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Re:Es begann in Ravenna... 14.11.2011 14:32:16 --- 6 Monate, 1 Woche her
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"Ach, zuviel des Lobs liebe Mina," wehrte er lächelnd ab, aber insgeheim fühlte er sich doch sehr geschmeichelt.
Bei ihrer Berührung lief ihm ein Schauer über den Rücken, ein wohliger Schauer der sein Verlanbgen entfachte. Jetzt war er sich sicher, diese Frau musste er haben! Umso erfreuter war er, als sie vorschlug gemeinsam etwas zu essen. Er erhob sich ebenfalls.
"Gerne doch. Ich glaube ich wüsste da auch eine ruhige, etwas abgelegenere Gaststätte."
Er machte eine einladende Geste und zeigte ihr den Weg. Er führte sie in einen ruhigeren Teil der Stadt, am Rande wo schon Weinberge begannen. Diese reichten bis neben die Gaststätte, wo man auf gemütlich auf einer Terrasse mit Holzstühlen und -tischen sitzen konnte.
Morgan rückte ihr den Stuhl zurecht als sie sich setzten und als sie bestellten, orderte er den besten Wein den der Wirt da hatte. Sie plauderten noch ein wenig über belanglose Kleinigkeiten, bis wieder ein kleiner Moment der Ruhe eintrat. Morgan saß zurück gelehnt in seinem Stuhl und nahm gerade einen Schluck Wein. Er genoß die Zeit mit Mina wirklich, aber er wusste nun wieder nicht worüber sie noch reden konnten. Darum genoß er noch ein wenig den Moment mit ihr.
Auf der Straße spielten ein paar Kinder und ihm fielen seine beiden Töchter ein, die in Verona auf ihn warteten. Doch Kinder waren kein Thema, dass man bei einem ersten Treffen anschnitt...
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Re:Es begann in Ravenna... 15.11.2011 21:22:56 --- 6 Monate, 1 Woche her
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Minas Gedanken folgten ganz unbeschwert dem Kinderlachen. Was Morgan wohl gerade dachte? Ob er schon einmal eine Gefährtin hatte? Minas erste Ehe war kurz und kinderlos geblieben. Mina beschloss in die offensive zu gehen. Die Furie Roms konnte ihn nicht abschrecken. Was also gab es zu verlieren? Sie wollte ihn, sie brauchte ihn. Sie spührte, dass sie füreinander bestimmt waren. Sie war sich so sicher, wie noch nie zuvor in ihrem ganzen Leben. Sie fühlte sich vom Leben betrogen und wollte jetzt alles auf einmal nachholen.
"Was wäre, wenn uns die Priesterinnen des Venus-Tempels gleich hier und heute noch vermählen würden?"
Morgan schien keine Miene zu verziehen, dabei meinte Mina es ernst. Jetzt kam sie sich plötzlich wie eine Idiotin vor.
"Verzeiht meinen Vorstoß. Ich hätte nicht fragen sollen. Es war dumm von mir. In eurer Gegenwart bin ich nicht Herrin meiner Sinne. Ich ich ... ich kann es nicht beschreiben. Ich weiß nur. Ich brauche Euch. Ich möchte Euch nie mehr loslassen." Den letzten Satz hauchte sie förmlich von ihren Lippen. Die redegewandte Senatorin Roms, Chefin der Geheimpolizei nun vollkommen wehr- und sprachlos in einer ihr vollkommen neuen Situation.
Volkstribuna Roms. Senatorin der ordentlichen römischen Republik.
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Re:Es begann in Ravenna... 16.11.2011 15:07:23 --- 6 Monate, 1 Woche her
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Morgan fiel aus allen Wolken. Er war so überrascht, dass er sich zuerst gar nicht regte. Mina war nun aber doch ziemlich schnell... meinte sie das ernst? Anscheinend doch, so verlegen wie sie am Ende wirkte. Morgan hätte misstrauisch sein müssen, doch er wollte sie ja ebenso. Also was solls, wenn sie beide es wollten, warum nicht dann nicht gleich weiter gehen.
Die Erleichterung, dass sie ebenso fühlte wie er, musste deutlich auf seinem Gesicht zu sehen sein. Er sah sie nur still an und lächelte, dann beugte er sich vor. Ohne ein weiteres Wort legte er seine Hand an ihre Wange, sah ihr einen Moment in die Augen und küsste sie dann.
Danach betrachtete er sie noch einen weiteren kleinen Moment , bevor er mit sanfter Stimme antwortete:
"Ich finde diese Idee gar nicht dumm. Im Gegenteil, ich wäre dafür, ich würde sofort mitkommen um mit euch diese Bindung einzugehen. Denn ich fühle mich ebenso zu euch hingezogen, wir kennen unhs erst so kurz und dennoch ist meine Zuneigung für euch in der kurzen Zeit so stark gewachen, dass ich euch am liebsten gar nicht gehen lassen würde. Aber seid ihr euch ganz sicher? Seid ihr euch sicher, dass dies nicht nur eine fixe Idee ist, ein spontaner Entschluss den ihr später vieleicht bereuen werdet?"
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Re:Es begann in Ravenna... 20.11.2011 12:43:54 --- 6 Monate her
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"Bereuen?" Mina machte große Augen. "Ich habe schon so viele Fehler in meinem Leben gemacht, dass ich heute keinen machen möchte. Ich bin so oft nach links gegangen anstatt nach rechts. Nein, ich würde es nur bereuen und bedauern, wenn ich Euch jetzt gehen lassen würde."
Die rationale Mina war sich sicher und die emotionale Mina fühlte es genau. Das sollte der richtige Weg sein.
"ihr fühlt doch genau so. Die Götter werden unsere Schritte zu einander gelenkt haben. Ich kann mir das anders nicht erklären."
Mina war leicht beschwingt und griff sachte nach seiner Hand.
Volkstribuna Roms. Senatorin der ordentlichen römischen Republik.
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Re:Es begann in Ravenna... 24.11.2011 03:25:04 --- 6 Monate her
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Morgan musste schmunzeln, sie war wirklich felsenfest überzeugt so schien es.
"Dann soll es so sein..."
Ihre Hand in seiner fühlte sich gut an. Ihre Hand war weich und sanft, die Hand einer Schreiberin eben, so ganz im Gegensatz zu seiner rauen, der Hand eines Kriegers.
Er stand auf, lies aber nicht los.
"Dann lasst uns keine weitere Zeit verlieren. Das Leben ist kurz genug."
Der Worte waren nun genug gefallen, Jetzt sollten Taten folgen. Beschwingt ließen sie das Gasthaus hinter sich und suchten den Tempel auf. Alles war spontan und in kleinem Kreise gehalten, die Priesterinnen improvisierten eine kleine Zeremonie mit dem was zur Hand war, aber das war nicht weiter schlimm, war diese Zeremonie doch eher symbolisch.
Dies war keine politische oder aus kalkül geschlossene Hochzeit, nur die Verbindung zweier Menschen die sich gefunden hatten...
Morgan verbrachte noch den Rest des Tages und die Nacht mit Mina, bevor es am nächsten Morgen hieß Abschied nehmen. Es fiel ihm wirklich schwer, für den Rest der Zeit die sie getrennt sein würden, würde er an sie denken müssen. Er versprach ihr nach Rom zu schreiben und verlies dann mit dem etruskischen Heer die Stadt.
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Re:Es begann in Ravenna... 26.11.2011 13:00:05 --- 6 Monate her
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Es war hübsch arrangiert von den Priesterinnen gewesen. Nur eine Liebsnacht hatten Morgan und Mina, bevor sich ihre Wege schon wieder trennen mussten, aber Mina bereute es nicht. Sie war sich sicher, diesmal keinen Fehler gemacht zu haben. Ihr Weg würde sie wieder nach Etrurien führen. Nach der Bereinigung ihrer Geschäfte in Rom. Dann würde sie auch etwas bleiben.
Volkstribuna Roms. Senatorin der ordentlichen römischen Republik.
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Re:Es begann in Ravenna... 30.11.2011 01:26:25 --- 5 Monate, 3 Wochen her
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Verona, kurz vor Abmarsch der Etrusker nach Norden
Es war alles fertig und bereit zum Abmarsch, Morgan war nur noch mal kurz in seiner Villa um sich von seinen zwei Töchtern zu verabschieden. Er hatte ihnen schon von Mina erzählt, sie hatten sich gefreut, doch wie sie auf sie reagieren würden in Persona würde man sehen müssen. Beide Töchter, Halbschwestern, waren ohne Mutter aufgewachsen.
Morgan erinnerte sich, dass er noch etwas schreiben wollte. Er verfasste einen Brief, der nach Rom zu Minas Villa geschickt werden sollte und machte sich dann auf den Weg.
QUOTE: Salve, liebste Mina
Wie versprochen, schreibe ich dir. Ich lasse mir nun immer alle möglichen Berichte aus Rom kommen, um mich zu informieren, den bei uns ist kaum was los und Rom bekanntlich der Nabel der Welt. Ich weis jetzt auch viel mehr zu deinem Ruf als "Furie Roms", doch auch die wilden Gerüchte die ich vernahm schrecken mich nicht, im Gegenteil: Auch du hattest gewiss Gründe für dein Handeln, es zeigt dass du weisst dich durchzusetzen und dass du eine starke Frau bist!
Doch nicht nur über dich, auch über Rom allgemein habe ich mich informiert. Das Kaiserreich scheint sich ja nun fest etabliert zu haben nach dem Sieg in Campania. Ich weis nicht ob die Verfassung dieses neuen Imperiums mit der vorherigen der Republik vergleichbar ist, aber da verlasse ich mich dann auf dein Urteil.
Es interessiert dich vieleicht zu hören, dass ich nun auch Verwalter von Ravenna, unserer schönen Stadt wo wir uns trafen, geworden bin. Der letzte Verwalter ist verschollen, die Untersuchungen dauern dazu noch an. Doch ich bin auch weiterhin mit der Führung der etrurischen Krieger betraut.
Apropo Krieg, die Rauriker haben uns angegriffen, doch diese kleine Horde Barbaren war ziemlich schwach und wurde problemlos von unseren Milizen in der Lombardei abgewehrt. Wir machen uns auf den Raurikern zu zeigen wie man sowas richtig macht und statten ihnen im Germanengebiet einen Besuch ab. Ich werde also nicht mehr in Verona sein wenn du diesen Brief liest.
Da ich auch nicht weis wo du bist, lasse ich ihn einfach an deine Villa in Rom schicken.
Ich soll dich auch von Sarah und Adelia grüßen.
Möge Sol immer über dich wachen.
Morgan
Bis der Brief in Rom ankam würden die Etrusker bereits tief im germanischen Stammesgebiet der Rauriker sein.
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Re:Es begann in Ravenna... 04.12.2011 23:32:58 --- 5 Monate, 3 Wochen her
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Auf umwegen hatte Mina der brief erreicht. Er hatte ein wenig gelitten, war aber noch gut lesbar. Sie zog sich zurück damit sie niemand beim lesen beobachten konnte. Das lag zum einem daran, dass sie das immer tat, weil niemand um ihre holprigen Lese- und Schreibfähigkeiten wissen sollte und zum anderen weil dieser Brief von ihrem Liebsten stammte.
Ihr Herz machte Sprünge und sie fühlte sich ganz leicht, wie fernab der politischen Realität Roms. Sogleich machte sie sich daran einen brief zu verfassen, und gab sich dabei all ihr erdenkliche Mühe. Es dauerte etwas bis sie mit ihrem Schriftbild zufrieden war und es war jetzt schon weit nach Mitternacht, aber der Bote sollte keine Zeit verlieren.
QUOTE:
Liebster Morgan,
die Zeit verrinnt langsamer ohne Dich. Es freut mich, für Dich und für uns, dass Du die Verwaltung von Ravenna übernehmen konntest. Dieser schöne Fleck Erde hat uns zusammengeführt. Könnte ich doch nur jetzt bei Dir sein. Ich wünschte ich wäre so frei wie ein Vogel, so könnte ich jetzt zu Dir fliegen.
Grundbesitz bleibt also in der Familie. Ich habe meinen Posten als Provinzverwalterin Campanias aufgegeben. Auch habe ich das, durch das kaiserliche Amt bedingt leere, Senatasamt aufgegeben. Nein, ich gebe nicht auf etwas zu bewirken. Vielmehr hat mich politisches Kalkühl dazu bewogen. Ich trete nun zur Wahl der Volktribuna Roms an. Ich male mir nicht wenige Chancen aus. Als Senatorin war ich oft zu weit weg von der Stimme des Volkes. Jetzt möchte ich alle diese Stimmen hören und ihnen eine Chance geben nicht nur gehört zu werden, sondern auch Taten folgen lassen.
Wie ich hörte war es besonders in letzter Zeit nicht einfach für Etrurien. Ich bin mir aber sicher, dass Du Eure Truppen zum Sieg führen wirst.
Grüße Mir Deine Töchter. Ich bin gespannt auf unsere erste Begegnung und auf ein Wiedersehen mit Dir. Leider war unsere Zeit kurz, aber dafür so intensiv. Wie Du weißt war meine erste Ehe leider kinderlos geblieben. Umso mehr freue ich mich, Deinen Töchtern mehr als nur eine Freundin sein zu dürfen, falls sie dies möchten und akzeptieren. Es ist schwer so etwas vorauszusehen, aber ichbin zuversichtlich, dass wir uns verstehen werden. Die Furie Roms bin ich nur dienstlich.
Deine liebste Mina
Mina siegelte den Brief und bezahlte dem boten einige Silberlinge extra. Er solle den brief mit seinem Leben hüten.
Minas Hand schwerzte vom Schreiben. Sie verkramfte ihre rechte Hand dabei immer und brauchte für jeden Buchstaben eine kleine Ewigkeit. Ihre linke Hand schmerzte nicht mehr so sehr, nur noch wenn es kälter wurde und beim Baden. Auf was für eine dumme Idee sie damals gekommen war sich den Arm aufzuschneiden, nur um dem Kaiser zu demonstrieren wie Rom ausblute. Dabei ertappte sich sich wie sie Gaius als Kaiser betitelte. Das würde sie in der Öffentlichkeit nie tun. Sie fand stets ironische Titel und Untertöne um ihm diesen Titel wenig schmackhaft zu machen.
Volkstribuna Roms. Senatorin der ordentlichen römischen Republik.
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