Flanna saß zu Hause in Savoie und hielt Ordnung und Anstand im ligurischen Dorf aufrecht, während Camulos wieder einmal meinte in der Weltgeschichte herumreisen zu müssen. Da kam ein Bote zu ihr. Seinem Akzent zufolge musste er aus dem Osten, vermutlich aus der Gegend der Boier kommen. Flanna nahm die Botschaft entgegen und entließ den Boten mit einem Fass guten ligurischem Mets untern Arm.
Sie setzte sich an den Tisch und öffnete den beschriebenen Fetzen.
Ohje was ist das denn?
Flanna war froh, dass sie sich gesetzt hatte. Die Schrift ihres Gegenübers war sogar für ligurische Verhältnisse schwer zu lesen. Hinzukam, dass die Wörter ihr zum Großteil bekannt vorkamen, aber irgendwie viel es ihr schwer den gesamten Text flüssig zu lesen.
. . . eine Stunde später . . .
Gemeinsam mit Julia und einem älteren Ligurer, der die vielen Formen des Keltischen beherrschte, war es gelungen die kurze Nachricht ins Ligurische zu übersetzen und wussten nun endlch, was bei den Boiern vor sich ging.
QUOTE:
An Verdruss,
Catigures der Boier
in Namen meines Mannes Camulos und des ganzen ligurischen Volkes sende ich euch die besten Glückwünsche zur Herrscherwürde. Möget ihr die Krieger der Boier wieder zu großer Stärke führen und weise über euer Volk herrschen.
Als Zeichen unseres Respekts sende ich euch eine kleine Aufmerksamkeit unseres Volkes mit
Flanna
Gattin des Camulos
Dann stellte sie einen kleinen Trupp zusammen. Ein Ochsengespann würde den Boiern eine Lieferung ligurischen Mets und Weins, sowie ausgewählte verzierte Waffen zukommen lassen.
Wenn die letzten Berichte aus den Landen der Boier stimmten, würde sie neue Waffen und die Getränke für den Abend vor der Schlacht dringend benötigen.
Hoffentlich hab ich alles nach Camulos Einverständnis erledigt . . .
Aber Flanna fand nichts, was sie vergessen haben könnte und war mit sich als Camulos Vertretung sehr zufrieden.
Wenig später verließ die kleine Truppe Savoie und zog in Richtung Osten.