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Re:Waffenspiele und Wettkämpfe in Ägypten      26.09.2011 12:56:17 --- 8 Monate her  
Lady Fineae saß neben dem göttlichen Pharao als die Spiele begannen. Eigentlich hätte es ein großes Freudenfest werden sollen mit allen Ägyptern sowie ihren Nachbarn, doch eine einzige Antwort hatten sie erhalten von den Herrschern der Nachbarländer. Eine EINZIGE. Innerlich kochte Fineae vor Wut. Was waren das für Barbaren, die ihren großen göttlichen Gemahl dermaßen missachteten um ihm nicht einmal eine Antwort zukommen zu lassen. Sie beschloss später wenn es ruhiger geworden war, die Maat zu befragen welche Strafe diese Frevler verdient hatten. Doch rein äußerlich spielte sie die Ruhe selbst. Rund um sie herum saßen auf kleinen besticken Pölsterchen die Kinder von Fineae und dem Pharao. Tehuti der älteste war und bereits 23 Nilfluten erlebt hatte, war mit dem Schuck für den Horus im Nest, dem Schmuck des Thronfolgers, behangen. Fineae beobachtete ihn und die Würde, die er ausstrahlte. „Ganz der Vater!“, dachte sie stolz lächelnd. Netjerimaat und Taharka seine Brüder flankierten ihn und nur Mentuhotep, der jüüngste, saß direkt neben seiner Mutter. Mentuhotep war mit seinen 15 Monden nun endlich soweit auch eine Kriegerlaufbahn anzustreben wie seine Brüder. Unruhig rutschte er auf seinem Polster herum, da es ihn brannte seiner Mutter zu erzählen was er in den letzten Tagen in der Kriegerschule gelernt hatte. An seinem 15. Geburtstag war er von zu Hause ausgezogen um in der Kriegerschule zu lernen. Dieser feierliche Anlass war das Erste Mal, dass er wieder daheim bei seiner Eltern verbrachte. Fineae schüttelte bestimmt den Kopf. Dies war nicht der Zeitpunkt um sich zu unterhalten. Traurig senkte der Knabe den Kopf und Fineae versuchte sich nun auf die Festivitäten zu konzentrieren.

Nach endlos erscheinenden Ansprachen begann das bunte Treiben der Akrobaten und Feuerschlucker, der wilden Tiere die gebändigt wurden und anschließend wurde an langen Tischen Essen ausgeteilt an alle, die zum Tunier gekommen waren.

Während des bunten Treibens zog sich auch die königliche Familie zurück. Doch auch diesmal war keine Zeit für Mentuhoteps Erlebnisse, sondern der Pharao wie auch die königliche Gemahlin machten sich für die Kämpfe bereit.

Als die Spiele ausgerufen wurden, waren der Pharao und Fineae bereits in voller Rüstung hinter der Tribüne wo sie wie alle anderen Kämpfer auch behandelt wurden. Fineae liebte es sich nicht immer zur Schau stellen zu müssen als Königin, sondern dass sie einfach nur eine ganz normale Kämpferin sein durfte wie sie es gewesen, war bevor Sokar von Bastet zum Pharao berufen wurde.

Als die erste Runde des Duells ausgerufen wurde, stahl sich fast ein fieses Grinsen in ihr Gesicht. Sie wurde gegen ihren Ehemann gelost. Als sie an ihm vorbeischritt, hänselte sie ihn: „Gleich liegst du im Sand!“ Den ersten Treffer musste auch tatsächlich der Pharao einstecken, doch er revanchierte sich sofort mit zwei Treffern. „Na warte!“, zischte Fineae, die nicht mit so einer Finte gerechnet hatte und nun blieben sie sich nichts mehr schuldig. Zum Schluss stand Fineae keuchend über dem Pharao. „Ich... sagte... doch.. ich gewinne!“, keuchte sie lächelnd und half ihrem Mann hoch, der es sichtlich nicht so gern sah vor ihr zu liegen wenn darunter kein Bett war.

Während sich Fineae die Rüstung richten ließ so gut es eben geht für den nächsten Durchgang beobachtete sie die anderen Ritter. Sie kannte sie alle und nickte beim einen Kampf wissend den Kopf während sie bei den anderen ein bewunderndes Pfeifen ausstieß wenn sie mit den Ergebnissen nicht gerechnet hatte.

Nach einer kurzen Pause begann der Wettkampf im Tjosten. Fineae wurde diesmal gegen eine Kriegerin namens Rhiannon in den Kampf geschickt. Kamrii, Fineaes feuerroter Araberhengst scharrte unruhig mit den Hufen. Rhiannon war durchaus eine ernst zu nehmende Kriegerin, doch ob das auch am Pferderücken so war, konnte Fineae nicht einschätzen. Die Glocke erklang und wie von selbst setzte sich Kamrii in Bewegung. Das Pferd galoppierte ruhig und sicher, der Schlag saß und Rhiannon segelte aus dem Sattel. Viel zu siegessicher wendete sie Kamrii und als sie wieder auf Rhiannon traf in der Mitte der Stangenbahn, war sie es diesmal, die aus dem Sattel flog. Grummelnd rappelte sich Fineae auf und stapfte zurück zu Kamrii. Diesmal würde sie bestimmt vorsichtiger sein. Sie war vorsichtiger, zu vorsichtig und Rhiannon scheinbar auch, dann die Keulen beider Kontrahenten trafen ins Leere. Ein letztes Mal wendete Fineae den Hengst und fuhr ihm über den Hals während sich mehr zu sich selbst als zu ihrem Pferd sprach: „Alles oder nichts. Los!“ Sie trieb den Hengst an, dich an die Stangen, dicht an Rhiannon heran, holte aus und traf! Rhiannon rutschte aus dem Sattel und fiel zu Boden. Fineae reckte zum Zeichen des Sieges die Waffe in die Höhe und ließ Kamrii neben Rhiannon halten. Sie kletterte aus dem Sattel und musterte Rhiannon. „Alle Knochen noch heil?“, fragte sie in einem gewohnt harmlosen Scherz während sie ihr die Hand hinhielt um ihr auf zu helfen.
Als sie wieder hinter der Tribüne war, erhielt sie die Nachricht, dass der Pharao direkt vor ihr dran gewesen war und diese Disziplin schlagen konnte. Fineae lächelte stolz.

Die letzte Disziplin des heutigen Tages war die traditionell für das einfach Volk spannendste - Jeder gegen Jeden oder auch Massenkampf. Diesmal war es der Pharao selbst, der seine Frau am Bein erwischte und sie so kampfunfähig aufgeben ließ. Wie Fineae fest stellte waren die letzten drei die sich wacker schlugen schließlich der Pharao, Senwosreth und Amenophis. Nun vom Pharao war es zu erwarten, dass sich kaum jemand getraut hatte, den Herrscher zu attackieren, doch die beiden verbliebenen Krieger waren eigentlich noch sehr junge Krieger. Um so stolzer war sie auf die beiden es so weit geschafft zu haben. Kurz überlegte sie, wem sie nun die Daumen halten sollte, ihrem Mann oder einem der Jungkrieger als der Pharao auch schon aus dem Ring trat. Ein Treffer am Rumpf musste ihn wohl stärker erwischt haben als es zuerst schien. Gespannt beobachtete sie das Ende des Duells während sich der Sumu (Arzt) um den verwundeten Pharao kümmerte, welcher ob Fineaes aufgeregten Beschreibungen des Schlusses des Kampfes nur ein Murren von sich gab, das Fineae nicht einstufen konnte ob es unterdrückte Schmerzenslaute oder Missfallen über sein Ausscheiden so kurz vor dem Ende war.

Nach dem Massenkampf gingen die Feierlichkeiten noch bis weit nach Mitternacht. Köstlichkeiten aus ganz Ägypten wurden ausgeteilt, sowie importierter Wein und Bier ausgeschenkt. Während die anderen feiern schlicht sich Fineae in einer unauffälligen Gewandung in den Tempel der Maat um zu beten. Erst spät kam sich zurück zum Palast. Sie erinnerte sich daran, dass Mentuhotep ihr ja so dringend erzählen wollte was er erlebt hatte und besann sich wieder auf ihre Pflichten als Mutter als sie jedoch an seinem Schlafgemach vorbeikommt, schläft der Junge bereits. Fineae seufzte. Irgendwie, das wusste sie jetzt, hätte sie sich mehr um ihre Kinder kümmern sollen als auf die Nachbarländer und ihre Herrscher schimpfen. In ihrem denken, dass die anderen die Maat, die heilige Ordnung, verletzten würden, hatte sie selbst die Maat verletzt indem sie sich nicht um ihre Aufgabe, die oberste Aufgabe einer Frau, die Kinder gekümmert hatte. Reumütig wankte sie zu ihrem Maatschrein im Hause und gelobte vor der Göttin sich zu bessern. Manchmal war es wirklich schwer zu verstehen, was Maat von einem verlangte.


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Lady Fineae vom Wolfsfels

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Re:Waffenspiele und Wettkämpfe in Ägypten      28.09.2011 21:06:38 --- 7 Monate, 4 Wochen her  
Der zweite Turniertag war angebrochen und noch ehe Fineae sich fertig machte um zum Turnierplatz zu gehen, brachte sie das Frühstück ans Bett ihres Sohnes Mentuhotep. Der Knabe war sichtlich verwirrt und Fineae lächelte ihn entschuldigend an, erklärte ihm, dass es ihr leid tat, dass sie ihn am Vortag so übergangen hatte und ließ sich, während der Junge begeistert frühstückte alles erzählen, was sich in der Kriegerschule so abgespielt hatte. Die Freude und der Eifer über die Aufmerksamkeit seiner Mutter, ließ seine Augen strahlen und Fineae freute sich ihm nun doch in Ruhe zuhören zu können.

Anschließend begleitete der junge Krieger Fineae zum Tempel der Maat wo sie zusammen eine Opfergabe brachten und ihre Wünsche, Gedanken und Hoffnungen der Göttin darlegten. Gegen Mittag schritt Fineae mit all ihren Kindern zurück zur Arena. Wieder wurden Ansprachen gehalten bevor die Spiele begannen. Wieder wurde gegessen und getrunken während sich Fineae und der Pharao für ihre Kämpfe bereit machten.

Im Duell wurde Fineae gegen Yazan ibn Hayyan gelost. Fineae wiegte den Kopf hin und her während sie ihre Chancen versuchte zu erraten. Dieser Kampf würde schwer sein, denn Yazan war ein gut trainierter und starker Mann dessen langes Schwert schon so manchem das Fürchten gelehrt hatte. Wie erwartet war der Kampf heftig und das Ergebnis eng, doch Fineae konnte mit Geschick und Wendigkeit das etwas plumper zu führende Schwert austricksen, doch viel hätte nicht gefehlt um den Kampf zu seinen Gunsten zu entscheiden. Keuchend aber glücklich stand sie schließlich vor der am Boden liegenden Krieger.

Im Tjosten ritt zuerst der Pharao gegen die Kriegerin Amila und ihrem Kamel. Immer wieder krachten die Keulen hernieder. Die meisten Schläge wurden abgewehrt, doch dann flog der Pharao aus dem Sattel. Vielleicht war er daraufhin wütend, oder unvorsichtig, möglicherweise taumelte er auch durch den schweren Sturz, denn sofort in der nächsten Runde stürzte er nochmal. Dem Publikum stockte der Atem. Zum einen waren sie erschrocken darüber, dass ihr Gott, ihr Pharao, gefallen war, zum anderen jedoch bedeutete dieses Ausscheiden, dass der Pharao nun aus dem Tunier ausgeschieden war.

Das letzte Pärchen, das an diesem Tag noch im Tjosten startete war die Große Königliche Gemahlin Fineae gegen Yazan ibn Hayyan – die selben Gegner wie im Duell. Hier bestach jedoch die Erfahrung von Kamrii gegen Yazans Pferd. Treffer wurden abgewehrt, Keulen brachen, doch Fineae blieb auf Kamriis Rücken als wäre sie auf seinem Rücken angewachsen. Nach langen sieben Bahnen des Aufeinandertreffens rutschte Yazan schließlich zum zweiten Mal vom Pferderücken. Fineae war durch.

Diesen Abend verbrachte sie nicht trotzig wie ein kleines Kind im Tempel, sondern bei ihrer Familie. Sie feierte und genoss die gemeinsame Zeit. Nach dem Turnier würde wieder jeder von ihnen in eine andere Himmelsrichtung aufbrechen.
Wie konnte sie lieber im Tempel über Fremde klagen und ihre eigene Familie so vernachlässigen?


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Re:Waffenspiele und Wettkämpfe in Ägypten      28.09.2011 21:07:14 --- 7 Monate, 4 Wochen her  
Fineae hatte diesmal gut geschlafen. Das Zusammensein mit ihrer Familie hatte sie beruhigt und ihr Kraft gegeben. Fineae ließ ausnahmsweise die gesamte Familie zu sich rufen um gemeinsam das wab-ra (zu Deutsch: „Reinigung des Mundes“, gemeint ist das Frühstück) zu sich zu nehmen. Die Kinder waren erfreut zusammen zu frühstücken. Nur Sokar schien ein wenig brummelig nach seinem gestrigen Ausscheiden aus dem Turnier.

Der Rest des Vormittags verlief wie immer. Fineae hatte die Betreuung der Bediensteten über und musste sozusagen für Haus und Hof sorgen bevor sie wie jeden Tag den Tempel der Maat aufsuchte um ihre Opferungen an die Göttin zu machen.

Im Duell trat sie diesmal gegen Amenophis an. Amonophis war noch ein jüngerer Krieger und daher schnell, kräftig und wendig. Hier jedoch sollte sich Fineaes größere Erfahrung im Kampf durchsetzen. Zu schnell hatte der junge Krieger Fineae angegriffen und sie sogar getroffen, worauf Fineae ihm diesen Treffen gleich fünffach vergolt. Dann jedoch machte sich Fineaes geringere Ausdauer bemerkbar und Fineae musste drei Treffer einstecken ehe sie sich ihre letzten Reserven zu Hilfe nahm und dann ein heftiges Duell mit hin und hergehenden Treffern lieferten. Doch die Erfahrung konnte Amenophis' Kraft nicht wett machen. Fineae beförderte ihn in den Sand. Als sie ihm hoch half flüsterte sie ihm zu: „Den Massenkampf habt ihr gewonnen, aber dies hier ist meine Disziplin.“ Sie zwinkerte ihm zu und streckte ihm die Hand hin.

Fineae hatte wenig Zeit um sich nach diesem zermürbenden Duell zu erholen, da stand das Finale im Tjosten an. Fineae musste gegen Amila antreten, die mit ihrem Kamel tags zuvor den Pharao vom Pferd geholt hatte. Fineae hatte gehört, dass viele Pferde Angst vor Kamelen hätten, doch Kamrii war mit diesen hohen Tieren mit ihrem sonderbaren Geruch und ihren komischen Geräuschen aufgewachsen. Ein wenig mulmig waren Fineae diese Tiere trotzdem. Mit diesen Wüstenschiffen hatte sie sich nie anfreunden können, obwohl sie schon so lange in Ägypten lebte. Als das Signal für den Angriff ertönte, stand Kamrii wie eine eins. Er galoppierte los ohne Hilfen zu benötigen und so konnte Fineae ihre Treffer gut ansetzen, doch Amila war zäh. Sie wehrte einen Treffer nach dem anderen ab. Doch während Kamrii eine Runde nach der anderen seelenruhig weiter galoppierte, schien es Amilas Kamel nicht so lustig zu finden. Beim elften Aufeinandertreffen, brach das Kamel aus und Amila musste es erst wieder auf die Bahn lenken und beruhigen. Wieder liefen die Tiere 2 weitere Runden aufeinander zu ohne, dass jemand aus dem Sattel flog. Bei Runde 14 wurde es Amilas Kamel dann sichtlich wirklich zu bunt und brach ein zweites Mal aus. Somit war der Kampf für Amila vorbei. Fineae hatte das Tjosten gewonnen. Ein wenig grinsend beugte sie sich über ihren schweißnassen Hengst. „Ich wusste ja, dass ich kein Kamel will“, kicherte sie in seine Mähne und kraulte ihn am Mähnenansatz. Wie bestätigend hob und senkte der Hengst den Kopf und schnaubte zufrieden.

Als sie hinter der Tribüne war, musste ihr jemand dabei helfen vom Pferd zu steigen. Fineae Beine gaben nach dem anstrengenden Tuniertag einfach nach. Ohne den Abend durch zu feiern ließ sie sich still und heimlich in den Palast bringen. Sie wollte schlafen, einfach nur schlafen.


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Lady Fineae vom Wolfsfels

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Re:Waffenspiele und Wettkämpfe in Ägypten      28.09.2011 21:07:54 --- 7 Monate, 4 Wochen her  
Fineaes Beine fühlten sich an wie Blei, doch sie kämpfte sich hoch.Der Sunu den sie holen ließ, brachte eine Salbe und bestrich damit die schmerzenden Stellen. Er wollte ihr Ruhe verordnen, doch Fineae schüttelte entschieden den Kopf. Das Finale musste sie noch kämpfen, dann war jede Menge Zeit für Ruhe. Der Sunu lächelte. Er kannte ihren Ehrgeiz und so blieb ihm nichts anderes über als ihre Beine zu cremen und zu massieren. Immerhin half ihr das ein wenig. „Verzeiht oh Große Königliche Gemahlin wenn ich das sagen muss, aber...“, der Sunu schweifte mit den Blicken durch den Raum, als bräuchte er etwas um sich dahinter zu verstecken. Dann sah er sie wieder an und sein Blick war fest und ernst. „Aber ihr seid nicht mehr die Jüngste. Es wird Zeit auf solche Kämpfe in Zukunft zu verzichten.“ Er sah sie entschuldigend an. Fineae starrte den Sunu fast erstaunt an. „So alt bin ich doch noch gar nicht!“, wollte sie entgegnen, doch blieb ihr der Satz im Halse stecken. Gehörte sie langsam zu den Greisen? Nein, so alt war sie nicht, doch so langsam fiel er schon auf, dass Ausdauer und Kraft nachzulassen begannen. Fineae schluckte.

Am frühen Nachmittag schließlich stand das lang erwartete Finalduell statt. Ein letztes Mal noch durften die Stadtbewohner dieses Schauspiel der Kämpfe verfolgen, mit leckeren Gerichten verwöhnt werden und Getränke zu Ehren der Kämpfenden erheben.
Am Hinweg trat sie neben den Pharao und raunte ihm zu: „Findest du, ich werde alt?“ doch der Lärm übertönte seine Antwort, falls er eine darauf gegeben hatte und Fineae fragte ihn nicht nochmals.

Fineae kannte ihren Finalgegner durchaus schon länger. Kazzador's Hammer war wohl legendär. Die Kriegerin wusste, dass ihre einzige Chance gegen diesen Gegner zu bestehen die war, schnell und geschickt auszuweichen, denn wo dieser Hammer traf, da war definitiv mit gröberen Wunden und Knochenbrüchen zu rechnen. Zweimal schaffte Fineae Kazzador zu treffen bevor dieser sie doch am Bein erwischte. Fineae wankte und hatte das Gefühl als würde es ihr die Beine unterm Körper wegziehen, doch irgendwie schaffte sie es auf den Beinen zu bleiben. Jetzt riss sie sich noch mehr zusammen. Sie tänzelte um den Hammer herum und übersäte den Krieger mit unzähligen Treffern und Schlägen. Schließlich gab Kazzador nach zwei Rumpftreffern auf. Fineae hatte das Duell für sich entschieden. Stolz reckte sie den Schwertarm gegen Himmel und ließ sich von der tosenden Menge feiern. Die Schmerzen im Bein versuchte sie zu verstecken. Es war ohnehin wohl ihr letztes Tunier. Dieses letzte Mal Ruhm einstreichen, konnte nicht schaden. Zeit zum Jammern und für die Schmerzen in den Beinen hatte sie später immer noch.

Das Tjosten hatte sie für sich entschieden und nun auch das Duell. Das würde die Ehre der königlichen Familie fixieren und die Kraft der Großen Königlichen Gemahlin repräsentieren für alle ihre Untertanen. Genau so würde sie gefeiert werden und den Glauben an den Pharao und seine Familie stärken.

Freudestrahlend schritt sie möglichst aufrecht zurück zur Tribüne wo der Pharao und ihre Kinder sie bereits erwarteten. Die Feierlichkeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden an und kaum jemand ging am Morgen noch nüchtern und aufrecht nach Hause.


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