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THEMA: Das Leben der Guttonen
 
Myrddin

Guttonen
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graphgraph
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Den Moderatoren den

Re:Das Leben der Guttonen      06.12.2011 16:45:34 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Die erste Übungsschlacht war nicht schlecht für Myrddin verlaufen, woran aber eher die Unerfahrenheit der Bosporanen schuld war. Nach 5 Jahren selbstauferlegtem Exil war dies seine zweite Schlacht gegen richtige Gegner gewesen, seine Form war entsprechend, und dass er aufpassen musste die Bosporanen nicht zu schwer zu treffen, war auch etwas hinderlich, auch wenn es für eine Übung nötig war.

Die zweite Übungsschlacht verlief etwas besser. Myrddin konnte mehr Treffer landen als zuvor. Zwar wurde er dafür auch öfter getroffen, allerdings half ihm hier sein Ausrüstungsvorteil: nur einer der Schläge konnte seine Raurikerrüstung durchdringen. Einmal traf er im getümmel auch auf Gaya, welche er von der vorherigen Absprache kannte.

Alles in allem war er ganz zufrieden, es ging wieder bergauf mit seinen Kampfeskünsten.
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Kresten

Guttonen
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Re:Das Leben der Guttonen      07.12.2011 00:17:19 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Langsam näherte er sich dem Lager der Bosporanen. Als er eintrat, spürte er dass die Stimmung hier nicht so gut war. Einige sassen zwar am Feuer und tranken ein bisschen zusammen, aber von Feierlaune war nichts zu spüren.
Dummkopf , sagte er zu sich selber, die haben ja auch alle ordentlich auf die Mütze bekommen und nicht gewonnen.
Er ging weiter zum Planungszelt, wo schon die erste Besprechung stattgefunden hatte. Als er eintrat war da nur Gaya, die offenbar schon auf ihn gewartet hatte. Wieder einmal musterte er sie und wieder blieb sein Blick an ihren grauen Augen hängen. Diese Augen waren wie zwei Seen, in denen man ertrinken konnte, wenn man nicht aufpasste. Auch spürte er, dass ihr einmal einiges Leid wiederfahren sein musste. Dann besprachen sie den Plan für die zweite Übungsschlacht, sie sollte in etwa so ablaufen wie die erste. Erstmal wurde jedoch noch ein Tag Pause eingeplant, bei dem sich die Leute ausruhen konnten, außerdem sollte der Tag genutzt werden, um den Bosporanen etwas zu helfen, was ihre Formation des Heeres betraf. Nach der Besprechung ging Kresten direkt wieder in das Lager der Guttonen zurück, und legte sich sofort zur Ruhe, weil er versprochen hatte, selbst mit den Bosporanen zu trainieren. Morcant, sein langer Gefährte und Leibwache, und Ardaric, die Leibwache, die ihm zugeteilt wurde, als er Kindis der Guttonen wurde und den er auch schon kennen- und schätzen gelernt hatte, würden mit ihm gehen und ihn dabei unterstützen, die restlichen Guttonen bekamen den Befehl Spass zu haben, zu trainieren und sich ansonsten einen Tag auszuruhen.

Am nächsten Tag also ging er wieder zu dem Platz vor dem Lager der Guttonen, auch die Bosporanen kamen alle dazu. Er unterhielt sich noch eine Zeit mit Rondrikan, Djokai, Krateos und Gaya, dann begann er damit ihnen einige Verbesserungsvorschläge zu zeigen, um ihnen in der Schlacht eine grössere Schlagkraft zu verleihen. Dabei wurden den Vormittag lang geübt, dann war der praktische Teil vorbei. Mit Gaya,Krateos, Djokai und Rondrikan ging er dann noch weiter und zeigte ihnen, wann die verschiedenen Formationen Sinn machten, je nachdem, wie der Gegner gerüstet war oder ob man verteidigte oder angriff. Dabei stellte sich heraus, dass Djokai und Gaya durchaus schon Grundkenntnisse hatten, wieso auch das schnell vorüber war.
Danach entwickelte sich noch ein Gespräch zwischen ihm und Gaya, sie sprachen über alltägliches, aber Kresten spürte, dass er sich bei ihr einfach wohlfühlte, wenn er bei ihr war und mit ihr sprach.

Dann musste er aber auch wieder zurück ins Lager der Guttonen, absolvierte mit seinem Trainingspartner das tägliche Training, dann wurde es dunkel und Kresten ging wieder früh schlafen um am nächsten Tage wieder ausgeruht zu sein.

Dann war es soweit, die Heere standen sich wieder gegenüber, das Startsignal wurde gegeben und es ging los. Die bosporanischen Bauern, die einen Bogen besassen, eröffneten das Feuer diesmal wesentlich koordinierter als beim ersten Mal. Ausser ein paar blauen Flecken brachte es den Guttonen aber nicht, dann prallten die Heere auch schon aufeinander.
Ein Bauer tauchte vor Kresten auf, kassierte einen Schlag und war auch schnell wieder in der wogenden Masse verschwunden. Ein Bosporane, Krateos Kraikos, wie er vom Training wusste, tauchte vor ihm auf. Er war offensichtlich schon etwas angeschlagen, denn den schnellen Stössen von Kresten konnte er nicht viel entgegensetzen, dann landete Kresten einen Treffer und Krateos war draussen. Als er sich umblickte, sah er wie Gaya in seiner Nähe war und versuchte sie zu erreichen. Er beobachte wie sie die Deckung von Bulweih überwand und ihm einen tüchtigen Schlag versetzte, dann mischte sich Nechbet in den Kampf ein und konnte nach kurzer Zeit einen Treffer landen, bevor sie wieder durch die Menge fortgespült wurde. Dann standen sich Kresten und Gaya wieder gegenüber und griffen an, Kresten hielt sich dabei Anfangs etwas zurück und hielt sie auf Abstand, um ihren Kampfstil zu beobachten, was ihm durch den deutlich längeren Speer auch gelang. Er bewunderte ihre Geschicklichkeit mit dem Speer, den er bestimmt schon zu spüren bekommen hätte, hätte er nicht den Vorteil der grösseren Reichweite. Dann griff auch er an, versuchte mit einigen Finten und direkten Stössen ihre Deckung zu durchdringen, was wegen Schildes nicht einfach war. Erst nach einiger Zeit fand er eine Lücke und stach schnell zu, dadurch taumelte Gaya etwas. Bevor er ihr nachsetzen konnte, waren ihm aber zwei Bauern im weg, der eine war aber kurz darauf nicht mehr aktiv dabei und der andere verzog sich wieder mit nem neuen blauen Fleck. Kresten sah sich um, sah Gaya aber nicht mehr, daher wand er sich einer neuen Gegnerin zu. Diese fand er schnell in Xenia1803, die auch schon einiges mit ihrer Waffe konnte, letzlich durchdrang er aber auch ihre Deckung und sie musste einen Treffer einstecken. Kresten beschloss sich etwas zurückzuziehen und das Ende der Schlacht von aussen zu beobachten, als er gehen wollte stellte sich ihm aber noch ein Bauer in den Weg. Auch der wurde von Kresten besiegt, dann sah er noch etwas in die Menge. Nicht mehr viele Bosporanen waren am kämpfen, dann stellte er überrascht fest, dass auch drei Leibwachen schon draussen waren, unter anderem Morcant. Dann sah er noch etwas, dass ihn belustigte, da Ardaric sich mit einer bosporanischen Leibgarde duellierte, die sich dann gleichzeitig gegenseitig ausknockten. Zwei Bosporanen waren noch übrig, dann war es vorbei.

Wieder wurde geschaut, dass keiner ernsthafte Verletzungen hatte, dann gingen erstmal alle in ihr Lager zurück. Später wollte man gemeinsam feiern, da sich die Bosporanen schon etwas an das kämpfen im Heer gewöhnen und sich spürbar verbessert hatten.
Im Lager war Kresten sich gerade am frischmachen, als er von ferne Signale hörte. Überrascht ging er nach draussen und sah, dass im bosporanischen Lager grosse Betriebsamkeit herrschte. Sie waren beschäftigt, die bereits abgebauten Zelte aufzuladen und es sah so aus, als würden sie bald abreisen. Verwundert schaute Kresten dem zu, denn es sollte ja noch mindestens ein weiteres Manöver stattfinden. Trotzdem machte er sich dann erstmal fertig frisch, dann traf auch schon ein Bote mit Kunde von Gaya ein. Die Makedonen waren also auf in Jedisan eingefallen und weitere byzantische Flotten waren vor der Küste entdeckt worden. Sofort schrieb Kresten eine Antwort, in der er Hilfe gegen diesen feigen Überfall zusicherte und gab dann schnell die nötigen Befehle zum Lagerabbau.
Auch die Guttonen brachen daraufhin in hektische Betriebsamkeit aus, während Kresten sorgenvoll Richtung Bosporus schaute. Hoffentlich kommen wir nicht zu spät , murmelte er, als er den mittlerweile verlassenen Lagerplatz der Bosporanen in der Ferne betrachtete.


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Bulweih Hygeriakson

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Re:Das Leben der Guttonen      07.12.2011 10:10:25 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Erst zwei Manöver und nun eine richtige Schlacht. Der Donnergott meinte es gut mit Bulweih in diesen Tagen.
Der junge Krieger hatte sich gut in den Manövern behauptet und brannte nun darauf, sich mit weiteren Gegnern messen zu können.
Im Zelt kontrollierte er seinen Speer und seinen Schild. Beide waren in der letzten Schlacht ein wenig demoliert worden, doch war das nichts, was man bis zur Schlacht nicht noch beheben könnte.
Also schnallte er sich den Schild auf den Rücken, steckte den Speer vor seinem Zelt in den Boden und machte sich daran, dasselbe zu verpacken.
Durch die langen Märsche der letzten Wochen war ihm diese Tätigkeit ebenso vertraut wie die Handhabung seines Speeres und so dauerte es nicht lange, bis er sich zu den anderen Kriegern der Guttonen begab und auf das Zeichen zum Aufbruch wartete.
Makedonen, Byzantiner.... einerlei. Egal, wer sich vor seinen Speer stellte, er würde die Herausforderung mit Freuden annehmen.


Dort treffe ich dann meinen Vater. Dort treffe ich dann meine Mutter, meine Schwestern und meine Brüder, und all jene meiner Ahnenreihe von beginn an. Sie rufen bereits nach mir, sie wollen, dass ich meinen Platz zwischen ihnen einnehme. Hinter den Toren von Walhalla, wo die tapferen Männer in alle Ewigkeit leben.
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Kresten

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Ein grosser Verlust      10.12.2011 16:04:56 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Auf Jedisan angekommen, sah man schon von weitem die Rauchsäulen aufsteigen, es war klar, dass man bereits zu spät gekommen war, spätestens als die Späher makedonische Banner und keine bosporanischen meldete. Nun war es schwierig den Bosporanen zu helfen, da diese sich wohl auf ihre Burg zurückgezogen hatten. Dazwischen lag das Heer der Makedonen, allerdings sah es so aus, als würden die sich bereits wieder abmarschbereit machen.
Kresten beriet sich mit Myrddin, dem neuen Kriegsminister der Guttonen, man wollte versuchen die Makedonen zu vertreiben oder zumindest durch ihre Reihen durchzustossen um zur bosporanischen Burg zu gelangen.
Plötzlich hörte man draussen laute Rufe nach einem Druiden. Kresten ging nachsehen und sah, dass Thisseas ohnmächtig zusammengebrochen war.
Er wunderte sich, zwar war Thisseas der Älteste im Tross, aber Kresten hatte ihn in den Übungsschlachten gegen die Bosporanen kämpfen sehen und er war noch so fit, dass er nicht einfach so wegen eines Marsches umfallen würde.
Der Druide sah ihn und winkte ihn herbei.
Herr, seht, diese Wunde scheint sich bei ihm entzündet zu haben. Er braucht dringend Ruhe und einige Kräuter, aber ich habe diese Kräuter nicht bei mir, sie wirken nur frisch. Und hier gibt es diese Kräuter nicht, mit den hiesiegen Gewächsen kenne ich mich nicht aus. Ausser Ruhe kann ich nicht viel für ihn tun.
Also gab Kresten den Befehl zu rasten, ein Lager zu errichten und Thisseas nach Anweisung des Druiden zu betten.
Plötzlich kam eine der Wachen aus dem Wald gerannt und rief Die Makedonen, sie kommen!
Da brachen diese auch schon hinter ihm aus dem Wald. Kresten fluchte, denn sie waren noch mit dem Aufbau beschäftigt und über eine grössere Fläche verteilt.
Alle sofort zu mir, sammelt euch und verteidigt das Lager, passt auf Thisseas auf!
rief er und rannte er auf die Makedonen zu. Zu seiner Überraschung waren bei den Angreifern auch einige Bauern dabei. Drei der Makedonen spannten ihre Bögen und einige Pfeile surrten durch die Luft, einige der Guttonen wurden getroffen und trugen einige Verletzungen davon.
Kresten erreichte zusammen mit Doga Sahure und Nechbet als erstes die Angreifer, daher standen ihm auch direkt mehrere Gegner gegenüber. Nacheinander kamen auch die übrigen Krieger an, doch war die Zahl der Angreifer viel höher. Aufgrund der Übermacht war es schwer sich zu verteidigen und alle Guttonen mussten Treffer einstecken. Kresten sah wie ein, zwei Makedonen fielen, dann ging es auch bei den Guttonen los. Als einer der ersten ging Ardaric zu Boden, als er das Schwert eines makedonischen Kriegers gegen den Kopf bekam. Er konnte sich jedoch keine Gedanken darum machen, da immer noch viel zu viele Gegner vor ihm standen. Hin und her wogte der Kampf, die dabei spürte Kresten aber, wie das am Anfang überlegene Verhältnis der Angreifer immer kleiner wurde, teilweise fielen die Bauern in Gruppen. Aber auch einige Guttonen lagen schon am Boden und auch beim Rest sah er, dass die anfängliche Übermacht bereits viel Kraft gekostet hatte. Auch ihm wurde der Speer immer schwerer, jeder Stoss brannte in seinen Armen. Dann wurde es mehr als knapp, es standen nur noch fünf Guttonen standen auf dem Feld. Dann bekam Kresten einen harten Schlag in den Bauch und ging zu Boden, Schmerz zuckte in seinem Kopf und er stand nicht mehr auf. Bevor er ganz das Bewusstsein verlor, sah er, wie neben ihm Morcant zu Boden fiel.
Jetzt ist es also vorbei dachte er, als er sah, wie nur noch drei Guttonen Rücken an Rücken gegen die Angreifer kämpften, die ihnen in der Anzahl wieder mindestens vierfach überlegen waren. Dann wurde es schwarz um ihn.
Als nächstes spürte er Schmerz, der ihm ins Bewusstsein drang. Er schlug die Augen auf und versuchte sich aufzusetzen, doch der Schmerz nahm überhand. Kurz wartete er, dann versuchte er es wieder, diesmal langsamer. Unsicher kam er auf die Beine und blickte sich um. Einige Guttonen lagen noch auf dem Boden, andere schlurften zusammengekrümmt und humpelnd umher, einige schauten auch nach denen, die auf dem Boden lagen. Morcant lag immer noch da, wo er hingefallen war, aber als Kresten nach ihm sah, bemerkte er, wie sich dessen Brust hob und senkte, also lebte er noch.
Wieso sind die Makedonen weg? Und wieso leben noch so viele? Die waren doch sicher am gewinnen?
Kresten war verwirrt. Dann kümmerte er sich auch um die, die noch auf dem Boden lagen. Es stellte sich heraus, dass alle furchtbares Glück gehabt hatten und niemand schlimmer verletzt war als ein gebrochener Arm. Alle hatten Schnitte und schwere Prellungen davongetragen, aber damit liess sich leben. Dann fiel ihm ein, dass nicht alle Krieger auf dem Schlachtfeld gewesen sind. Thisseas hatte ja bewusstlos dagelegen, als der Überfall begann. Sofort ging er mit dem mittlerweile erwachten Morcant zu dem Zelt, wo Thisseas gebettet war. Er öffnete den Zelteingang und sah, dass er noch so da lag wie vorher. Er wollte schon erleichtert gehen, als er stutzte. Seine Brust. Sie bewegte sich nicht. Schnell ging er hin und schlug die Decke zurück, dann setzte er sich erstmal hin. In der Brust von Thisseas klaffte ein Spalt.
Die Bastarde. Die haben ihn einfach abgeschlachtet, als wir gekämpft haben. Wieso? Warum? Wieso haben die einen wehrlosen Kranken getötet? fragte er laut zu sich selbst, auch Morcant war bleich geworden. Kresten rappelte sich auf und trat vor das Zelt. Aus den Augenwinkeln sah er eine Bewegung, es war Doga. Ihm fuhr die Erkenntnis in die Glieder, er musste ihr sagen, dass ihr Mann tot war. Traurig sah er sie an, als sie ihn fragend anblickte. Sofort stürzte sie an ihm vorbei ins Zelt, dann vernahm man ihr Wehklagen von drinnen. Traurig wandte Kresten sich ab, er musste sich auch um die anderen kümmern. Es musste weitergehn, den einzigen Schutz bot momentan die Burg der Bosporanen und dahin würden sie jetzt ziehen, denn von den Makedonen war nichts mehr zu sehen.
Also packten sie zusammen, auch Thisseas Leichnam wurde auf ein Pferd gebunden, Doga wich ihm nicht von der Seite. So zogen sie los. Unterwegs berichtete ihm Myrddin, dass die drei tatsächlich noch alle Angreifer bis auf drei makedonische Krieger hatten besiegen können. Danach waren sie offenbar geflüchtet, warum, dass wusste auch Myrddin nicht. Nachdenklich ging Kresten weiter und sprach nichts mehr, bis sie am Abend die Burg erreichten.


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Gaya

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Re:Ein grosser Verlust      10.12.2011 22:16:09 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Einer der Späher hatte auf der Burg bekannt gegeben, dass die Heerverbände der Guttonen in sichtweite waren und die Schlacht nicht so verlaufen war wie geplant. Verletzte wurden mitgeführt und Gaya hatte das nötigste in ihre lederne Tasche gepackt, frische Tücher und Kräuter die Sie Tage zuvor gesammelt hatte fanden darin ebenso Platz wie einige andere Untensilien. Sie war zum Glück mittlerweile recht gut in der Heilkunde, immerhin hatte die junge Kriegern lange genug Zeit gehabt in den unzähligen Schlachten der Pikten zu üben. Das Pferd wurde geholt im Stall, bepackt mit Nahrung für die Krieger und so ritt Sie hinaus vor die Burgmauern wo die Guttonen ihr Lager aufgeschlagen hatten um ihre Krieger zu versorgen. Die Wachen winkten die Assyrische Frau durch und einer der Krieger welcher noch stehen konnte eilte herbei um das Pferd entgegen zu nehmen und Gaya anschliessend zu Kresten zu bringen. "Verteilt bitte den Fisch und das Brot welches ich bei mir habe. Viel ist es nicht, aber immerhin wird es euch stärken" sprach Sie zu dem Krieger welcher ihr ein lächeln schenkte. Die Bosporanen waren noch recht Arm und doch sollte es den Freunden nicht an etwas mangeln und wenn es nur etwas zwischen die Zähne war. "Gab es viele Verletzte? Schwerverletzte? Wenn ja, bringt diese zur Burg damit sie versorgt werden können von unseren Schamanen und sie ein warmes Lager bekommen" folgten die Worte aus Gaya´s Mund während Sie in ihre Felle gehüllt hinter dem Krieger herstapfte um zu Kresten zu gelangen. Fest klammerten sich ihre Finger um den Lederriemen ihrer Tasche welche geschultert war denn Sie war nervös und so recht wusste Sie noch immer nicht wie Sie Kresten für die Hilfe bedanken sollte. Immerhin waren es bislang nur Manöverschlachten gewesen die man gemeinsam bestritten hatte, und eine wirkliche Freundschaft der Völker hatte sich noch nicht ergeben in so kurzer Zeit und dennoch waren diese Krieger an der Seite der Bosporanen in diesen dunklen Tagen. Der Krieger hielt vor einem Zelt inne und räusperte sich, rief nach dem Kindis der Guttonen und wartete dann geduldig ab. Gaya hatte ebenso inne gehalten und wartete bis ihr Einlass gewährt wurde. Unruhig trat Sie von einem Bein auf das andere dabei.


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Kresten

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Re:Ein grosser Verlust      10.12.2011 23:16:16 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Er hörte wie sein Name gerufen wurde und liess eintreten, eine der Wachen kündigte Gaya, die Archon für Äusseres der Bosporanen an, die etwas Essen und einige Heilkräuter brachte. Auch brachte sie viele Fragen mit wie er erfahren hatte. Er schickte den Boten wieder raus, er sollte ihr sagen, dass sie reinkommen soll.
Erneut teilte sich der Zelteingang und Gaya trat ein. Wie so oft blieb sein Blick kurz an ihr hängen, heute wollte er sich jedoch nicht so recht freuen, wie sonst wenn er in ihrer Gesellschaft war. Immer noch hingen seine Gedanken bei dem Leichnam, der in einem Zelt ein bisschen weiter gebettet war. Wie hatte ihm dass nur passieren können? Er hatte einen Fehler gemacht, der Thisseas wohl das Leben gekostet hatte. Er gab sich selbst zumindest eine grosse Teilschuld an dem Tod des Kriegers. Er hätte das wissen müssen...
Seid gegrüsst Gaya. Ich hoffe bei euch hat der Plan funktioniert? Wir haben die Makedonen leider nicht vertreiben können, auch wenn es knapp war.Leider hat dabei auch mehr nicht funktioniert, ich...
Er brach ab, er konnte es nicht sagen. Wut gegen die Makedonen und Wut über sich selbst stauten sich und entluden sich dann in Trauer und ein bisschen Verzweiflung. Er drehte sich weg und wischte eine Träne weg, dann fasste er sich und drehte sich wieder zu ihr und schenkte ihr ein Lächeln, was hoffentlich nicht zu gequält wirkte.
Aber was ist mit dir, du hast ja bestimmt etwas, weswegen du herkommst?
Er schaute sie an und wartete auf eine Antwort.


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Gaya

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Re:Ein grosser Verlust      11.12.2011 16:28:07 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Leicht verneigte sich Gaya vor dem Kindis der Guttonen und nickte sanft auf seine Worte. "Ja ich habe davon gehört, ist nicht weiter schlimm wir werden unser Land irgendwann wieder bekommen denke ich. Wenigstens sind unsere Männer soweit in Sicherheit und es gab bislang nichts schlimmeres als ein paar Blessuren." erklangen die Worte der Bosporanen Archon während Sie ihre Tasche abnahm. "Ich wollte fragen ob ihr etwas braucht, ob ich irgendetwas für euch tun kann als Gegenleistung für eure Hilfe. Wir haben nicht sonderlich viel aber wir sind froh, dass eure Männer an unserer Seite kämpfen gegen diese Wahnsinnigen. Auf der Suche nach dem goldenen Vlies....." sprach Gaya weiter während ihr Blick kurz den von Kresten suchte und der Satz mit einem verhöhnenden lachen abgebrochen wurde. "Habt ihr je so eine dumme Ausrede gehört? Hier gibt es nichts zu holen, kein goldenes Widderfell, nicht einmal wirklich etwas, das von Wert ist. Nur Brachland, Gestrüpp und unbezwingbare Wälder oder Tundragebiete. Kein Gold, kein Silber nichts rein gar nichts" sprach die junge Kriegerin weiter und liess ihren Blick schweifen. So wirklich wusste Sie nicht wie Sie sich im Namen der Bosporanen bedanken könnte bei den Guttonen, denn die Hilfe in dieser Stunde war schier unbezahlbar in ihren Augen. "Nennt mir euren Preis Kresten, den Preis was es uns kosten wird, dass ihr uns weiterhin helft. Ich werde versuchen ...." flüsterte Sie nun fast und presste dann die Lippen fest aufeinander. Sie wusste, dass es schwer werden würde und mehr als Fisch, Getreide oder Brot und Fleisch vom Wild aus den Wäldern hatten sie selbst kaum. "Ich habe Verbandszeug und Kräuter bei mir, vielleicht kann ich mich nützlich machen und eure Krieger versorgen. Ich kenne mich mit solch Dingen aus." erklang es erneut.


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Kresten

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Re:Ein grosser Verlust      11.12.2011 18:44:21 --- 5 Monate, 2 Wochen her  
Kresten hörte ihr zu und musste lächeln, als sie ihm von der angeblichen Motivation der Angreifer erzählte.
Als sie fragte was es denn kosten würde, dass sie weiter helfen zu verteidigen wurde sein Blick wieder ernst. Er wartete bis sie geendet hatte und antwortete dann.
Nun, wir werden euch weiter gegen die Angreifer helfen, wie ich hörte sind nun auch noch andere Heere der Byzantiner aufgetaucht. Um irgendeine Bezahlung braucht ihr euch keine Sorgen zu machen, da seid ihr uns nichts schuldig. Zum ersten würden wir euch allein deshalb helfen, weil die Angreifer die Frechheit besassen euch anzugreifen kurz bevor ihr ein Turnier stattfinden sollte. Allein dafür werden wir euch weiter helfen. Zum zweiten kommt jetzt bei allen noch eine persönliche Motivation hinzu, denn sie haben...
Er brach wieder ab und schwieg kurz, dann fuhr er fort.
... Sie haben Thisseas auf dem Gewissen, die Bastarde von Makedonen haben ihn einfach erstochen als er bessinnungslos von Krankheit auf seinem Lager lag, während wir uns gegen ihren Überfall verteidigten. Sein Leichnam liegt nur ein paar Zelte weiter, seine Frau wird wohl bei ihm sein... Also macht euch da keine Sorgen. Wenn ihr mit den Kräutern helfen könnt, sind wir sehr froh und werden diese Hilfe nicht ablehnen, ansonsten brauchen wir aber nichts, danke.
Kurz wechselte er noch ein paar Worte mit Gaya, dann ging diese nach draussen um zu sehen wo sie helfen konnte. #

Später am Abend

Mittlerweile war es dunkel geworden. Gaya war noch kurz bei ihm gewesen uns hatte sich verabschiedet und war dann wieder Richtung Stadt und Burg gegangen. Auf einmal hörte Kresten Tumulte, die scheinbar aus Richtung des Stadttors kamen.
Sofort griff er seinen Speer und rannte raus, um zu sehen was los war. Sollten die Makedonen etwa schon angreifen? Oder waren es die anderen Heere aus Krim? Aber wie sollten sie denn unentdeckt so nah herangekommen sein? Seine Leibwachen Ardaric und Morcant liefen sofrot mit ihm, auch einige andere Guttonen, die keiner schwereren Verletzungen erlitten hatten kamen aus dem Lager. Am Stadttor angekommen sah Kresten mehrere Wagen stehen, drumherum lagen offene Fässer. Zwischendrin und darum herum überwältigten die Torwachen gerade die Krieger, Kresten erkannte einige wieder, es waren die Makedonen. Er sah, wie Gaya einem von ihnen den Speer überzog, daraufhin wollte er fliehen, dich schlug er die falsche Richtung ein. Er und ein anderer, der auch aus dem Pulk entkommen war, liefen genau auf die Guttonen zu. Als sie den Fehler bemerkten, war es bereits zu spät und Ardaric und Morcant waren bereits heran und schlugen sie nieder. Dann war das Ganze auch schon vorbei. Kresten ärgerte sich, dass er nicht früher gekommen war, dann hätte er es vielleicht den Makedonen heimzahlen können, aber er würde nicht auf ihr Niveau herabsinken und einem Bewusstlosen Schaden zufügen.

Er ging zum Tor wo Gaya stand und auch einige andere Krieger standen dort, unter anderem auch Rondrikan, Krateos und Djokai. als er ankam lief gerade eine Disskussion, wie mit den Makedonen verfahren werden sollte, einer von ihnen hatte gesagt die wollten so unbemerkt zu den anderen Heeren stossen. Er trat hinzu und schlug grinsend etwas vor.
Wenn ich Gaya richtig verstanden habe, so haben die Heere in Krim ihre Lager auf einer Ebene aufgeschlagen. Dort ist doch zwischen hier und dem Lager ein Hügel, auf dem ungefähr die Grenze zwischen der Stadt und Krim verläuft. Da die Makedonen doch in ihren Fässern dorthinwollen, sollen sie doch. Wir stecken sie wieder rein und rollen sie dort den Hügel hinunter in die Ebene, dann haben sie ihren willen gehabt.
Erwartungsvoll schaute er in die Runde wie sein Vorschlag angenommen wurde.


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Kresten

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Re:Ein grosser Verlust      29.12.2011 23:42:47 --- 4 Monate, 3 Wochen her  
Einige Monde waren in die Lande gezogen, seit Kresten und seine kleine Schar guttonischer Krieger an den Bosporus gezogen waren. Aus dem ursprünglichen Plan, mit den Bosporanen ein paar Übungskämpfe zu bestreiten und danach an deren Turnier teilzunehmen hatte sich in einen Krieg gegen das byzantische Grossreich entwickelt. Nun waren die Byzantiner vertrieben und die Ländereien der Bosporanen wieder einigermassen sicher, so dass die Guttonen nun wieder heimwärts zogen. In Gedanken ging er alles wieder durch:
Das Auftauchen der Makedonen nach einem Übungskampf, dann die Entscheidung, den Bosporanen zu helfen und ihr Zug Richtung Burg. Ein bitterer Geschmack breitete sich in seinem Mund aus und Trauer wallte auf, als er an den Überfall dachte, bei dem Thisseas so hinterhältig ermordet wurde. Dann der lächerliche Versuch der Makedonen die Burg anzugreifen, dann die Schlachten um Krim und Jedisan. Schliesslich entspannte er sich wieder etwas und sogar ein kleines Lächeln trat in sein Gesicht, als er an das Ende der Kampfhandlungen dachte. Die Thraker waren irgendwann einfach verschwuunden, die Makedonen wurden panisch durcheinander rennend an den Grenzen gesichtet. Nur die Hellenen hatten sich noch eine weitere Schlacht mit den Bosporanen geschlagen, bei der die Bosporanen aber so überzeugend gekämpft hatten, dass auch die Hellenen ihren Zusammenhalt verloren und in kleinen Gruppen flohen.
Ein schöner Anblick war das gewesen, als Kresten mit dem Rest der Krieger über einen Hügel kam und die Hellenen vor den siegreichen Bosporanen fliehen sah.
Danach waren die Guttonen und Bosporanen wieder in die Hauptstadt gezogen. Tagsüber wurden letzte Grüppchen der Angreifer vertrieben und die Schäden der Kämpfe beseitigt. Abends wurde nicht selten gefeiert, weil jeder froh war, dass die Kämpfe vorbei waren.
Dabei hatte Kresten oft die Nähe von Gaya gesucht, erst unbewusst, später auch bewusst. Er verstand sich sehr gut mit ihr und sie führten lange Gespräche.
Nach einiger Zeit war die Kontrolle der Gebiete wiederhergestellt und auch die Reparaturen schritten gut voran. Da wurde es dann Zeit, das die Guttonen wieder heimkehrten, bis auf gelegentliche Botschaften hatte man nicht viel gehört von ihnen. In einer hatte er auch erfahren, dass friesische Heere an den Grenzen gesichtet wurden. Jedoch zogen diese ohne ein Anzeichen von Aggression vorbei, in einem weiteren Schreiben hörte er jedoch, dass die Gebiete der Svear offenbar geplündert wurden.
Darum würde sich Kresten kümmern, wenn er wieder in Lettland war. Erstmal hatte er sich mit seinen Kriegern verabschiedet, was ihm vor allem bei Gaya schwer gefallen war.

Jetzt war er gespannt, was ihn daheim erwartete und er freute sich auch schon darauf, die anderen alle wiederzusehen, die zum Schutz der eigenen Grenzen zurückgeblieben waren.
So hing Kresten seinen Gedanken nach, während er langsam in Richtung der untergehenden Sonne ritt.


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Kresten

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Re:Das Leben der Guttonen      02.01.2012 17:08:46 --- 4 Monate, 3 Wochen her  
Mittlerweile war Kresten wieder in Lettland angekommen. In seiner Abwesenheit, immerhin mehrere Monate, hatte sich ein Haufen angesammelt, der nun abgearbeitet werden sollte. Als erstes nahm er sich die Botschaften anderer Völker vor, so hatten die Guttonen ein Schreiben der Gallier erhalten, in dem deren Wiederauferstehung verkündet wurde. Das wäre an sich nichts besonderes, alle paar Monate kam solch ein Schreiben zu den Guttonen. Das, was Kresten wirklich interessierte, war der Name der darunter stand.
Zwar kannte er keinen pinto, aber Snorre, den kannte er. Wie konnte er ihn auch vergessen, Snorre blieb einem schnell im Gedächtnis. Kresten versank etwas in seinen Erinnerungen, wie er noch als Ard Rígh der Rauriker mit den Ligurern zusammen gegen die Römer gekämpft hatte. Da hatte er auch Snorre getroffen und dessen Schlagkraft und Mut miterlebt. Nur wenige Krieger waren Kresten aus dieser Zeit noch in Erinnerung, aber Snorre war definitiv einer von ihnen. So machte sich Kresten daran, ein Antwortschreiben zu verfassen.

Danach wandte er sich einigen innenpolitischen Streitereien zu.

Ein paar Tage später

Die meisten der Streitereien waren geklärt und Kresten gönnte sich gerade eine kleine Pause. Während dieser überlegte er, wann denn das geplante Turnier stattfinden könnte. Die Idee dazu war kurz nach der Rückkehr gekommen, ein bisschen um die Krieger zu feiern, die am Bosporus am Krieg teilgenommen hatten und natürlich auch um sich mit Kriegern der interessierten Völker messen zu können.
Kurz darauf rief Kresten einige Schreiber zu sich und einen Händler, der gerade in der Stadt war und der Ligurisch beherrschte. Zwar hatte er selber während des gemeinsamen Feldzuges damals ein paar Brocken gelernt, aber nicht genug damit es ausreichen würde.

Dann liess er Schreiben verfassen, die die Kunde des Turniers in der Welt verbreiten sollten.


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