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Die letzten friesischen Dörfer waren gefallen und niedergebrannt worden. Leider waren gab es nun kein Land mehr, dass die Friesen ihr eigen nennen konnten und bisher war nicht ein einziger Krieger zu sehen gewesen. Nur Bauern, Weiber und anderes Gesindel. Wo waren sie denn, die mächtigen Friesen?
Sicher, Samus war durchaus bewusst, dass die Friesen sich im Krieg mit so ziemlich allen anderen Nordmännern befanden. Er hatte gehofft, mit der Plünderung ihrer Dörfer würde er sie in ihre Heimat locken können. Offensichtlich hatte er unrecht.
Seine Kundschafter hatten ihm schon direkt nach der Landung ein teutonisches Heer gemeldet, dass sich unweit der iberischen Truppen gesammelt hatte und ebenfalls Ländereien der Friesen verwüstete. Die Teutonen unternahmen keine Anstalten sich den Iberern entgegen zu stellen, so ging Samus davon aus, dass die iberische Anwesenheit zumindest schonmal von den Teutonen geduldet wurde.
Im Zelt des iberischen Königs kamen die Heerführer zu dem Schluß, dass die Teutonen sicher den Friesen entgegen marschieren würden und man befand, es wäre das Beste ihnen einfach zu folgen. Früher oder später würden sich die Friesen schon zeigen.
Samus fuhr auf seinem Streitwagen neben dem großen Sklaventroß her. Friesen waren störisch, dafür aber kräftig und ausdauernd. Außerdem würden sowohl die blonden als auch die rothaarigen Weiber einen immensen Gewinn auf den südlicheren Märkten einbringen.
Allerdings hielten sie die iberischen Truppen auch auf und Samus fürchtete, seine Truppe könnte den Anschluß zum Heer des Königs verlieren.
Er lenkte seinen Wagen neben die Wachen des Sklavenmarsches Lasst den Zug anhalten. rief er einem Offizier zu.
Ich will, dass ihr jeden aussortiert, der nicht mit den Truppen mithalten kann oder zu viele Probleme bereitet und lasst sie frei.
Der Wachmann blickte Samus irritiert an.
Ihr lasst sie frei, nachdem ihr jedem, ob Mann, Weib, Kind oder Greis, die Füße abgeschlagen habt! Sollen sie nach Hause kriechen! Können sich ja bei ihren Kriegern beschweren, die sie so schutzlos hier zurückließen.
Samus blickte versonnen ins leere bevor er sich wieder an den Wachmann wandte. Folgt uns sobald ihr damit fertig seid und lasst euch dann vom Zeugmeister eine zusätzliche Flasche Wein geben.
Der Aussenminster beschleunigte seinen Wagen und blickte nicht mehr zurück...
Was uns Mühe bereitet, soll uns den Triumph bringen, und was unser Herz mit Schmerz erfüllt, soll uns Freude schenken. Denn das einzig wahre Glück besteht darin zu lernen, sich weiterzuentwickeln und sich zu verbessern. Nichts davon könnte Wirklichkeit werden, ohne dass wir Irrtum, Ignoranz und Unvollkommenheit zurückweisen.
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