KRIEGER-RAT
Beiträge: 647
|
|
Das Leben der Guttonen 20.11.2011 15:02:44 --- 6 Monate her
|
|
|
Kresten wanderte unruhig in seinem Zelt hin und her. Momentan wartete er auf die Rückkehr einiger Späher, die im Norden des Landes die Barbaren beobachten sollten, die dort das Land unsicher machten.
als ob es nicht schon genug Probleme gegeben hatte seit dem Machtwechsel.
Er ging alles nochmal in Gedanken durch.
Nachdem die alte Kindis der Guttonen zurückgetreten war und er als neuer Herrscher der Guttonen auserwählt wurde, mussten sie sich direkt den Svearn und Belgern stellen. Den Svearn war von den vorherigen Regenten übel mitgespielt worden, sodass sie mit den Belgern als Unterstützung aufgebrochen waren sich zu rächen.
Glücklicherweise war es ihm gelungen, nach langen Verhandlungen die Kampfhandlungen einzustellen und ihren Frieden mit den Svearn zu machen. In der Zeit, als sich fast alle Krieger an der südlichen Grenze befanden, fielen dann Barbaren in Pskow ein und brachten Tod und Zerstörung in diesen Landstrich.
Daher war man nun unterwegs nach Norden, um den marodierenden Banden Einhalt zu gebieten. Die Späher sollten ihre standorte und Truppenstärke auskundschaften, nun wartete er darauf, dass sie zurückkamen und Bericht erstatten.
Am Nachmittag unterrichtete ihn dann eine Wache von der Ankunft der Späher, die er dann sofort zu sich kommen liess. Die Ungewissheit nagte etwas an ihm, wie viele Barbaren waren dort? Waren sie auch für das Heer ein ernstzunehmender Gegner?
Doch die Berichte der Späher liessen ihn etwas aufatmen.
Es waren nicht viele Feinde, sie hatten wohl nur deshalb die Bevölkerung angegriffen, weil das Heer weit weg war. Sie solllten kein Problem sein. Daher beschloss Kresten die Weiterreise über die Hauptstadt, wo die Vorräte wieder aufgefüllt werden sollten und dann weiter nach Norden nach Pskow.
Das Heer wurde informiert und man machte sich bereit, am nächsten Tag zur Hauptstadt nach Lettland zu reisen.
Derweil kontrollierte er die neuen Karten, die Zeichner angefertigt hatten, nachdem man Kunde von neuen Völkern im Nordosten erhalten hatte und die Ausdehnung der bekannten Völker anhand von Berichten von durchreisenden Händlern angepasst hatte.
Immer noch waren die Guttonen weit von anderen Völkern entfernt, entweder durch breite Streifen nichtbesiedeltes Land oder das Meer in ihrem Rücken.
Nachdem er die Karten für gut befunden hatte, streifte er durch das Lager und schaute nach den Kriegern.
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:Das Leben der Guttonen 20.11.2011 21:27:58 --- 6 Monate her
|
|
|
Eins! Zwei! Drei! Schritt vor und Ausfall!
Bulweih Hygeriakson schwitzte wie selten, trotz des noch recht kühlen Wetters. Es war wechselhaft zu dieser Jahreszeit. Mal schwitzte man einfach aufgrund der Hitze und mal fühlte man sich wie im tiefen Winter.
Die letzten Monate waren anstrengend gewesen, doch langsam gewöhnte sich der junge Krieger an die täglichen Strapazen.
Das Lager abbauen, marschieren, das Lager wieder aufbauen, tägliche Übungen... in den ersten Monaten im Heer trieben ihn diese Abläufe immer wieder der Erschöpfung zu, doch es wurde besser.
Auch seine ersten Schlachten hatte der junge Guttone schon geschlagen, wenngleich er nicht all zu erfolgreich war... für sich betrachtet.
Nocheinmal! peitschte die Stimme des Ausbilders über die Gruppe der trainierenden hinweg und Bulweih ging wieder in Ausgangsposition. Er würde den Speer schon noch meistern.
Es würde sich auch auf dem Schlachtfeld ändern. Er war stolz, bereits im Schildwall der Guttonen stehen zu dürfen und eines Tages würden sie stolz sein, dass er im Schildwall stand...
Dort treffe ich dann meinen Vater. Dort treffe ich dann meine Mutter, meine Schwestern und meine Brüder, und all jene meiner Ahnenreihe von beginn an. Sie rufen bereits nach mir, sie wollen, dass ich meinen Platz zwischen ihnen einnehme. Hinter den Toren von Walhalla, wo die tapferen Männer in alle Ewigkeit leben.
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
KRIEGER-RAT
Beiträge: 647
|
|
Re:Das Leben der Guttonen 22.11.2011 01:48:46 --- 6 Monate her
|
|
|
Die letzten Tage waren lang und anstrengend gewesen.
Kresten, der Kindis der Guttonen sitzt in seinem Zelt und überdachte wieder die Planung. Morgen werden sie in das Gebiet marschieren, in dem die Barbaren Unheil anrichten. Mittlerweile haben die Späher bestätigt, dass es keine sehr große Zahl an Gegnern ist, der man sich stellen muss.
Trotzdem hatte das Ganze schon jetzt einiges an Organisation gekostet. Immerhin waren aus der betroffenen Region viele Menschen Richtung Lettland geflüchtet, weshalb vor allem die Lager in Livland, welches zwischen den beiden Landesteilen liegt, sehr voll waren. Immer wieder führte diese angespannte Situation zu Streitigkeiten. Auch in der Hauptstadt war einiges liegengeblieben, während sie an der Südgrenze der Landes waren. Auch nach einem Tag harter Arbeit, in dem derzeit das Heer versorgt wurde, hatte Kresten nicht alles erledigen können.
Er freute sich schon auf den Tag, da die Barbaren vertrieben waren und wieder Ordnung einkehren würde.
Aber er wusste auch, dass sich das wohl noch einige Zeit hinziehen würde.
Nachdenklich verliess er sein Zelt und ging durch das Lager. Er nickte den Wachen und Patrouillen zu, den auch wenn es unwahrscheinlich war, so konnten auch hier die Barbaren angreifen, weshalb man die Wachen verstärkt hatte. Am Tag hatten viele der Krieger sich im Duell geübt, jetzt in der Nacht waren die meisten am schlafen.
Ein bisschen noch genoss Kresten diese klare Nacht, dann ging auch er schlafen.
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
KRIEGER-RAT
Beiträge: 647
|
|
Re:Das Leben der Guttonen 25.11.2011 01:32:39 --- 6 Monate her
|
|
|
Es war soweit, im Morgengrauen waren die Guttonen in die Ländereien marschiert, in denen die Barbaren wüteten. Nun hatten sich die Reihen formiert, auf dem Hügel die Guttonen, Kresten auf seinem Pferd vorne mit dabei. Unten im Tal warteten in einem losen Pulk die Barbaren, schon aus der Entfernung liess sich erkennen, dass das keine erfahrene Kämpfer waren.
Seht, wie sie zittern. Sie sehen jetzt was sie davon haben, unsere Landsleute angegriffen zu haben, unsere Dörfer geplündert und Frauen und Kinder geschändet zu haben. Führen wir sie nun ihrer Strafe zu. Aber lasst ein paar von ihnen entkommen, sie sollen verbreiten, was mit denen geschieht, die sich gegen die Guttonen stellen! Auf meine Freunde, für die Guttonen, für unser Land und für Tyr!
Er wendete und stürmte den Hang hinab, die anderen dicht hinter ihm. Wenige Meter vor dem Aufprall auf die feindlichen Linien passiert es dann. Barékur, sein Pferd, stolpert auf dem unebenen Untergrund und stürzt mit Kresten zusammen zu Boden und rutscht mit ihm in die erste Reihe der Barbaren.
Schnell rappelt Kresten sich wieder auf, als auch schon Morcant, einer seiner Leibwächter neben vor ihm war und einen Barbaren niederstreckte, der mit erhobenem Schwert vor Kresten aufgetaucht war. Ardaric war auch in seiner Nähe. Als er sich kurz umblickte, sah er, das bereits ein Grossteil der Guttonen in Zweikämpfe verwickelt waren.
Gerade als er sich wieder in den Kampf stürzen wolltel, sah er, wie sich ein Barbar von Hilde entfernt hatte und auf Barékur zukam, der sich noch nicht wieder aufgerappelt hatte. Sofort rannte Kresten los, um ihn zu stellen, doch es war bereits zu spät.
Mit einem schnellen Streich seines Schwertes hatte er schon die Kehle von Barékur durchtrennt. Das angstvolle Wiehern seines Pferdes hörte abrupt auf. Sofort spürte Kresten eine wilde Wut in sich hochlodern. Aus vollem Lauf heraus spiesste er den Barbaren mit seinem Speer auf, der sofort tot war.Blitzschnell drehte Kresten sich um und stürzte auf den nächsten, auch dieser hatte seinem Speerstoss nichts entgegenzusetzen. Dann genügte ein schneller Blick und es war klar, dass der Kampf vorbei war. Alle Barbaren waren außer Gefecht und keiner der Guttonen hatte ernsthafte Verletzungen erlitten.
Das spürte Kresten, wie seine unbändige Wut einer tiefen Trauer wich. Langsam drehte er sich um und ging zu seinem Pferd, dass tot auf der Erde lag. Viele Jahre lang war Barékur ein treuer Gefährte gewesen und auch wenn er bereits alt war, kam sein Ende so sehr unerwartet.
Schnell wurden die Barbaren verscharrt und auch für Barékur wurde eine Grube ausgehoben, dann brach der Heerestross wieder auf zum Lager. Bei der rauschenden Siegesfeier hob Kresten einmal für sich den Becher auf Barékur, dann feierte er mit den Anderen den Sieg.
Am nächsten Tag brach der Tross bereits wieder auf zur Burg, es gab immer noch viel zu tun.
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
KRIEGER-RAT
Beiträge: 647
|
|
Re:Das Leben der Guttonen 27.11.2011 14:48:36 --- 5 Monate, 4 Wochen her
|
|
|
Mittlerweile war der Heerestross wieder in der Hauptstadt angekommen.
Alle gingen ihren Verpflichtungen nach, die Reiks kümmerten sich um ihre Ländereien, die meisten Krieger trainierten oder waren bei ihren Familien.
Kresten kümmerte sich um die Amtsgeschäfte, es war einiges liegengeblieben.
Nachmittags aber ging er zu einem örtlichen Pferdezüchter, auch wenn er Barékur vermisste, so brauchte er doch ein neues Pferd. Viele Pferde beschaute er sich, doch dann fiel ihm auf, dass der Züchter ihm ein Pferd nicht zeigte.
Sagt, was ist mit dem Pferd da hinten? Ist das nicht zu verkaufen?
Doch Herr, aber es ist kein junges Pferd mehr wie die anderen, es ist schon älter. Außerdem ist es sehr unruhig bei Fremden und hört nicht gut.
Ich würde es trotzdem gerne sehen.
So führte der Züchter ihn auch zu diesem Pferd. Es schnaubte unruhig als die beiden ankamen und tänzelte etwas herum, versuchte etwas zurückzuweichen. Kresten trat ruhig vor und hob die Hand und liess sie sanft über die Nüstern der Pferdes wandern. Wieder zuckte es kurz zurück, liess die Berührung dann aber zu. Fasziniert schaute Kresten sich das zwar etwas kleinere, aber dafür sehr robuste Pferd an.
Ein Steppenpony, hab ich Recht? Hat es denn einen Namen?
Ja Herr. Es heisst Faxe, so wurde es von seinem Vorbesitzer genannt.
Für Kresten war die Entscheidung gefallen, dieses Pferd sollte es sein. Er bezahlte es bei dem erstaunten Züchter, der nicht verstand warum Faxe Kresten gegenüber so ruhig war.
Dann ritt Kresten wieder zur Burg zurück und brachte Faxe in die Ställe, wo er von den Knechten versorgt wurde. Kresten begab sich wieder an die Arbeit.
In den darauffolgenden Tagen unternahm er öfter Ausritte, um sich an Faxe und Faxe an ihn zu gewöhnen, dabei hatte er keinerlei Probleme. Nur wenn Andere sich Faxe näherten und ihn anfassen wollten, wurde er sehr unruhig und störrisch, aber das stellte kein grosses Problem dar.
Wir kommen schon miteinander klar
flüsterte Kresten einmal zu Faxe, der daraufhin wie zustimmend wieherte. Dann ging Kresten wieder an die Arbeit.
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
KRIEGER-RAT
Beiträge: 647
|
|
Re:Das Leben der Guttonen 02.12.2011 00:28:20 --- 5 Monate, 3 Wochen her
|
|
Wieder einmal war Kresten mit einem Heer unterwegs.
Während er da stand zog der Tross an ihm vorbei. Er war zwar nicht so gross wie beim letzten Mal, doch waren mehr als die Hälfte der Krieger der Guttonen darin versammelt, der Rest war als Heimatschutz zurückgeblieben.
Man hatte eine Einladung der Bosporanen zu Festspielen erhalten. Da dieses Volk vor kurzen erst neu geeint wurde und nicht sehr weit weg lag, nahm man die einladung an, so dass die Abordnung Krieger mit ihm nun dorthin unterwegs war, um die Guttonen zu vertreten.
Es hatte bereits ein reger Schriftverkehr zwischen den Herrschern stattgefunden, dabei hatte man vereinbart, dass die Guttonen bereits früher kommen und man sich vorher noch treffen würde, um einige Übungsmanöver durchzuführen. Die meisten der Bosporanen waren noch sehr jung und auch einige der Guttonen hatten noch nicht viel Erfahrung mit Kämpfen im Heeresverband, was durch diese Manöver etwas verbessert werden sollte.
Nun, da es nicht mehr weit war, rief Kresten einen Boten zu sich und gab ihm folgende Nachricht, dass er sie zu den Bosporanen bringe.
QUOTE:
Odin zum Grusse Rondrikan, Tyrann der Bosporanen und Gaya, Archon der Bosporanen.
Wie abgesprochen sind wir bereits füher aufgebrochen, damit wir die Möglichkeit haben, uns in Manövern zu üben und im freundschaftlichen Wettkampf zu vergleichen.
Wir sind bereits auf dem Weg und werden noch ungefähr einen Tagesmarsch brauchen, um am vereinbarten Treffpunkt an der Grenze des Bosporus einzutreffen.
Ich freue mich bereits darauf, euch dort endlich persönlich kennenzulernen.
Kresten
Kindis der Guttonen
Der Bote machte sich auf den Weg und Kresten schloss sich wieder der Kolonne an.
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:Das Leben der Guttonen 03.12.2011 01:58:59 --- 5 Monate, 3 Wochen her
|
|
|
Der Bote hatte die Bosporanen erreicht und die Nachricht übergeben welche Gaya ein schmunzeln abrang. Oft schon hatte Sie per Bote mit dem Kindis der Guttonen kommuniziert und bald würden sich die Völker nun auf dem Schlachtfeld zu einer Übung gegenüber stehen. Die junge Kriegerin hatte alle aus dem Volk zusammen gerufen und diese als Heeresverband der Bosporanischen Garde neu sammeln lassen und führte das Heer, oder das was irgendwann einmal ein gefürchtetes Heer werden sollte nun in jene Richtung welche zwischen den Herrschern ausgemacht wurde um auf den Heeresverband der Guttonen zu treffen. Mehrere Wochen marschierten die tapferen aber recht unerfahrenen Krieger nun gen Jedisan und von dort weiter zum Treffpunkt, welchen man an diesem Tag in den frühen Morgenstunden erreichte. Noch lag Nebel über den Feldern und der kleinen Senke welche erwählt wurde um die Übungsschlacht auszuführen doch diese würden sich bald lichten und das 'feindliche' Heer würde sichtbar werden für die Augen der bosporanischen Krieger. Ein Bote wurde mit einer Nachricht entsandt, an Kresten den Kindis der Guttonen, in welcher ein Treffpunkt zur Besprechung bekannt gegeben wurde. Wenn die Sonne am Zenit stehen würde, würden sich die Archon, der Tyrann sowie die Führung der Guttonen treffen um die Bedingungen der Schlacht auszuhandeln so, dass es für die jungen und unerfahrenen Krieger der Bosporanen möglichst viel lernen konnten und wenig Schaden dabei angerichtet werden würde. Ohne Blessuren würde es nicht ablaufen aber man versuchte zumindest diese so gering wie möglich zu halten, so zumindest Gaya´s Gedanken.
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
KRIEGER-RAT
Beiträge: 647
|
|
Re:Das Leben der Guttonen 03.12.2011 22:15:09 --- 5 Monate, 3 Wochen her
|
|
|
Am Treffpunkt angekommen, schlugen die Guttonen ihr Lager auf einem Hügelkamm auf. Darauf folgte ein Tal und dann ein Hügel, auf dem die Bosporanen ein Lager errichtet hatten.
Nachdem alles seinen Lauf genommen hatte, ging Kresten zusammen mit Myrrdin, seinem alten Weggefährten aus der Zeit, als sie noch Rauriker waren, in das Lager der Bosporanen um die Absprachen bezüglich der Übungsschlacht zu treffen. Was sofort auffiel, war, dass alle Krieger sehr jung waren. Keiner war augenscheinlich älter als 25, aber viele schienen dennoch gut trainiert zu sein. Etwas nebendran bemerkte er auch Bauern, die scheinbar aus der Umgebung kamen, denn sie hatten keine Zelte dabei.
Er fragte sich zu den Herrschern der Bosporanen durch und wurde an deren Zelt geführt.
Dort wartete eine Überraschung auf ihn. Drei Bosporanen warteten dort auf ihn, zwei männliche und eine Frau. Einer der Männer wurde dabei von den anderen zwei flankiert, es war deutlich dass er der Anführer war. Demnach ging Kresten davon aus, dass es sich bei den anderen Beiden um die Berater des Tyrannen handelte. Sofort blieb sein Blick an der Frau hängen. Demnach musste sie Gaya, die Archon für Äusseres sein. Sie fiel unter allen Anwesenden sofort auf. Zwar war sie jung, wie alle anderen auch, Kresten schätze sie so auf etwa 20 Jahre. Es war aber ihr Aussehen, welches ihn faszinierte. Im Näherkommen betrachtete er sie genauer, sie hatte dunkelbraune Haut, schwarzes Haar und graue Augen. Sie war recht groß gewachsen, sein Blick streifte über ihre langen Beine und ihren recht muskulösen Körper. Wieder ging sein Blick zu ihren Augen, an denen er kurz hängenblieb. Dann bemerkte er, dass er sie die ganze Zeit anstarrte und wie unhöflich er damit war, riss sich zusammen, dann waren sie auch schon da.
Nach der Begrüssung wurde schnell alles geregelt, der Kampf sollte im Tal stattfinden, das zwischen den Lagern lag. Man versicherte sich gegenseitig, dass die Krieger angewiesen werden, sich möglichst gegenseitig nicht alle Knochen zu brechen, worauf besonders Kresten bei seinen erfahreneren Kämpfern achten würde. Dann machte man noch ein weiteres Treffen nach dem Kampf aus, bei dem der nächste Kampfort abgesprochen werden sollte. Immer wieder glitt sein Blick dabei zu Gaya, auch wenn er es zu unterdrücken versuchte, aber sie faszinierte ihn einfach.
Während dieser Besprechung erfuhr Kresten, dass die Bauern tatsächlich aus der Umgebung waren und auch Erfahrung sammeln wollten, es wurde vereinbart, dass sie auf Seiten der Bosporanen mitmachen sollten.
Nach diesem Gespräch kehrten Kresten und Myrddin zu den Guttonen zurück, wo Kresten die Krieger von den Abmachungen berichtete und sie darauf hinwies, dass niemand ernsthaft verletzt werden sollte und man dementsprechen kämpfen sollte.
Dann machten sich die Krieger bereit und gingen auf ihrer Seite des Tals in Formation.
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:Das Leben der Guttonen 04.12.2011 13:32:27 --- 5 Monate, 3 Wochen her
|
|
|
Kurz zuckte Gaya zusammen als die Gäste nun in das Zelt traten und ihre Blicke musterten die Neuankömmlinge neugierig und recht unverhohlen, immerhin wollte die junge Kriegerin ja wissen, wer oder was ihnen das entgegen trat auf dem Schlachtfeld. Leises seufzen entglitt ihren Lippen als Sie den gut gebauten Kerl erblickte, welcher sich als Kresten der Kindis der Guttonen herausstellte und wenn seine Krieger nur halb so gut gebaut waren dann würde der Kampf wohl gegen die Bosporanen ausgehen. Doch hatte Sie eigentlich schon fast mit sowas derartigem gerechnet und aufgeben war noch nie ihre Stärke gewesen, auch wenn der Kampf verloren würde, die Schlacht noch lange nicht und aus jeder Niederlage lernten die Bosporanen so oder so und wenn es nur die Erfahrung war die der chaotische Haufen mit nach Hause nehmen konnte. Noch war alles recht unstrukturiert in deren Heer aber das würde alles die Zeit mit sich bringen aus den Jungspunden grosse Kämpfer zu machen vor denen sich der Gegner fürchten würde. Gaya hatte mehr als einmal im Heeresverband gekämpft und gegen die Barbaren hatte das Heer ja bereits bestanden nun war es eben an der Zeit sich gegen echte Gegner zu beweisen. Ein schmunzeln ruhte auf ihren Lippen denn Kresten schien ebenso seinen Gegner auszuloten ganz besonders Sie und Gaya war in Versuchung ihm die Finger ans Kinn zu legen um seinen Mund zu schliessen der leicht geöffnet war während er Sie förmlich anstarrte. "Ich hoffe euch gefällt was ihr seht grosser Kindis der Guttonen aber nun möchte ich mich auf das wesentliche unseres Treffen konzentrieren, den Kampf." liess die Kriegerin verlauten und rollte eine auf eine Tierhaut gezeichnete Karte von dem Gebiet aus. Prüfend glitt ihr Blick zu Rondrikan und Krateos eh Sie sich wieder an Kresten wendete und das Wort führte um das nötigste zu besprechen, dabei auszumachen, dass die Barbaren auf ihrer Seite kämpfen würden um so den jungen Kriegern eine grössere Chance einzuräumen. Kaum lange hatte es gedauert eh alles geklärt war und jeder wieder seines Weges zog um die Truppen anzuweisen für die Schlacht und dann die Truppen hinab ins Tal zu führen um dort Stellung zu beziehen.
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
KRIEGER-RAT
Beiträge: 647
|
|
Re:Das Leben der Guttonen 04.12.2011 15:07:50 --- 5 Monate, 3 Wochen her
|
|
|
Jetzt war es soweit.
Das Startsignal wurde gegeben und die Heere rückten langsam aufeinander zu. Die Guttonen gingen in einer festen Formation vor, bei den Bosporanen war es mehr ein dicht gepackter Haufen. Die Bauern stolperten etwas hilflos in der Formation herum, allerding hielten die Bosporanischen Führer ihr Heer dafür sehr gut zusammen. Die Bauern schossen einige wenige Geschosse ab, die alle auf ihn, seine beiden Leibwächter Morcant und Ardaric und auf Thisseas, der daneben ging, niedergingen. Allerdings prallten alle an der Rüstungen ab, dann kam es auch schon zum Kampf.
Kresten sah sich einem der besser gerüsteten Krieger der Bosporanen gegenüber, er war genau an der Stelle, wo die Krieger der Bosporanen mit ihrem Tyrannen zusammen waren, bei dem Heer angekommen. Er hatte einen kurzen Schlagabtausch mit dem Krieger und konnte einen Treffer landen, dann verschwand er in der Masse der Krieger. Kurz hatte Kresten Zeit sich zu orientieren, sah Morcant in ein Gefecht mit einem der Leibgarden des Tyrannen und Ardaric im Kampf mit einem Bauern, dann sah er wie beide sich Rondrikan zuwanden. Dann stand einer der Bauern vor ihm, der allerdings kein richtiger Gegner war und nach einem Treffer von Kresten schnell das Weite suchte. Dann fiel ihm Gaya unter den Kämpfenden auf, wie sie zusammen mit dem Krieger von eben auf Doga losgingen. Gegen zwei Gegner würde sie sich wohl nicht lange behaupten können, weshalb er schnell zu ihr rüberging und sich auf Gaya stürzte. Dabei musste er noch an einer Leibgarde vorbei, die jedoch rasch überwunden und außer Gefecht gesetzt war. Dann entwickelte sich ein heftiger Schlagabtausch mit Gaya, sie hatte schon merkliche Erfahrung im Kampf. Sie umkreisten einander und stachen und parierten mit ihren Speeren, dann konnte Kresten einen Treffer landen, der aber einfach der größeren Reichweite seines langen Speers geschuldet war. Gaya liess sich dadurch aber nicht beirren und kämpfte weiter, obwohl Kresten wusste das es ein heftiger Treffer gewesen war. Er bewunderte ihre Zähigkeit, versuchte aber weiter ihre Deckung zu durchdringen. Kurz wechselten sie ihre Partner, Gaya kämpfte kurz mit Bulweih und er wurde von der anderen weiblichen Kriegerin der Bosporanen angegriffen. Beide Duelle endeten mit Treffern der Guttonen, dann standen sich Gaya und Kresten wieder gegenüber. Dann führte er ein riskantes Manöver aus, das zwar zu einem Treffer seinerseits führte, aber dann spürte er, dass auch Gaya getroffen hatte. Die Luft fuhr ihm aus den Lungen und er spürte den Treffer in den Rippen deutlich und rang etwas nach Luft. Dann sah er aber, dass Gaya aufgegeben hatte und nicht mehr am Kampf teilnahm. Kurz zog er sich etwas zurück um wieder zu Atem zu kommen und schaute kurz über das Kampffeld. Soweit er sehen konnte nahmen noch alle Guttonen am Kampf teil, während die Zahl der kämpfenden Bosporanen schon merklich zurückgegangen war.
Vor ihm fällte Myrrdin einen der Bosporanen, dann waren nur noch einige Bauern übrig.
Er beobachtete, wie Ardaric, Myrddin, Thisseas und Nechbet sich um die übrigen Bauern kümmerten, dann war der Übungskampf auch schon vorbei. Die Guttonen hatten den Kampf gewonnen. Kurz klopfte man sich gegenseitig auf die Schultern, dann verteilten sie sich und halfen den Bosporanen wieder auf die Beine. Nach kurzer Zeit stand fest, dass niemand ernsthafte Verletzungen hatte, nur Prellungen und blaue Flecken hatte fast jeder vorzuweisen.
Dann gingen die Krieger jeweils in ihre Lager. Im Lager der Guttonen wurde der Met ausgepackt, die Feuer angemacht und Fleisch gegrillt, es wurde tüchtig gefeiert und jeder erzählte die Geschichte seines Schlachterlebnisses. Zwar war es nur eine Übung gewesen und die Bosporanen bei weitem nicht so gut ausgerüstet und trainiert gewesen wie die meisten Guttonen, so freute man sich doch darüber, gewonnen zu haben. Kresten liess den Blick über die Feiernden streifen, dann wandte er sich ab und machte sich auf den Weg ins Lager der Bosporanen, um weitere Absprachen zu treffen.
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|