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Geschichten aus Karthago und Umgebung (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Geschichten aus Karthago und Umgebung
 
Imoth

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Geschichten aus Karthago und Umgebung      01.12.2009 20:12:33 --- 9 Jahre, 10 Monate her  
Lange war ich, Antigonos, von zu Hause weg. Aber es war eine gewinnbringend Abwesenheit. Ich zog mit Karawanen bis nach Ägypten um die Märkte zu erkunden und Verträge zu besiegeln.

Nach kurzem Aufenthalt im Hafen von Alexandreia bestieg ich ein Frachtschiff um über Herakleion zu den neuen Minen auf der Kupferinsel zu gelangen.
Wo Männer arbeiten und sein es auch nur Sklaven, wurde Nahrung, Kleidung und der gleichen benötigt.
Ungünstige Winde verhinderten aber eine baldige Abreise und so verbrachte ich einige Tage mit dem Studium der Frachtaufstellungen während ich die Nächte mir in den vielen Hafenkneipen und der einen oder anderen Dirne verkürzte.

Nach dem zehnten Tag drehte endlich der Wind und das Frachtschiff wurde beladen. Ballen mit Stoffen, Amphoren mit Öle und Weinen wurden von den Hafensklaven an Bord des behäbigen Schiffes gebracht und von Stauern unter Deck geschafft.
Als alle Arbeiten beendet waren lief das Schiff, mit mir an Bord, bei Flut aus. Trotz des günstigen Windes, der das große Segel knattern lies verging mir die Zeit viel zu langsam.

In Zypern angekommen und nach bezahlen des allgemeinen Zolls konnte ich das Schiff verlassen und einen Freund und Handelpartners meines Vaters besuchen. Von ihm erfuhr ich das in Karthago immer mehr Söldner zusammengezogen wurden. Männer die den Kampf nicht scheuten und genug Sold verdienten um diesen wieder zu verschleudern.

Ich tauschte den kretischen Wein gegen einige Talente an Kupferstangen und verließ am achten Tage die Kupferinsel um die lange Fahrt nach Karthago anzutreten.

Wir ankerten jeden vierten Tag um frisches Wasser, Obst und Pökelfleisch aufzunehmen. In Lilybainon erstand ich zu guten Bedingungen einige kräftige Sklaven, Arbeiter für Karthago und setzten dann direkten Kurs auf unser Ziel.

Endlich, nach zwei Jahren und vier Monden Abwesenheit hatte mich mein Geburtsort und Heimatstadt wieder.
Ich war auf vielen Marktplätzen der bekannten Oikomene aber die Agora von Karthago war, in ihrer Lebendigkeit von nichts zu übertrumpfen.
Ich lies das Schiff ausladen und wies die Lastenträger an die Waren in mein Handelshaus am Hafen zu bringen. Dort solle sich der Verwalter um die Listen, Zölle und der Begleichung von Rechnungen kümmern.
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Imoth

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Re:Geschichten aus Karthago und Umgebung      01.12.2009 20:13:22 --- 9 Jahre, 10 Monate her  
Ich selber begab mich in ein Badehaus und lies mich von den Badeknechten mit heißem Wasser besprühen, salben und abwaschen.
Danach wurde ich gewalkt. Die Badeknechte weckten schlafende Muskeln und schläferten verspannte Muskeln ein.
Eine hellhäutige Sklavin schnitt mir Finger und Zehenägel und schabte die tote Haut von meinen Fußsohlen.
Nach dieser Prozedur, einigermaßen müde, zahlte ich beim Herrn des Bades für die Behandlung und zog mich in eines meiner Zimmer, im Handelshaus zurück um nach einem leichten Mahle in tiefen Schlaf zu fallen.

Ich erwachte in der dritten Stunden nach Sonnenaufgang und war einigermaßen Ausgeschlafen. Eigentlich wollte ich, im Hinterhof meines Handelshauses, noch ein paar Übungen mit dem Messer an der Strohpuppe machen doch es rief mich mein Magen zur Besinnung. Hatte ich doch seit gestern Mittag nichts mehr festes zu mir genommen.

Ich schickte einen Haussklaven zur nächsten Garküche und lies mir warmes Bier, einige Brotfladen, Honig und Beeren bringen.
So gestärkt konnte der Tag beginnen, ich begab mich in meine Geschäftsräume im obersten Stock des zweistöckigen Handelshauses. Ich setzte mich an die großen Fenster wo ich den Überblick über den halben Handelshafen hatte. Etwas weiter abgelegen, im inneren der Bucht entstand der Kriegshafen.
Flache Lastkähne brachten zurecht gehauene Steinblöcke die später ein Teil der Hafenmauern des Kriegshafens werden würden.

Gedankenverloren betrachtete ich die Lastkähne und überlegte ob es nicht ein gutes Geschäft währe die alte Werft aufzukaufen die schon seit meiner Kindheit nicht mehr als drei oder vier Fischerboote, jeden Mond ins Wasser brachte.
Was war der schönste Kriegshafen ohne Kriegsschiffe . . . . . .

Ich wendete mich meinen Frachtrollen zu und bemerkte aus den Augenwinkel das wieder Schiffe in den Handelshafen einliefen. Zwei große und ein kleineres diesmal.
Seit unser Herrscher Söldner warb kamen mit jedem Schiff mehr und mehr fremde Krieger in die Stadt.

Ich nahm mir vor später eine der Tavernen im Hafenviertel zu besuchen, vielleicht konnte man ja Gerüchte oder Halbwahrheiten aufschnappen aus welchen Ländern der Oikumene die ganzen Krieger so kämen.
So könnte man die Vielfalt der Handelsgüter ein wenig einschätzen die Karthago in der nächsten Zeit brauchen würde.
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Imoth

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Re:Geschichten aus Karthago und Umgebung      01.12.2009 20:44:21 --- 9 Jahre, 10 Monate her  
Die Sonne versank langsam im Meer und tauchte die weißen Häuser von Karthago in gülndes Licht. Mein Tagewerk war getan und so querte ich die Agora und schlenderte zum Hafen. Eigentlich wollte ich mich unter die feiernden Menschen mischen, dazu muss man noch anmerken das es keinen besonderen Anlass bedarf um in Karthago zu feiern. Eigentlich feiert man jeden Abend.
Ob es nun ein besonders guter Handelsabschluss für ein Handelshaus ist oder ob gerade irgendwo ein männlicher Spross geboren wurde . . . . . .

Ich wollte gerade in die große Strasse, die zum Hafen führt, einbiegen als sich ein Ausrufer auf eine große Kiste stellte und mit kräftiger Stimme verkündete: „Heute Abend. Männer und Frauen merket auf. Heute Abend am großen Platz in der Festung findet wieder ein Schaukampf statt. Unser Herrscher selbst lässt verkünden das sich ein jeder, ob arm oder reich ob Karthager oder nicht Karthager an dem Schaukampf teilnehmen darf.“

Der Ausrufer wiederholte noch einmal seinen Aufruf aber ich hörte schon nicht mehr zu, so ein Spektakel hatte ich schon lang nicht mehr gesehen.

Zwei Männer, nur mit dem Leibschurz bekleidet messen sich im fairen Wettkampf. Der Hafen und die Schenken samt allen Dirnen darinnen konnten warten.
Diesen Schaukampf wollte ich sehen!
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Imoth

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Re:Geschichten aus Karthago und Umgebung      01.12.2009 22:09:50 --- 9 Jahre, 10 Monate her  
Gemütlich spazierte ich in Richtung der Festung. Bei einer der vielen Garküchen blieb ich stehen und kaufte mir etwas Brot und säuerlich eingelegten Fische.
Ja, man merkte an den Preisen das sich viel fremdes Volk zur zeit in Karthago tummelte. Ich aß in stehen, musste aber aufpassen das man mich umstieß.
Mal kam ein Wasserverkäufer mit seinem Esel und einigen Ziegenhäuten voll Wasser darauf, dann aus der anderen Richtung der Dungwagen mit den Exkrementen der Kriegselefanten und den Pferden aus der Festung. Auch zu Friedenszeiten waren immer ein paar Pferde und Elefanten in den Sallungen innerhalb der Festungsmauern.

Als ich mich gestärkt hatte viel mir auf das sich erstaunlich viele Büttel der Stadtwache auf der Strasse befanden. Was mich erstaunte denn normalerweise machen die Büttel erst nach Sonnenuntergang vermehrt ihre Runden.
Ich beschleunigte meine Schritte und sah nach einer Kurve schon die Festung . Vor der Festung standen zwei Kreuze an denen zwei Männer hingen, schon mehr in der anderen Welt als in diese.
Ich schaute einen Büttel der neben einem Kreuz seinen Wachposten bezogen hatte fragend an.
„Ein Mörder und ein Brandstifter“ sagte er und deute mit seinem Speer auf die beiden.

Das Volk hatte seine Freude. Einige Steine flogen gegen die Verbrecher, andere versuchten sich im Messerwerfen und ein paar ganz witzige probierten ob die Verurteilten auch brennen mögen.

Ich hob die Schultern und drängte mich durch die Menschentraube weiter zur Festung
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Re:Geschichten aus Karthago und Umgebung      02.12.2009 12:06:25 --- 9 Jahre, 10 Monate her  
Als ich den großen Platz in der Festung betrat drängten sich hier schon eine große Menge Menschen.
Ein Gewirr aus Stimmen, bunten Tüchern und Gerüche, das war es in das ich eintauchte. Ich lies mich in der Menge treiben.
Fackeln brannten rauchend an den inneren Wänden, mehrere Lagerfeuer erhellten den eigentlichen Kampfplatz deren Außengrenze bewaffnete Numider markierten.

In der Mitte des Kampfplatzes hatten sich bereits drei wackerer Kämpfer eingefunden. Plaudernd standen sie zusammen und beachteten die vor Aufregung fiebernde Menge.
Irgend ein Schanksklave brachte drei große Lederbecher und reichte diese den drei Männern


Hier und da sah ich ein bekanntes Gesicht, ich unterhielt mich mit einigen Leuten die aus meiner Gegend stammten als ich einen schrillen Pfiff hörte.
„Pffiiiiiiiiiii. He, Tigo! Hier! Dreh dich um“ Rief man mich an. Erstaunt wendet ich mich um und sah in das lachendes Gesicht eines jungen Mannes dessen Vater ein Handelsfreund meines Vaters war. Er stand gut und gern 20 Schritte von mir entfern und rief: „ Was meinst Du, traust du dich?“ Er deutete mit seinem rechten Arm auf die Mitte des Kampfplatzes.
Ich lachte und schüttelte den Kopf. „Ich brauche meine Arme und meine Finger noch so das ich nicht vorhabe mir diese zerschlagen zu lassen!“ rief ich hob beide Arme und winkte mit den Fingern.

Ein Ausrufer hatte sich in der Mitte des Kampfplatzes aufgebaut und da ich hören wollte was er zu sagen hatte wendet ich mich von dem jungen Mann ab. Bevor aber der Ausrufer seine Stimme erheben konnte rief eine Stimme hinter mir: „ HE LEUTE! Der da vorne mit dem Knabengesicht möchte Kämpfen, er traut sich aber nicht. Los! Macht ihn Mut!“

Erschreckt drehte ich mich um und sah wieder in das lachende Gesicht und dieses streckte auch noch eine Zunge heraus.
„Bist du im Wahn? Welcher Daimon hat dich gebissen?“ rief ich wütend.
Doch statt einer Antwort rief er nur: „AN – TI – GO – NOS AN – TI – GO – NOS“! Dabei hob er seine Arme und klatschte im Rhythmus seines Rufens.
Und wieder: “AN – TI – GO – NOS AN – TI – GO – NOS!” Die Leute rund um mich grinsten, klopften mir auf die Schultern und vielen in den Ruf ein.
„AN – TI – GO – NOS“ hallte es nun rund um mich und man schob mich zum Kampfplatz.

Der Ausrufer ging auf mich zu und sagt: „Wie schön, ein freiwilliger, Sohn, kannst du schreiben?“
Sollte ich ablehnen? Alle Augen starrten mich an, möglicherweise war der eine oder andere Geschäftspartner auch hier und eine Ablehnung würde sicher als Schwäche gelten und meine zukünftigen Verhandlungen schwächen.
Also nickte ich und der Ausrufer hielt er mir ein Stück Holzkohle und einen Papyrusstreifen hin. Ich sah ihn fragend an “Deinen Namen, nur deinen Namen.“ Meinte er. So kritzelte ich gehorsam meinen Namen darauf.
Einer der Wachen trat auf mich zu, reichte mir einen Holzspeer und deutete mir das ich meine Tunika ablegen sollte. So streifte ich mein Gewand ab und hoffte das niemand auf die Idee käme dieses nach verborgenen Taschen zu durchsuchen.
Ich verließ zwar nie mit vielen Münzen meine Wohnung aber auch der Verlust nur einer Münze würde mich maßlos ärgern.

So tauschte ich Tunika gegen Speer und trat auf die drei wartenden Kämpfer zu. Alle drei überragten mich nicht sonderlich doch ihr Körperbau lies vermuten das sie sich nicht vor harter Arbeit scheuten.
Ich versuchte ein lächeln doch mehr als eine Maske dürft wohl nicht dabei zustande gekommen sein.

Ein anderer Ausrufer erschien und gab die Kampfespaarung bekannt.
Mein Magen sank tief als ich meinen Namen vernahm.
„Und den zweiten Kampf wird bestreiten Antigonos, Sohn des Karchedonios von Hella. Oh, da schau, ein reicher Schlingel. Handelsheer und Herr der Sandbank von Karchedon. Er tritt an gegen. . . . . „ Aber das hörte ich nicht mehr. Ich hatte das Gefühl als würde der Fisch, den ich gegessen hatte, plötzlich wieder lebendig.
Ich war so angespannt das ich die zurufe die von allen Seiten auf uns einprasselten nicht wahrnahm.
Gut! Mein Kampf war als zweiter geplant, das gab mir noch eine Verschnaufpause. 20%! Mindestens 20%! Das würde ich als Preisnachlass von meines Vaters Handelspartner verlangen. Und für die Schmerzen noch mal 10%. Grimmig packte ich den Stiel des Holzspeeres fester und sah zu wie der erste Kampf begann.
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Pygmalion

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Re:Geschichten aus Karthago und Umgebung      02.12.2009 17:03:08 --- 9 Jahre, 10 Monate her  
Die Stadt war voll. Sie platzte förmlich aus allen Nähten, obwohl die Söldner alle ein kleines Stück Land für Friedenszeiten erhalten hatten. Immer neue Menschenströme landeten über den großen Hafen an, um für Karthago zu kämpfen. Er grinste. Seit er Thron bestiegen hatte, war aus der schon immer mächtigen, aber relativ kleinen Stadt ein Weltreich geworden. Bis zur großen Wüste hatten sie Handelskontore und Festungen errichtet.
Auch jetzt war ein kleines Heer auf dem Weg in den Südosten, um eine neue Provinz zu errichten. Die Stadt hatte schon immer Handel mit den dortigen Stämmen unterhalten, aber diese waren immer frecher geworden und hatten mehr und mehr für ihre kostbaren Felle von Leopard, Löwe, Zebra und vielen weiteren Tieren gefordert. Also warum immer höhere Preise zahlen, wenn das Land einfach eine Provinz werden konnte. Es würde kleinere Kämpfe geben. Ideales Training für die Soldaten.
Er hätte glücklich sein können, doch plagten die Stadt seit einigen Monden Piraten, die immer wieder ihre Schiffe im westlichen Mittelmeer überfielen, angeführt von einer verrückten Zauberin, wie ein Überlebener entsetzt berichtet hatte. Auch das war ein Grund für die vielen Soldaten in der Stadt. Sobald der Kriegshafen fertig war würden die ersten Kriegsschiffe aus dem Hafen auslaufen, beladen mit Männern, bezahlt für das Töten.
In der Stadt brodelte es, wie in einem Kupferkessel. Die vielen verschiedene Stämme aus dem Süden, Norden, Westen und Osten waren nicht selten selbst untereinander verfeindet und so kam es ständig zu Duellen auf der offenen Straße. Deswegen hatte der Rat einige bezahlte Kämpfe arrangiert. So entluden sich für einige Tage die Spannungen und die Gewalt ging zurück. Bis dahin könnten die ersten Schiffe beladen werden und die Aggression gegen die Piraten gelenkt werden.
Die Kämpfe fanden unweit eines seiner Paläste statt. Der Wind stand günstig, sodass er neben den unangenehmen Gerüchen der Tiere und Menschen auch die Stimmen der Ausrufer zu ihm trug.
Antigonos würde dort also kämpfen. Er kannte diesen Namen, er war ein mächtiger Handelsherr. Genau das, wonach er suchte.
Pygmalion winkte einem seiner Leibwachen. Der Mann war Kelte. Und immer schwer bewaffnet.
"Geh nach unten und ruf Antigonos, Sohn des Karchedonios von Hella zu mir, sobald er den Kampf hinter sich hat. Sag ihm, wir müssen etwas geschäftliches besprechen."
Er kraulte seinen kleinen Elefanten hinter den Ohren und erwartete das Duell.
Der Elefant war jung, ein Jahr, vielleicht weniger. Schon jetzt war er zahm und später würde er auf diesem Tier in den Kampf reiten. Andere Herrscher ritten auf Pferden, er würde auf einem Elefanten sitzen. Das war ein deutliches Zeichen für die überlegene Macht Karthagos!
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Imoth

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Re:Geschichten aus Karthago und Umgebung      03.12.2009 09:36:28 --- 9 Jahre, 10 Monate her  
Der erste Kampf begann.

Dieser Kampf bestand aus zwei Teilen. Zuerst kämpfte man mit dem Holzspeer als Schlag und Stichwaffe. Verlor oder zerbrach einer der Kämpfer den Speer dann wurde in einer Art Ringkampf weitergemacht bis einer der beiden sich ergab oder durch einen raffinierte Haltegriff sich nicht mehr vom Boden erheben konnte.

Dieser Kampf dauerte lange, beide Kontrahenten gaben ihr bestes. Als beide Speere zerbrachen kämpften sie mit Fußtritte, Faustschlägen und mit ziehen oder stoßen weiter.
Doch man sah das diese Art des Kampfes und die Dauer beide sehr ermüdete. Es gab Momente da hielten sich die beiden Männer wie liebende, eng umschlungen und schwer atmend.
Ihre verschwitzen Körper glänzen im Fackel und Lagerfeuerschein, die jubelnde Menge feuerte die beiden an ihr letztes zu geben.

Durch die kurze Verschnaufpause oder angestachelt durch die dauernden Zurufe mobilisierte einer der beiden seine letzte Kräfte und drehte sich, den Gegner noch immer Umschlungen haltend, um die eigene Achse. Er umschlang des Gegners Bein mit seinem eigenen und drückte seinen Gegner, der den sichern Stand verlor zu Boden.
Noch ein rascher Griff und der Kampf war entschieden. Die Menge raste vor Begeisterung.

Sklaven brachten Tonkrüge mit Getränke und Tücher damit sich die Kämpfer von Schweiß befreien konnten.
Nachdem das Feld von alles Verlassen war wurde ich und mein Gegner zum Kampf gerufen . . . .
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Imoth

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Re:Geschichten aus Karthago und Umgebung      03.12.2009 10:37:53 --- 9 Jahre, 10 Monate her  
Wir stellten uns in den Kreis und reichten uns, in guter Manier die Hand.
Kaum war dies geschehen da zischte der Schaft des Speeres über meinen Kopf.

Im Kreis gehend, sich gegenseitig ansehend belauerten wir uns wir Raubtiere die Beute.
Mein Gegner stach zu, ich wich aus und aus der Drehung schlug ich dort hin wo ich mein Gegenüber noch vermutete.
Der Schlag ging ins leere und die Menge johle vor Vergnügen. Dafür bekam ich einen Stoß in den Rücken der mir die Luft aus dem Körper presste. Wieder johlte die Menge.

Irgendwer rief: Dreh dich um, beweg´ dich schneller!. Ich hatte aber keine Zeit um zu sehen wer da mir zurief.
Ich müsste wieder einen Angriff abwehren und konnte den Schlag parieren.
Und so ging es weiter, zustoßen, ausweichen, parieren, Treffer kassieren.
Einmal wurde ich durch einen Schlag am Oberarm getroffen dann musste ich einen Treffer am Kopf einstecken. Ich sah Sterne und kurz wurde mir Schwarz vor Augen. Ich drosch wild um mich und hatte auch einen Erfolg damit.
So wie es aussah hatte ich meinen Gegner im Gesicht getroffen denn er hielt sich die Nase und spuckte Blut.
Zornig wischte er sich das Blut aus dem Gesicht, spukte noch einmal in den Sand und drosch wütend auf mich ein.
Ich war ganz damit beschäftigt die harten Schläge abzuwehren so das ich keine Möglichkeit hatte einen Gegenangriff zu machen.
Empfindlich wurden meine Finger getroffen. Durch einen Hieb auf meinen linken Ellenbogen verlor ich fast den Speer.
Einen Augenblick der Unachtsamkeit verdankte ich einen Treffer auf meinen Oberschenkel.


Mir brannte der Schweiß in den Augen, alle Glieder schmerzten aber ich sah das mein Gegenüber langsam die Kräfte schwanden.
Er hielt mit beiden Händen den Speer umklammert und belauerte mich, ebenso wie ich ihn.

Jetzt oder nie dachte ich. Ich packte mit beiden Händen den Speer mittig am Schaft und hieb einmal mit dem rechten und einmal mit dem linken Ende auf meinen Gegner ein.
Dieser wehrte zwar ab machte aber kleine Schritte nach hinten, welches ich für mich als Erfolg verbuchte.

Mein Gegner wich weiter zurück, Blut rann aus seiner Nase und vermischte sich mit dem Schweiß das aus seinem schwarzen Haupthaar tropfte.
Er stolperte beim Zurückgehen, die Sohle seiner Sandale verfing sich mit irgendwas im Sand so das er nach hinten und unten blickte.

Ich nützte die Gelegenheit und setzte einen harten Stoß auf seine Brust der ihn zu Boden warf.
Mit einem raschen und großen Schritt war ich über ihm und drückte den Spitzen teil des Speeres an sein Hals.

„Genug?“ Keuchte ich. Er nickte und warf den Speer von sich. Ich ging neben ihm in die Knie und stützte meinen Kopf in den Sand. Meine schmerzenden, zerschlagenen Finger zitterten.
Ich zitterte am ganzen Körper. Ich hatte gesiegt.

Von allen Seiten strömten Menschen auf uns zu und zogen uns auf die Beine. Fröhlich klopfte man mir auf die Schultern, von irgendwoher bekam ich einen Lederbecher mit stark verdünnten Wein den ich gierig austrank.

Durch ein Spalier aus jubelnden Menschen ging ich zu dem Platz an dem ich mein Gewand zurückgelassen hatte.
Ich wolle mich gerade ankleiden und befand mich in Gedanken bereits in einem Badehaus wo ich mich von den hellhäutigen Badesklavinen verwöhnen lassen wollte als sich vor mir ein Mann aufbaute.
Helle Haare, helle Haut und ein Bär von einem Mann. Er trug Waffen wie ein Krieger, möglich das er ein Söldner war?
„Dein König wünscht dich zu sehen, wenn du fertig“ sagte der Mann mit schwerer Zunge wie es für die Völker im Norden üblich ist.

Der König, oberster Herr von Karthago wünscht mich zu sehen? Ich blickte an mir herab, so voll Sand, Schweiß und Blutspritzer würde ich es wohl kaum eine geziemlicher Auftritt werden.

„Wann wünsch man mich zu sehen? Kann ich mich noch Umziehen und reinigen?“ fragte ich.
Jetzt! Du kommen, jetzt. War seine Antwort und er dreht sich zum gehen um. Mir blieb gerade noch Zeit mir mein Gewand anzuziehen und diesen Fleischberg zu folgen welches mir leicht viel da vor ihm die Leute wichen wie früher Nebel im Sonnenlicht.

Ich hinkte leicht und rieb mir die schmerzenden Stellen als wir den Weg zu den Palästen einschlugen.
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Pygmalion

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Re:Geschichten aus Karthago und Umgebung      03.12.2009 21:19:45 --- 9 Jahre, 10 Monate her  
Pygmalion beobachtete die Kämpfe Aufmerksam. Antigonos war ein geschickter Speerkämpfer, das hatte er ihm nicht unbedingt zugetraut, einem der mächtigsten Handelsherren der Stadt. Andererseits waren die Zeiten unsicher, überall befuhren Piratenschiffe die Meere und Räuber überfielen die Karawanen aus dem Süden. Auch ein Händler musste sich schützen.
Schließlich endete der Kampf und sein Leibwächter bat Antigonos auf seine typische Art zu Pygmalion.
"Imuba. Hol bitte frische, heiße Tücher für unseren verschwitzten Gast, eine Amphore Wein und bringe uns eine Schale mit bunten Früchten... "
Der kleine Elefant trötete dumpf und stieß Pygmalion mit seinem Rüssel an.
"Ja, gut. und irgendwas für Mago...Heu oder dergleichen."
Die hübsche Sklavin nickte höflich und verschwand dann durch ein Hohes Portal im hinteren Teil des Hauses. Der Statpalast hatte einst seinem Vater gehört und viele der Sklaven ebenfalls. Pygmalion hatte lediglich einige weibliche Sklavinnen hinzu gekauft und die älteren freigelassen. Er wollte nicht bei derselben Frau liegen, wie sein Vater einst.
Draussen begann ein neues Duell, welches jedoch bereits nach wenigen Sekunden mit der Bewusstlosigkeit eines der Duellanten endete.
Es war ein schönes Haus, geschmackvoll eingerichtet und mit allerlei exotischen Mitbringseln und Geschenken dekoriert. Im Boden war ein vielfarbiges Mosaik eingelassen. Es zeigte vier Delphine, welche den Wagen des Baal Schamim durch den Himmel zogen. Umrahmt wurde es von einer bunten Fruchtgirlande.
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Re:Geschichten aus Karthago und Umgebung      03.12.2009 21:48:13 --- 9 Jahre, 10 Monate her  
Ich trabte gehorsam hinter meinen Führer und Begleiter her und versuchte mich notdürftig zu reinigen.
Was hätte ich für ein Bad und frische Kleidung gegeben.

Wir erreichten einen der Paläste in denen sich der oberste Karthager bei Staatsgeschäften aufhielt.
Vor dem großen Tor standen vier Wachen in bronzenen Muskelpanzern. Zwei hielten lange Speere und die anderen beiden waren mit kurzen Schwertern bewaffnet. Misstrauisch wurde ich betrachtet aber trotzdem eingelassen.

Wir gingen durch einen langen und hohen Gang der mit Fackeln ausgeleuchtet wurde, an der Wand befanden sich wunderschöne Bilder aus der Geschichte Karthagos.
So konnte man die Gründerin von Karthago, Elyssa, beim zerschneiden der Kuhhaut sehen durch die, so sagte die Legende, sie sich das Land von einem Berberkönig erwarb.
Dann kamen noch Szenen von Hanno den Seefahrer und viele mehr.

Vor einer schweren Holztüre standen wieder Wachen, diesmal nur zwei aus sie Waren mit den typischen Kurzschwertern bewaffnet.
Mein nordischer Führer nickte einen der beiden zu welcher dann die Türe öffnete.
„Du! Hinein geh, jetzt!“ Der hellhäutige zeigte in den Raum.
Ich trat, gehorsam, durch die Türe und stand in einem großen Raum den ein hohes Gewölbe überspannte.
Fein gemeißelte Blätter und Trauben zierten Säulen auf denen das Gewölbe ruhte, zischend und knackend brannten unzählige Fackeln in ihren Bronzefäusten an der Wand.

In zwei Kupferbecken glühte Holzkohle und verbreiteten einen Duft nach Weihrauch und Gewürzen.
Wahrscheinlich hatte ein Sklave noch kurz vor meinem eintreten Gewürze auf die Holzkohle gestreut.

Der Raum zeigte Prunk der einem König würdig war aber er versprühte auch Macht.
Ich ging ein paar Schritte weiter in den Raum als ich von Schritte und Stimmen hörte die aus einer der mit Tüchern verhangenen Wände zu kommen schienen.

Plötzlich stand der König im Raum.

Ich viel auf die Knie und berührte mit meiner Stirn den Mosaikboden. Syrisch, so vermutete ich.

„Mein Herr“ sagte ich und versuchte meiner Stimme etwas feierliches zu geben. „Ihr schickt nach dem geringsten Eurer Diener. Zu viel der Würde für einen kleinen Händler der noch nicht mal Bürgerrechte in Karthago hat“[/i]
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Letzte Änderung: 2009/12/03 21:54 von Imoth.
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